Geschichte

Die Ortgeschichte von Hottorf, eingebettet im Zeitgeschehen der Region und der Welt

Errichtung der Kommunionbank

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| Passend zu den Altären |

Im Jahr 1754 stifteten die von Oidtmann die zu den Altären passende Kommunionbank mir reichem Rocaillewerk.

Die barocke Tauf-Balustrade weist das Allianzwappen des Johann Kaspar von Oidtmann und der Cäcilia von Kessel zu Terbrüggen auf, verheiratet im Jahr 1708.

 

 

Hausbrände im 18. Jahrhundert

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| 7 Häuser brennen nieder, 2 Kinder sterben im Feuer |

Freilich, gerade gegen Brandstifter musste damals scharf vorgegangen werden, denn allzu häufig hören wir aus jener Zeit von verheerenden Bränden, die freilich meist ihre Ursache in dem leichtsinnigen Umgang mit dem Feuer gehabt haben mögen. Deshalb war auch bei schweren Strafen der Gebrauch von offenen Lampen und das Rauchen in Scheunen und Stellungen verboten, des gleichen seit 1757 das Eindecken neuer Häuser mit Stroh. Es brannte fast ständig. Hier nur eine kleine Liste: am 10. Dezember 1752 abends brannten in Hottorf fünf Häuser, eine Scheune und etliche Stallungen nieder. Ebenfalls in Hottorf brannte am 27. Juli des folgenden Jahres, 1753, abends 11:00 Uhr, ein Haus nieder und von einem neuen Haus das Dach ab. Mit verbrannt sind zwei Kühe und was schlimmer war, „zwei Kinder in dem Hause wo der Brand angegangen“. 

Aus Rur-Blumen, Nr. 10 vom 5. März 1927, Unsere Heimat im Spiegel eines Tagebuchess von Adolf Fischer 

Siehe auch: Flurnamen und deren Geschichte

 

Errichtung der barocken Altargruppe

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| Stiftung vom Kannonikus von Oidtman |

Die dreiteilige Altargruppe in einfachen Barockformen wird von Peter Christopher von Oidtman damals Kanoniker der Kollegialkirche Beata Maria Virginis in Jülich gestiftet. 

Der Muttergottesaltar mit einer Madonnenstatute und dem Wappen von Oidtmann dem geschweiften Aufsatz trägt die Inschrift „J. J. VON OIDTMANN, CANNONICUS JULIACENSIS“. Der Stifter ist J. J. Oidtman, ebenfalls Kannoniker in Jülich.

Der Georgiusaltar mit der Statue des Hl. Georg trägt dieselbe Inschrift.

Die Oidtmans saßen zwei Jahrhunderte auf auf dem Horrichhof in Hottorf (bis 1839). Ihr Adelsstand wurde durch Königlich-Preußische Kabinettorder vom 11.06.1838 anerkannt.

 

 

 

Wappenfenster mit Inschriften

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| Stiftung von Major von Oidtmann aus Berlin |

Die Kapelle (Kirche) erhält mehrere Wappenfenster mit Inschriften. 

Zwei Fenster werden vom Major von Oidtmann in Berlin gestiftet. Das eine mit der Inschrift „LUCEAT IN SOLO FRANCISKUS WILHELMUS OIDTMANN. LUCEAT IN POLO MARIA ELISABETHA OIDTMANNS. LUCEAT IN SOLO ET IN POLO AMBORUM PROGENIES, QUORUM EXPENSIT HIC ET HAEC FENESTRA ANNO 1750 POSITA“.

Das andere ohne Wappen mit der Inschrift: “ADMODUM REFERENDUS DOMINUS DOMINUS PETRUS CHRISTOPHORUS OIDTMANN, ECLISIAE COLLEGIATAE BEATAE MIRIAE VIRGINIS JULIAC. CANONICUS, DONUM DEDIT 1752”.

 

 

Treueid zum Kurfürst

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| Huldigungliste 1730/1731 |

Karl Philipp, Kurfürst von der Pfalz, von 1716 bis 1742 als Herzog von Berg Nachfolger seines Bruders Johann Wilhelm II. (Jan Wellem), hatte für den Fall seines kinderlosen Ablebens seinen Bruder Franz Ludwig, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, als seinen Nachfolger auserkoren und deshalb mit Erlass vom 21.7.1730 eine Eventual-Erbhuldigung angeordnet. Eine Beamtenkommission zog durch die Städte und Dörfer des Landes und die männlichen Haushaltvorstände mussten vor den Kurfürstlichen Gesandten den Treue-Eid leisten. Darüber wurden Namenslisten erstellt, die sogenannten Huldigungslisten.
 
Die Listen sind keine exakte Bevölkerungsaufnahme, weil nur die männlichen Haushaltungsvorstände den Treue-Eid leisteten und schriftlich erfasst wurden. Daher finden sich nur die Familienoberhäupter, falls der Ehemann gestorben war, auch dessen Witwe. Kinder werden dort nicht genannt.

Im Herzogtum Jülich zum Beispiel finden sich in diesen Listen nur die Dorfbewohner, aber keine Adligen und auch keine Pfarrer

Diese Listen hat das Landesarchiv NRW Rheinland digitalisiert und Online gestellt, auch für Hottorf (als Teil vom Amt Boslar):

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