Maar wird erneut entschlammt
19. April 1967
| Ereignis des Jahres |
Die Schulchronik hält fest: „Das Ereignis des Jahres ist unzweifelhaft die Entschlammung der Maar, die dann hoffentlich eine Zierde des Dorfes wird. Die Kosten werden sich voraussichtlich auf mindestens 30.000 DM belaufen. Der Schlamm wird mit Lastwagen auf Felder befördert und kann endlich mal als Dünger einen nützlichen Dienst erfüllen. Das Aachener Minenräumkommando hat gefährliches Kriegsmaterial (Minen, Karabiner, …) gefunden. Außerdem sind Mauerreste entdeckt worden. Es bleibt noch festzustellen, aus welcher Zeit sie stammen und zu welchem Gebäude sie gehörten.“
Die Lokalzeitungen berichten:


Die Aussage der ersten Entschlammung seite menschengedenken ist falsch, den schon 1923 wurde die Maar entschlammt, siehe Beitrag: Entschlammung der Maar
Im Anschluss ist der Parkstreifen entlang der Georgstraße und zwar zwischen „Trafohäuschen“ und Straße „An der Maar“ entstanden. Später ist die Maar nochmal für die heutige Fläche des Spielplatzes reduzirt worden..
Erster Besuch der Schule in Gevenich
5. Dezember 1966
| Neue Schulordnung tritt in Kraft |
Am 5. Dezember 1966 wurden die Kinder des neunten Schuljahres aus Hottorf zum ersten Mal mit anderen Kindern aus verschiedenen Dörfern in Gevenich unterrrichtet. Damit trat eine neue Schulordnung in Kraft, der die Schule zu Hottorf ein Jahr später zum Opfer fiel.
Quelle: Schiffer
Schülerinnen und Schüler des Ortsteils Hottorf im Jahr 1966 vor dem Schulgebäude in Gevenich
Abgebildet sind:
33: Lehrer Toussaint, Gevenich
35: Ortsvorsteher Erich von Meer, Hottorf
Dechant Reiners – 25-jähriges Ortsjubiläum
2. Februar 1966
Dechant Reiners ist seit 25 Jahren Hottorfs Pfarrer. Als Geschenk stiftet die Gemeinde die Altarwand am Maria-Hilf Bild.
Die Jülicher Zeitung berichtet:
„In seiner Dankesrede zum Abschluß des silbernen Ortsjubiläums brachte Dechant Reiners zum Ausdruck, daß ihm dieser Tag gezeigt habe, wie sehr stark der Zusammenhang unter der Hottorfer Bevölkerung sei und wie sehr auch diese Gemeinde an ihm, ihrem Pfarrer hänge.
Das hatte man wirklich an diesem Tage gespürt, nicht zuletzt aber konnte man es in Ziffern ablesen. Die Gemeinde hat nämlich eine hohe Summe aufgebracht, um den Wunsch des Pfarrers zu erfüllen, der sich jedes persönliche Geschenk verbat, statt dessen anregte, etwas für die Ausschmückung der Dorfkirche zu tun. Man beauftragte daraufhin den Kirchberger Holzbildhauer Esser und den Jülicher Schreinermeister Oster, die 1963 auch die Altäre wieder hergestellt haben, unter der Orgelbühne als Rahmen für das dort hängende Mariahilfbild eine wertvolle Altarwand zu schaffen. Das Werk ist zwar bereits zum eigentlichen Gedenktag der Pfarrereinführung vor 25 Jahren, zum 2. Februar fertig gewesen. Die Enthüllung aber wurde in der Nachmittagsandacht beim jetzigen Festtag vorgenommen. Dechant Reiners, der über das prächtige Geschenk sehr gerührt war, nahm selbst die Segnung der neugeschaffenen Marienstätte vor.“
Das Altarbild wurde bei der Renovierung im Jahr 1987 in den Eingangsbereich verlegt.