Waidmühle am Dorfrand

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| Vorgänger des Indigo Farbstoffs |

Der Anbau der Waidpflanze, die den später durch das Indigo verdrängten Farbstoff liefert, war in dieser Gegend umfangreich: es gab im Amte Boslar fünf Waidmühlen; davon gehörten die zu Boslar, Müntz, Gevenich und Cofferen dem Herzog von Jülich, die zu Hottorf den v. Palant. Zu Linnich hatte der Herzog zwei solcher Mühlen.

aus:  Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins, 33. Band, 1911, Die Pfandherrlichkeit Müntz

Die genannten Mühlen gehen aus Amtstrechnungen des Boslarer Amtsmanns 1497 und aus einer Vogtrechnung aus dem Jahr 1515.

Waidmühlen werden schon in den ältesten Schriftstücken aus dem 15. Jahrhundert erwähnt. So berichtet der Amtsmann von Boslar, Werner von Palant, 1497 dem Herzog, die Einwohner von Boslar, Gevenich , Hottorf und Körrenzig hätten das „weitmoelengeld“ bezahlt, doch die von Müntz seien „zuweder“ gewesen. In der Folgezeit enthalten die Amtsrechnungen fast regelmäßig Einnahmen aus dem landesherrlichen Waidmühlenrecht.

aus: [Hansen]

Lage der Flur "An der Weidmühle" an der Landstraße nach Gevenich