Pfarrchronik Reiners

Ein- und Ausgaben zum Wiederaubau der Kirche

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| überschrift |

offen: Formatierung überarbeiten

Am Kirchweihsonntag gab ich eine Übersicht über die Leistungen zum Kirchbau. (vom 1.7.48 – 1.11.50).

Beihilfen:

1945 Der Bischof Wilhelm Berning von Osnabrück 8.000,- RM (5.000,-  behielt er für sich 13.000,- RM betrugen die Kollekten meiner Tätigkeit in dem Kreis Grafschaft Hoya https://www.grafschaft-hoya.de/ vom Dezember 44 bis Ende August 1945).
Am 18.3. 1948 vom Bistum Aachen 8.000,-.
Aus dem Wohnungsnotprogramm

1947: 1297,97 RM und am 11.5.1948: 8.184,40 RM.

Darlehen: 2000,- RM vom Bistum Aachen und 2.400,- RM vom Kreis Jülich.
1800,- RM brachten die in der Flurgasse verkauften Parzellen an Kremer und Gertrud Schmitz ein.
 An Hauskollekten kamen ein:

1945: 3.130,-,
1946: 6.591,-
1947: 5.562,-
1948: 5.949,20 RM,,
1948: 1.140,65 DM,
1949: 2.355,75 DM,
1950: 1.153,45 DM.

Eine Verlosung erbrachte

750,- DM. Kraut:
548,60 DM, Rüben: 
420,- Holz:
1214,30, Kartoffel:
340,-, Pappe:
391,-DM  , Stroh
175,-DM, Blei
176,75 DM,
Kamillen 96,70 DM, 
Verschiedenes 385,25,

  1. Messen 731,-,

Zinsen und Abwertung 1.520,48;

Geldspenden 4.217,64; darunter 1.903,04 DM für die Kirchenfenster bestimmt,

Kollekten 554,73 DM.

 

Ausgegeben wurden für den

Dachstuhl 934,96 DM.
Schiefer und Transport 2523,10,
Auflagen des Schiefers 1075,10,
Dachrinnen 1067,35,
Putzerarbeiten 3785,22,
Lichtanlage 1033,25,
Orgelbühne 803,85,
Portal 600,-,
Mitteltür 305,89,
Beichtstuhl 339,95,
Kirchenbänke 1044,10,
Sakristei 691,45.
Turm, zweiter Bauabschnitt 1395,83,
dritter Abschnitt 2736,51.,
Friedhof 297,51,
Glocken 311,50,
Kreuzwegstationen 100,-,
Fenster 1931,84 (von 10 Leuten geleistet)
Dazu kämen 7700,-DM Auslagen für Pastorat und Vikarie.

Erste Hl. Messe im wiederhergestellten Gotteshaus

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| Kirchendach nun fertig gedeckt |

Das zunächst mit Dachpappe provisorisch gedeckte Kirchendach wird nun in blauem Schiefer fertig gedeckt. 

Durch die Bemühungen von Pfarrer Reiners konnten zwei Autoladungen aus Westfalen herangebracht werden.

Das Photoalbum zum Wiederaufbau der Kirche zeigt die Arbeiten am Aufbau des Kirchtenturm und das geschmückte Innere der Kirche zur Erstkommunion am 26. Mai 1949.
(Quelle: Pfarrarchiv)

| Erstkommunion 1949 |

Am 26. Mai 1949 kann die erste heilige Messe in dem wiederhergestellten Gotteshaus gefeiert werden. Dabei wird 10 Jungen und 5 Mädchen die erste Hl. Kommunion ge­spen­det.

Mai 1949 auf dem Innenhof Gut von Meer

Siehe auch:

Kirchendach provisorisch gedeckt

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| Warten aaf Schiefer |

 

Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners: 

Mai 1948
  1. Ich bat um freiwillige Helfer zum Aufnageln der Bretter auf das Dach. Die Bretter schnitt uns mein Kommunionpaar Franz Hilgers aus Lindern. Nicht eben besonders gut auf seinem neuen Gattex (vermutlich Bezeichnung für eine Gattersäge).
    Ein Schreiner aus Ratingen, den uns Herr von Angern, der Bruder der jungen Frau von Meer, schickte, nagelte sie uns drauf und belegte sie mit Pappe, die ich nicht teeren ließ, weil ich auf Schiefer aus Nordenau wartete.

