Erste Bank in Hottorf

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| Auf Initiative des Bauernvereins |

Von den … Vereinen möchte ich an erster Stelle den „Bauernverein“ nennen. Dieser wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegründet. Auf Initiative der Bauern wurde bereits im Jahre 1906 die erste „Bank“  in Hottorf eröffnet ( Spar – und Darlehenskasse)

Quelle: Schiffer

Später gibt es auch eine Filiale  der Volksbank Jülich in Hottorf, ein Hinweis auf die Wohlhabenheit der Bevölkerung.

Bau des Vikariehauses

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Das sogenannte „Vikariehaus“ wird um die Jahrhundertwende gebaut. Heute trägt es die Hausnummer 13 in der Georgstraße (Familie Blau). 

Die Baukosten betragen 2.200 Thaler, die ebenso wie die Kosten für die Orgel in Höhe von 2.100 Thalern durch freiwillige Spenden finanziert werden.

Laut Rur-Blumen „Während des Zeitraumes von 1848-1861 im Kreise Jülich ausgeführten kirchlichen Bauten“ ist dort das Vikarigebäude aufgeführt.

Als das Haus nicht mehr von den Vikaren bewohnt wurde, vermietete der Kirchenvorstand dieses Haus.

Bis zum Bau eines Jugendheimes im Jahre 1972 war in dem Vikariegebäude die Bücherei untergebracht.

Siehe auch Beitrag:

 

Zur Währungsangabe in Thaler:

Der T(h)aler ist eine alte Silbermünze bzw. Währungseinheit in vielen deutschen Staaten.Der Taler entstand im 16. Jahrhundert aus den sogenannten „Guldengroschen“ (u. a. Joachimstaler) und verbreitete sich danach im ganzen Heiligen Römischen Reich und darüber hinaus. Er blieb in Deutschland – zuletzt als Vereinstaler – bis zur Reichswährungsreform nach 1871 in Gebrauch und wurde erst 1907/1908 endgültig aus dem Zahlungsverkehr genommen, als die Mark alleinige Währung wurde.

Staatsgehalt für Pfarrer Rosellen

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Im 19. Jahrhundert gab es in Preußen ein festes Staatsgehalt für Pfarrer, da die Kirche und der Staat eng miteinander verbunden waren.

  • Ab 1817 gab es die „Evangelische Kirche in Preußen“, die vom Staat organisiert und finanziert wurde.
  • Auch katholische Priester erhielten ein Staatsgehalt, da Preußen nach den Eroberungen im Rheinland und Westfalen große katholische Gebiete hatte.

So erhielt auch Pfarrer Rosellen ein Staatsgehalt, das der Bürgemeister bewilligt hat:

Wortlaut der Urkunde No. 692 vom 04.06.1892:

Euer Hochwürden benachrichtige ich im Auftrage der königliche Regierung durch Verfügung von 24. Mai cur. II 2293 Ihnen aus Gründen der Billigkeil vom 1. April d. Jahres ab ein Staatsgehalt von 400 Mk, zahlbar vierteljährlich postnumerando bewilligt hat.

Der Bürgermeister von Hottorf
Aretz

 Quelle: Pfarrarchiv Urkundenbuch 1751-1966, Nr. 53

Siehe:

 

Erste zivile Karte des Rheinlands

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| Internationale Meterkonvention und Höhenlinien |

„Über einen Zeitraum von nahezu 50 Jahren seit dem Beginn der Landesaufnahme waren die Uraufnahmen selbst wegen des mangelnden militärischen und zivilen Interesses nicht mehr vervielfältigt worden. Erst um 1860 wandelte sich das Interesse von ziviler Seite her. Besonders von Seiten des Bergbaus bestand ein wirkliches Verlangen nach Karten im Maßstab 1: 25.000. Ab 1868 stellte der Generalstab diese Kartenblätter, die ursprünglich nur für die Ableitung von Folgemaßstäben herangezogen werden sollten, dem Preußischen Handelsministerium zur Verfügung. Da die jetzt veröffentlichten Kartenblätter aber bereits zwischen 1836-1850 aufgenommen worden waren und erst 20 Jahre später ohne weitere Aktualisierungen in den Handel gelangten, wurden sie in einigen Teilen Preußens abgelehnt. In der Folgezeit wurde der Ruf nach aktuellen Karten immer dringlicher. Der Grundstein für die Neuaufnahme war somit gelegt. Ab 1875 wurde das gesamte preußische Staatsgebiet noch einmal neu aufgenommen, nunmehr in der durch die Internationale Meterkonvention von 1875 vereinbarten Maßeinheit Meter. Man übernahm von den Urmesstischblättern lediglich den Blattschnitt, die Projektion und den Maßstab. Die Geländewiedergabe erfolgte nicht mehr in einer Schraffendarstellung, sondern erstmals in Form von Höhenschichtlinien, wobei als Bezugspunkt für eine einheitliche Höhenangabe in ganz Deutschland eine als Normal-Null bezeichnete Niveaufläche eingeführt wurde. Im Vergleich zur Uraufnahme lassen sich in dieser Neuaufnahme deutlich die modernen kartographischen Gestaltungsgrundsätze erkennen, wie z.B. die Gliederung des Wegenetzes, die Darstellung und Begrenzung der Vegetation, die Wiedergabe der Verwaltungsbezirke, sowie die Beschriftung und der Blattrand, die bis heute den Inhalt und das Aussehen der amtlichen topographischen Landeskartenwerke prägen. Als Herstellungsverfahren wählte man überwiegend die Gravur auf Kupfer oder die Zeichnung auf Lithographiestein

(Beschreibung aus TIM-Online NRW)

Kartenausschschnitt

Ortslage Hottorf
  • Der Buchholzbusch ist gerodet und auf dieser Kartendarstellung nicht mehr enthalten.
  • Im Vergleich zur älteren Tranchot Karte findet man auf diese Karte den Gutshof „Elmpter-Hof“ „gegenüber des Erdmann-Kellers (Bergstraße) nicht mehr.
  • Die Maar erstreckt sich weiterhin vollständig zwischen heutiger Georgstraße und Bergstraße, also inklusive Parkstreifen an der Georgstraße und Spielplatz. Der Weiher setzt sich gegenüber der Dorfstraße im Neubaugebiet fort (entlang der Straße „Am Bildstock“).
  • Der Teil des heutigen Amselwegs in Richtung Wegekreuz nach Kofferen ist als Hohlweg eingezeichnet, was mit der Beschreibung des zweiten Fußfallkreuzes übereinstimmt. 

Quelle: TIM-Online NRW

Die Preußische Kartenaufnahme – Uraufnahme 1836-1850 ist online verfügbar. Man muss diese allerdings manuell bei „Kartenwahl“ (‚+‘-Zeichen) hinzuladen, siehe  Screenshot:

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