Geschichte

Die Ortgeschichte von Hottorf, eingebettet im Zeitgeschehen der Region und der Welt

Letzte Fronleichnamsprozession

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| Eine lange Tradion endet |

Die in katholischen Gegenden üblichen Fronleichnamsprozession fand in Hottorf bislang zuletzt im Jahr 2018 am Dreialtigkeitssonntag in Kombination mit der Dreifaltigkeitsprozession statt.

1960 zirka Fronleichnam bei Segensaltar Lübbers
ca. 1960 Altar bei von Meer / Lübbers
19610 Fronleichnamsprozession-Schlusssegen-Lübbers
1961 Schlusssegen in der Kirche

Seitdem die Pfarrer mehrere Pfarren leiten, wird die Prozession immer wieder auch von Vertretern wie den Patres aus Overbach durchgeführt. Seit den 1980 Jahren findet die Prozession am Nachmittag oder erst am Sonntag nach Fronleichnam statt.

Aus dem Pfarrbrief 1985 ist die Aufstellung der Prozession und der Weg ersichtlich:

 

 

Geldautomat gesprengt

Logo Hottorf ohne Schrift

| Explosion in der Nacht |

Die Lokalzeitung berichtet: 

Explosion in der Nacht: Geldautomat in Linnich gesprengt

Dass das kleine Dorf Hottorf mit seinen 365 Einwohnern in einem Atemzug mit dem FC Bayern München in den Nachrichten genannt wird, dürfte wohl in die Annalen eingehen.

Die Radiomeldung vom Donnerstagmorgen geht auf das Konto von drei unbekannten Tätern, die in der Nacht den Geldautomaten in der Filiale der Raiffeisenbank Erkelenz in die Luft sprengten.

Frühaufsteher wurden dadurch direkt informiert, was sich in der kleinen Bankfiliale „An der Maar“ zugetragen hatte. Einige wenige andere waren allerdings schon in der Früh gegen 3.20 Uhr aus dem Schlaf gerissen worden. „Es gab einen sehr lauten Knall, ich habe zuerst gedacht, bei uns im Hause sei etwas explodiert“, berichtete eine Anwohnerin. Nach wenigen Sekunden sei dann großer Lärm, verursacht durch ein Auto, zu hören gewesen.

Am Gebäude der Bank entstanden durch die Explosion Schäden. Foto: Ralf Roeger, Aachener Nachrichten
Am Gebäude der Bank entstanden durch die Explosion Schäden. Foto: Ralf Roeger, Aachener Nachrichten

Ein anderer Anwohner berichtete später der Polizei, dass er unmittelbar nach der Explosion noch drei dunkel gekleidete Männer habe fortlaufen sehen. Sie sollen in eine schwere schwarze Limousine gestiegen und mit hohem Tempo in entgegengesetzter Richtung der an die Filiale angrenzenden Einbahnstraße davon gefahren sein. Auch wenn die sofort über Notruf alarmierte Polizei eine Fahndung einleitete und einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera einsetzte, konnten die Täter unerkannt entkommen.

Da die Bankräuber die Hottorfer Georgstraße in die falsche Richtung befuhren, werden sie auf kürzestem Weg die Autobahnauffahrt Mersch der A44 in Richtung Aachen benutzt haben.

Der Vorraum der Bankfiliale wurde durch die Sprengung total zerstört, Deckenteile stürzten in den Vorraum, Fenster und die Eingangstür wurden herausgesprengt, ein vor der Bank geparktes Auto wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Am Morgen nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf, bis zu ihrem Eintreffen war der Vorplatz gesperrt, schnell hatte sich das Ereignis im Dorf rundgesprochen, Schaulustige nahmen den Ort in Augenschein.

„Jetzt ist mein ganzes Geld weg“, scherzte ein Bewohner gegenüber einem Polizeibeamten. Ob ein gemeldeter Brand eines größeren Behältnisses an der B56 in der Nähe von Freialdenhoven mit dem Überfall in Hottorf in Zusammenhang steht, müsse sich noch zeigen, hieß es bei der Polizei in Düren. Sie bittet weitere Zeugen, die vielleicht vor oder nach der Sprengung Beobachtungen gemacht haben, sich unter 02421-9490 zu melden.

Unterschiedliche Tätergruppen
Die Sprengattacken auf Geldautomaten gehen damit unvermindert weiter. Nach Angaben des Landeskriminalamtes war die Sprengung in Hottorf bereits der 41. Fall im Jahr 2016 und der zweite in der laufenden Woche in Nordrhein-Westfalen. Hinter den nicht abreißenden Sprengungen steckten unterschiedliche Täter und auch unterschiedliche Tätergruppen. Das LKA verweist dabei auf eine moldawische Tätergruppe, die die Polizei Hamm ermittelte, auf eine Tätergruppe am Niederrhein, der 13 Sprengattacken zur Last gelegt werden, sowie auf Festnahmen in Essen im laufenden Jahr.