    Nun ist es wohl entscheiden, dass keine Dachziegel gegen den Willen des Kirchenvorstandes und vieler im Dorf draufkommen, trotzdem einer ein Schwein für Dachziegel schenken wollte.

Wiederaufbau des Kirchturms beginnt

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Der Turm wird in insgesamt drei Bauabschnitten wiederhergesellt.
Das erste Drittel erfolgt durch die Rheydter Firma Arnold Jansen bereits im Herbst 1947.

Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners: 

 Juli 1947
  1. Seit dem 23.7. beginnt der Aufbau, und zwar durch die Firma Arnold Jansen aus Mülforth, er selbst ist Maurer und Zimmermann.
    Beginn des Aufbaus der Kirche durch die Firma Arnold Jansen aus Rheydt-Mülforth.
September 1947
  1. Ich rief wieder allwöchentlich zu Hilfsarbeiten  an der Kirche auf: Mo 1-20 (Hausnummern) , Di 20-40, Mi 40-60, Do 60-80, Fr 80-100.
November 1947
  1. Am Kirchweihfest konnte eine Dankandacht gehalten werden, weil der erste Bauabschnitt des Kirchenaufbaus abgeschlossen wurde: Mauerwerk im Schiff und an der Sakristei und ca. 10 Meter vom Turm und Dachgebälk auf dem Schiff. Eine Stunde wurde die Kirche zur Besichtigung geöffnet.
    Darin lagert noch viel Holz.
Dezemebr 1947
  1. Den Kirchenaufbau am Turm stellten wir ein, weil man mit der Firma unzufrieden wurde.
Mai 1949
Siehe:

Aachener Friedenskreuz getragen

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| 150 kg schwere Kreuz |

Quelle: Kirchenzeitung Aachen

„1947 wollten Krefelder Kriegsheimkehrer ein Zeichen der Buße und des Willens zur Versöhnung setzen. Aus dieser Initiative entstand ein 150 kg schweres Kreuz, mit dem Gesicht des leidenden Christus, geschaffen von Anton Wendling. Mit dem Aachener Friedenskreuz zogen katholische Männer, Gruppen, Verbände durch die Diözese. Bis in die 1960er Jahre hinein überbrachten Dutzende Wallfahrten im In- und Ausland eine kraftvolle Botschaft für Frieden und Verständigung. Das Kreuz war Ausgangs- und Mittelpunkt für zahllose Gebete, Gottesdienste, Versammlungen.“

aus: Bistum Aachen

Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Friedenskreuz

Juni 1947
  1. Am Herz-Jesu-Fest, dem 13. Juni, holten wir das schwere Kreuz, dass vier Männer tragen mussten, um halb acht an der Lövenicher Pfarrgrenze ab. Eine Minute Schweigen und Vater unser für Deutschland. Die jungen Männer – Frauen waren bei der Prozession ausgeschlossen und Kinder bis zu 17 Jahren- trugen es: Zuerst Schmitz Johann, Schürkens Jakob, Krieger Hubert und Willi. Dann Josef Schiffer-Schulte, Lorenz August, Krafft Christian, und Lieven Friedrich. Endlich Bauch Julius und Mülfarth Hubert, und noch zwei andere. So groß war das Kreuz, dass wir es nur umgekehrt in die Kirche bekamen. Ich war froh, dass es uns in der Größe und Schwere gezeigt wurde. Die Kreuzpredigt hielt Herr P. Hülsbusch.
  1. Am 14.6. kam Ralshoven bis hier und wir brachten es gemeinsam über Ralshoven Gevelsdorf entgegen, das es am Kirmeszelt vorbei nach Hasselsweiler trug. Von uns trugen es Anton und Josef Schiffer, Krafft Christian, und Honold Wilhelm. Sodann Krieger und Dahmen Hubert, Franz Mütz und Lieven.
August 1947
  1. Am 29. Sept. in Aachen Männerschlusskundgebung nach dem Kreuzrundtragen. Wenige von hier fuhren hin.

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