Kreuzwegstationen aus Köln
1. März 1974

In Köln werden die neuen Kreuzwegstationen aus Buntmetallguß angeschafft. Neben den 14 Leidensstationen zeigt eine 15. Tafel die Auferstehung Jesu.
Ortsgeschichte im Spiegel der Zeit
Ortsgeschichte im Spiegel der Zeit

In Köln werden die neuen Kreuzwegstationen aus Buntmetallguß angeschafft. Neben den 14 Leidensstationen zeigt eine 15. Tafel die Auferstehung Jesu.
Pfarrer Joussen schreibt dazu in seiner Pfarrchronik:
Seit dem Auszug des Pfarrverwesers, Herrn Dr. Deden, stand das Pfarrhaus leer und blieb lange Zeit unbewohnt. Lediglich zwei Zimmer, eines zur Straßenseite und eines zur Gartenseite dienten als Büroräume der pfarrlichen Nutzung. Im Frühjahr 1973 sollten drei Patres, die im Auftrage des Landschaftsverbandes als Spezialisten den Drogensüchtigen arbeiteten, dort einziehen. Nach eingehenden Überlegungen wählten die Patres, die in Düren stationiert waren, das Pfarrhaus in Bourheim als ihren Wohnsitz.
Im Juni 1973 wurde mir vom Generalvikariat Aachen mitgeteilt, dass der bereits im Ruhestand lebende Pfarrer Johannes Roderburg von Düren nach Hottorf ziehen werde. Er solle im Pfarrhaus wohnen und sei zur Mitarbeit in der Seelsorge bereit…
Im Sommer 1973 ließ ich am Pfarrhaus verschiedene Reparaturarbeiten vornehmen, um das Haus für den pensionierten Pfarrer möglichst wohnlich zu gestalten. U.a. wurde in der Diele eine Trennwand aus Glas mit einer Durchgangstür eingebaut, um Privat- und Dienstzimmer voneinander zu trennen. … Als schließlich alle Arbeiten beendet waren, konnte Pfarrer Roderburg einziehen. Einige Tage später stellte er sich dem Kirchenvorstand vor.
Leider war sein Aufenthalt in der Pfarre Hottorf jedoch von kurzer Dauer. Infolge einer alten Erkrankung mußte er nach sechs Wochen ins Krankenhaus nach Birkesdorf, … Deshalb entschloß sich Pfarrer Roderburg, Hottorf sofort wieder zu verlassen, um in Düren Wohnung zu nehmen. …
Nun stand das Pfarrhaus wieder leer. Deshalb veröffentlichte ich im Pfarrbrief vom 1.1.1974 eine Notitz, durch welche ich im Einvernehmen mit dem Regionaldekan das Pfarrhaus – außer den beiden zum Garten hin gelegenen Dienstzimmern – als Mietwohnung anbot.
Quelle: Pfarrarchiv, Pfarrchronik Pfr. Joussen
Im Oktober 1973 stellt der Pfarrgemeinderat ein umfangreiches Herbst- und Winterprogramm vor, welches nun durch die neue Räumlichkeit „Jugendheim“ erst möglich geworden ist.
Dieses beginnt mit einem Vortrag für die Frauen über deren Probleme und einem Gespräch mit der Jugend, zu welchen Themen künftig Referenten eingeladen werden sollen.
Es folgen – auch in den nächsten Jahren – weitere Veranstaltungen wie:
in den 1980er Jahre finden viele weiter Veranstaltungen und Kurse im Pfarrheim bzw. Pfarrhaus statt, z.B. Blumen-Stecken, Bastel-, Koch- und Nähkurse, Gymnastik, Krabbelstube für Kleinkinder, Basteln für Kinder (z.B. Palmzweiger, Ostereier bemalen), Flötengruppe, monatliche Fußpflege für Senioren, u. v. m.
Pfr. Joussen schreibt dazu:
Bei meinem Dienstantritt mußte ich bedauerlicherweise feststellen, dass die Pfarrkirche erhebliche bauliche Mängel aufwies. Vor allem waren die Feuchtigkeitsschäden an der Innenseite des Westgiebels ziemlich stark. Auch an der Decke waren Schäden infolge Feuchtigkeitseinwirkung deutlich sichtbar. Ebenfalls war das Dach dringend reparaturbedürftig. Die Beseitigung all dieser Mängel hatte zur Folge, dass auch die Elektroinstallationen neu verlegt werden mußte. Und schließlich war der Innenanstrich der Kirche erneuerungsbedürftig.
…
Als Geld zur Verfügung stand, konnte sofort mit den Reparaturarbeiten begonnen werden. Sie wurden zügig durchgeführt und kamen im Frühsommer 1973 zum Abschluß.
Zusätzlich zu den geplanten und vom Bistum genehmigten baulichen Maßnahmen ließ ich noch einige Ergänzungsarbeiten vornehmen. Die Zwischentür im Eingang wurde durch eine Glastür ersetzt. Die hielt ich für notwendig, weil der Raum unter dem Turm vorher ein abgeschlossener Raum, in dem sich die Männer während des Gottesdienstes aufhielten, getrennt von den übrigen Gläubigen. Hinter der Glastür ist jedoch jeder sichtbar und kann auch selber auf den Altar und den Chorraum schauen.
Ferner ließ ich in die Sakristeimauer einen Tresor einbauen, so daß die Wertgegenstände, vor allem Kelche und Monstranzen nun möglichst diebessicher untergebracht waren.
Quelle: Pfarrachiv, Pfarrchronik Pfr. Joussen