Geschichte

Die Ortgeschichte von Hottorf, eingebettet im Zeitgeschehen der Region und der Welt

Wappenfenster werden durch Hagelschlag zerstört

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| Starke Unwetter |

Wie die Zeitung Rur-Blumen am 1. Oktober 1938 über die Hottorfer Kirche berichtet, werden die Wappenfenster im Jahr 1875 durch Hagelschlag derart beschädigt, dass sie durch andere einfachere, ersetzt wurden.

Foto ist Teil einer Postkarte aus dem Anfang des 20. Jhd.

 

 

Erste Petroleumlampe aus Aachen

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| Zeitalter der Technik bricht in Hottorf an |

Josef Honold bringt die erste Petroleumlampe aus Aachen nach Hottorf.

Die erste Petroleumlampe war angekommen. Heinrich Josef Honold ( geb. 1823, gest. 1875 ) hatte dieselbe von einer Geschäftsreise aus Aachen mitgebracht. ( Er war Fuhrmann und verkaufte in Aachen Getreide, Kartoffeln, Raps und dergleichen. Auf der Heimfahrt fuhr er über Alsdorf, um dort Kohlen zu laden, die er dann in seinem Geschäft in Hottorf verkaufte. ) Diese Lampe wurde nun zuerst von der Nachbarschaft bestaunt und am zweiten Abend war das ganze Dorf versammelt, um das neue Licht zu bewundern. (Bis dahin hatten die Hottorfer nur Öllicht gekannt.) Um eventuellen „Explosionen“ zu begegenen, stand bei der ersten „Inbetriebnahme“ derselben ein Eimer Wasser unter dem Tisch.

Quelle: Schiffer

Gründung des Männergesangsvereins

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| Liederkranz |

Am 01. Mai 1863 wird der Männergesangverein „Liederkranz“ gegründet. Der Verein bestand bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges.

Im Oktober 2023 hat der Männergesangvereins Laetitia 1881 e.V. einen Auszug seiner Chronik veröffentlicht, wobei der Hottorfer MGV mehrmals Erwähnung findet: 

  • 1888:

    In treuem Zusammenhalt mit dem Bruderverein Liederkranz Hottorf sang der Verein mit demselben dem Herrn Bürgermeister Aretz in Gevelsdorf zum 25-jährigen Dienstjubiläum am 17. Februar ein Ständchen. Ebenso beteiligte sich der Verein durch Gesangsvorträge und Festrede des Herrn Mühlfart am Jubiläum des hl. Vaters Papst Leo XIII und erwiderte den Besuch des Gesangvereins Hilurin Borschemich, bei dessen Fahnenweihe am 27. Mai und nahm teil am 25-jährigen Bestehen des Gesangvereins Liederkranz Hottorf.

  • 1890:

    Besonders eifrige Sänger waren Wilhelm Lang und Leonhard Schiffer, welche, trotzdem sie in Müntz bzw. in Hottorf in Stellung waren, bei keiner Theaterprobe fehlten und den Weg nach Hasselsweiler nicht scheuten, um bei ihren Sangesbrüdern zu sein. Als Leonhard Schiffer* in Hottorf heiratete, brachte der Verein ihm ein Ständchen. Wilhelm Lorenz hielt im Birnbaume eine Rede, machher hatte die junge Frau alle Mühe, ihren Mann in Hottorf zu halten. Er wollte unbedingt mit den Kollegen wieder nach Hasselsweiler gehen.

  • 1923: Auch wurden Konzerte in Gevelsdorf, Hottorf und Müntz besucht, wo der Dirigent auf einem Konzert, laut Kassenbuch 12.000 Mark für Bier und Zigaretten erhielt. Das Lied „Hänsel und Gretel“ kostete am 1. August 118.704 Mark.

  • 1925: Der Verein besuchte in diesem Jahre die Fahnenweihen und Sängertreffen in Tetz, Hottorf und Titz.
14. Juni 1925 Fahnenweihe des MGV Hottorf, August Brack (nachkolioriert))

* Anmerkung des Chronisten: Der genannte Leonard Schiffer taucht im Trauungsbuch von Hottorf im Jahr 1890 nicht als Bräutigam auf, sondern als Trauzeuge der Paares Franz Maintz aus Hasselsweiler und Anna Jülicher aus Hottorf (oo 16.11.1890).  

siehe auch Beitrag: 

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