Einführung der D-Mark

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| Stockt jetzt der Kirchenausbau ? |

„Die Währungsreform von 1948 trat am 20. Juni 1948 in der Trizone, den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands, in Kraft. Ab dem 21. Juni 1948 war dort die Deutsche Mark („DM“, auch „D-Mark“) alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Die beiden bisher gültigen Zahlungsmittel Reichsmark und die (zu ihr fest im Verhältnis 1:1 notierende) Rentenmark (beide abgekürzt als „RM“) wurden zwangsumgetauscht und dabei mehr oder weniger im Nennwert herabgesetzt. Die Währungsreform von 1948 gehört zu den bedeutendsten wirtschaftspolitischen Maßnahmen der deutschen Nachkriegsgeschichte.“

aus: Wikipedia

Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Währungsreform Juli 1948: 

 Am 21. Juni 1948  war die große Währungsumstellung von RM (Reichsmark) auf DM.
10 Prozent wird vergütet, aber zuerst gibt es nur ein Kopfgeld an jeden von 20,- DM. Sodann 5 % als Freibetrag von der Sparkassensumme.
Ich sammelte nach dem Umtausch noch RM ein, (für           ) und übernehme halb zu halb für DM 5000,-RM von einem von Lövenich. So retteten wir doch über 1000,- DM. Viel Geld hatte ich in Pappe von Düsseldorf durch Herrn von Anger angelegt und Bretter, die wir einige Monate später bei ihm abholten.
Die Pappe gaben wir später, da wir doch Schiefer bekamen, preiswert ab. Wir fürchteten nun, mit dem Kirchenbau nicht mehr recht vorwärts zu kommen.Doch in einem Jahr waren wir in der fertig gepliesterten Kirche.
Das erste Geld für den Weiterbau war das mir geschenkte erste Monatsgehalt in fester Währung von M. Mülfarth. Sodann gab eine größere Summe Erich von Meer zum Aufbau der Stallgebäude. Die erste Kollekte in DM war für das Priesterhilfswerk.

Anmerkung:

  • „Pappe“ meint „Dachpappe“
  • Die Gehälter der Pfarrer wurden noch von der Gemeinde gezahlt.

Kirchendach provisorisch gedeckt

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| Warten auf Schiefer |

 

Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners: 

Mai 1948
  1. Ich bat um freiwillige Helfer zum Aufnageln der Bretter auf das Dach. Die Bretter schnitt uns mein Kommunionpaar Franz Hilgers aus Lindern. Nicht eben besonders gut auf seinem neuen Gattex (vermutlich Bezeichnung für eine Gattersäge).
    Ein Schreiner aus Ratingen, den uns Herr von Angern, der Bruder der jungen Frau von Meer, schickte, nagelte sie uns drauf und belegte sie mit Pappe, die ich nicht teeren ließ, weil ich auf Schiefer aus Nordenau wartete.

    Nun ist es wohl entscheiden, dass keine Dachziegel gegen den Willen des Kirchenvorstandes und vieler im Dorf draufkommen, trotzdem einer ein Schwein für Dachziegel schenken wollte.

Dachstuhl fertiggestellt

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Im  November 1946 hat der Kirchenvorstand die Arbeiten zur Herstellung des Dachstuhls der Kirche zunächst an den Zimmermann Jansen aus Ralshoven vergeben. Bereits einen Monat später hat der Neffe, Arnold Jansen aus Rheydt-Mülfort, den Auftrag übernommen.

Bericht über die Fertigstellung erfolgt in der Lokalzeitung:

Wiederaufbau des Kirchturms beginnt

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Der Turm wird in insgesamt drei Bauabschnitten wiederhergesellt.
Das erste Drittel erfolgt durch die Rheydter Firma Arnold Jansen bereits im Herbst 1947.

Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners: 

 Juli 1947
  1. Seit dem 23.7. beginnt der Aufbau, und zwar durch die Firma Arnold Jansen aus Mülforth, er selbst ist Maurer und Zimmermann.
    Beginn des Aufbaus der Kirche durch die Firma Arnold Jansen aus Rheydt-Mülforth.
September 1947
  1. Ich rief wieder allwöchentlich zu Hilfsarbeiten  an der Kirche auf: Mo 1-20 (Hausnummern) , Di 20-40, Mi 40-60, Do 60-80, Fr 80-100.
November 1947
  1. Am Kirchweihfest konnte eine Dankandacht gehalten werden, weil der erste Bauabschnitt des Kirchenaufbaus abgeschlossen wurde: Mauerwerk im Schiff und an der Sakristei und ca. 10 Meter vom Turm und Dachgebälk auf dem Schiff. Eine Stunde wurde die Kirche zur Besichtigung geöffnet.
    Darin lagert noch viel Holz.
Dezemebr 1947
  1. Den Kirchenaufbau am Turm stellten wir ein, weil man mit der Firma unzufrieden wurde.
Mai 1949
Siehe:
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