Die Fahnder gehen bereits seit längerem davon aus, dass Tätergruppen auch aus den Niederlanden heraus operieren und Automaten in NRW sprengen.

25-jähriges Priesterjubiläum Pfarrer Philippen

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| Dank für Wirken und Ausdauer |

Erinnerung an das Silberne Priesterjubiläum von Heinz Philippen am 11. Juli 2011

Die Jülicher Nachrichten berichten von der Fest- und Dankmesse zum 25-jährigen Ortsjubiläum in Boslar und Hottorf:

„Danke für dieses Geschenk und Danke an alle, die mit mir und für mich beten und so mein Priestersein stützen“, sagte Pfarrer Heinz Philippen anlässlich der Messfeier zu seinem silbernen Ortsjubiläum.

Foto Kròl - Jülicher Nachrichten

1961 in Gevenich geboren, absolvierte der Geistliche sein Abitur im Haus Overbach und begann kurz darauf sein Studium der Theologie und Philosophie in Bonn und Regensburg. 1985 wurde er in Übach-Palenberg zum Diakon geweiht und empfing ein Jahr später in Aachen die Priesterweihe. Bis 1990 war er als Kaplan in St. Bonifatius Düren tätig und kam am 15. Oktober 1990 nach Boslar. Gleichzeitig übernahm er auch die Pfarre in Hottorf. 1999 kam noch Tetz hinzu, 2008 Floßdorf und Glimbach und seit 2010 ist er Leiter der GdG Aldenhoven/Linnich.

Sein Ortsjubiläum wollten die Hottorfer und Boslarer Christen nicht unbeachtet verstreichen lassen und feierten mit ihrem Pastor eine Fest- und Dankmesse. Herzlich hieß Josef Lieven, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender der Pfarrei St. Georg Hottorf, die Gläubigen in der Pfarrkirche St. Gereon willkommen. Er ging kurz auf die Geschichte der beiden Pfarren ein und auf die Bedeutung, die ein Dorfpfarrer einst hatte. Vieles, so sagte er, habe sich geändert, doch Pfarrer Philippen habe sich viele Eigenschaften eines Ortspfarrers bewahrt. „Du bist immer noch präsent. Wir danken für deine Ausdauer, deinen Einsatz und dein Wirken vor Ort. Die Freude und der Dank sollen an erster Stelle stehen“, schloss er seine kurzen Ausführungen.

Auf die Eucharistie, die Gottes Sohn durch seine Menschwerdung und seinen Tod am Kreuz schenkte, ging der Jubilar in seiner Predigt ein. „Das Geheimnis der Eucharistie ist ein Geschenk, ein Schatz des Glaubens, dem wir uns mit Ehrfurcht zuwenden müssen“, erklärte er und ergänzte noch: „Die Eucharistie ist die Brücke zwischen damals und heute“.

Im Anschluss an die Festmesse, die der Kirchenchor Boslar gestaltete, sprach Gerd Langenberg vom Kirchenvorstand Boslar noch ein Dankwort und lud alle Gottesdienstbesucher zu einem Umtrunk ins Pfarrheim ein.

In Memoriam Heinrich Joussen

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| Ehrendechant stirbt mit fast 94 Jahren |

Nachruf zum Tod von Ehrendechant Joussen in Jülicher Woche

Die Aachener Nachrichten berichten am 9. Januar 2015:

Ehrendechant aus Tetz stirbt mit fast 94 Jahren
Trauer herrscht in Linnich um Ehrendechant Heinrich Joussen, der bereits am 6. Januar gestorben ist, kurz vor Vollendung seines 94. Lebensjahres.

Zuletzt hatte der Seelsorger beim Andreasmarkt-Empfang Bürgermeister Wolfgang Witkopp mit einem Fernglas für Durchblick und Weitsicht beschenkt, nachdem er Anfang Juni mit einer Dankandacht in St. Lambertus Tetz sein goldenes Ortsjubiläum begangen hatte, 50 Jahre nach Einführung als Pfarrer.

Am 20. Dezember 1947 war Joussen vom Aachener Weihbischof Johannes Joseph van der Velden zum Priester geweiht worden. Aus Anlass seines 65-jährigen Priesterjubiläums eilte der Aachener Weihbischof Karl Borsch 2012 zum Festgottesdienst nach Tetz und würdigte den Jubilar.

Der „eiserne Heinrich“ im Kirchendienst wurde am 26. Januar 1921 in Mausbach geboren, wuchs in Echtz auf und besuchte in Düren das Gymnasium. Schon früh wollte er Priester werden und nahm nach dem Abitur ein Studium in Bonn auf, bevor er zu Arbeits- und Militärdienst eingezogen wurde. Erst 1945 konnte er seiner Berufung wieder folgen.

1964 übernahm er die Pfarre St. Lambertus Tetz und wirkte 17 Jahre lang als Dechant des Dekanates Linnich, bevor er als Ehrendechant 1999 offiziell in Ruhestand trat, Stadt und der Ortschaft Tetz aber weiter verbunden blieb.

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