50-jähriges Ortsjubiläum von Pfr. Reinckens
1. Januar 1888
Pfarrer Heinrich Gottfried Ignaz Reinckens wird es vergönnt, mit der Gemeinde sein 50-jähriges Jubiläum als Ortspriester zu feiern.
Abriss der Pfarrscheune und Instandsetzung des Pfarrhauses
24. Juli 1882
| Kirchenvorstand verliert Prozess |
Pfarrer Reinckens und Kirchenvorstand streiten 5 Jahre über die Instandsetzung von Gebäuden am Pfarrhaus:
- Der Kirchenvorstand dokumentiert in zwei Schreiben vom 22. Juli 1877 und 29. April 1878 seinen Willen zur Instandsetzung der Ökonomiegebäude des Pfarrhauses. Darin wurde Pfarrer Reinckens aufgefordert, die nötigen Reparaturen vorzunehmen.
- Im Jahr 1878 ersucht der Kirchenvorstand sogar die preußische Regierung, das Pfarrhaus instand zu setzen.
- Die Ökonomiegebäude müssen repariert werden, der Kirchenvorstand entschied am 12. August 1879, vor Gericht zu klagen: „Da mit dem Pfarrer Reinckens hierselbst auf gütlichem Wege die Instandsetzung wegen versäumter Reparaturen an dem Ökonomiegebäude des hiesigen Pfarrhauses nämlich Scheune und Stallung nicht herbeizuführen ist, so beschloß der Kirchenvorstand welcher in dieser Eigenschaft heute versammelt war, einstimmig gegen den Pfarrer bei Gericht klagend vorgehen zu müßen um den Verfall der Ökonomiegebäude vorzubeugen, mit welcher der Kirchenvorstand sich insgesamt einverstanden erklärte.“
- Zwischen Kirchenvorstand und Pfarrer kommt es zum Prozess wegen der Instandsetzung der Gebäude, der zu Ungunsten des Kirchenvorstandes ausgeht. Der Kirchenvorstand erklärt einstimmig auf einer Sitzung am 29. Januar 1882 bevor sie „die Scheune dem Nutznießer zum Gebrauch reparieren lassen würden, dieselbe lieber abbrechen zu lassen.“
Deshalb wird die Pfarrscheune einige Zeit später abgebrochen.
Am 24. Juli 1882 wird die Instandsetzung des Pfarrhauses abgeschlossen, es erfolgt die Kostenabrechnung.
Bau des Kölner Doms vollendet
16. Oktober 1880
| Historischer Festzug von 1880 |
Der Bau der Kölner Doms ist abgeschlossen, was als nationales Ereignis gefeiert wird.
Etwa 60 Einwohner sind Samt- und Seidenweber
1. Januar 1880
| 400 Einwohner insgesamt |
In der Gemeindechronik aus dem Jahr 1940 erwähnt Bürgermeister Schiffer, dass Hottorf um 1880 ungefähr 400 Einwohner hatte, von denen ca. 15% in der Samt- und Seidenweberei tätig waren.
noch offen: Bericht aus Rurblumen “ Der letzte Samtweber aus Hottorf“