Geschichte

Die Ortgeschichte von Hottorf, eingebettet im Zeitgeschehen der Region und der Welt

Pfr. Rosellen stirbt nach knapp 15-jährigem Dienst

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Am 6. Januar entschläft Pfarrer Rosellen nach knapp 15-jährigem Dienst in Hottorf. Der kranke Pfarrer Anton Heinrich Schmitz tritt seine Nachfolge an, in der Hoffnung auf eine weitere Gesundung in Hottorf. 

Diese Erwartungen werden nicht erfüllt. Er stirbt am 20. Juli 1912 nur vier Jahre nach seiner Amtseinführung am 25. April. 1906. In dieser Zeit wird die Hl. Messe von Patres zelebriert. 

Erste Bank in Hottorf

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| Auf Initiative des Bauernvereins |

Von den … Vereinen möchte ich an erster Stelle den „Bauernverein“ nennen. Dieser wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegründet. Auf Initiative der Bauern wurde bereits im Jahre 1906 die erste „Bank“  in Hottorf eröffnet ( Spar – und Darlehenskasse)

Quelle: Schiffer

Später gibt es auch eine Filiale  der Volksbank Jülich in Hottorf, ein Hinweis auf die Wohlhabenheit der Bevölkerung.

Bau des Vikariehauses

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Das sogenannte „Vikariehaus“ wird um die Jahrhundertwende gebaut. Heute trägt es die Hausnummer 13 in der Georgstraße (Familie Blau). 

Die Baukosten betragen 2.200 Thaler, die ebenso wie die Kosten für die Orgel in Höhe von 2.100 Thalern durch freiwillige Spenden finanziert werden.

Laut Rur-Blumen „Während des Zeitraumes von 1848-1861 im Kreise Jülich ausgeführten kirchlichen Bauten“ ist dort das Vikarigebäude aufgeführt.

Als das Haus nicht mehr von den Vikaren bewohnt wurde, vermietete der Kirchenvorstand dieses Haus.

Bis zum Bau eines Jugendheimes im Jahre 1972 war in dem Vikariegebäude die Bücherei untergebracht.

Siehe auch Beitrag:

 

Zur Währungsangabe in Thaler:

Der T(h)aler ist eine alte Silbermünze bzw. Währungseinheit in vielen deutschen Staaten.Der Taler entstand im 16. Jahrhundert aus den sogenannten „Guldengroschen“ (u. a. Joachimstaler) und verbreitete sich danach im ganzen Heiligen Römischen Reich und darüber hinaus. Er blieb in Deutschland – zuletzt als Vereinstaler – bis zur Reichswährungsreform nach 1871 in Gebrauch und wurde erst 1907/1908 endgültig aus dem Zahlungsverkehr genommen, als die Mark alleinige Währung wurde.

Staatsgehalt für Pfarrer Rosellen

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Im 19. Jahrhundert gab es in Preußen ein festes Staatsgehalt für Pfarrer, da die Kirche und der Staat eng miteinander verbunden waren.

  • Ab 1817 gab es die „Evangelische Kirche in Preußen“, die vom Staat organisiert und finanziert wurde.
  • Auch katholische Priester erhielten ein Staatsgehalt, da Preußen nach den Eroberungen im Rheinland und Westfalen große katholische Gebiete hatte.

So erhielt auch Pfarrer Rosellen ein Staatsgehalt, das der Bürgemeister bewilligt hat:

Wortlaut der Urkunde No. 692 vom 04.06.1892:

Euer Hochwürden benachrichtige ich im Auftrage der königliche Regierung durch Verfügung von 24. Mai cur. II 2293 Ihnen aus Gründen der Billigkeil vom 1. April d. Jahres ab ein Staatsgehalt von 400 Mk, zahlbar vierteljährlich postnumerando bewilligt hat.

Der Bürgermeister von Hottorf
Aretz

 Quelle: Pfarrarchiv Urkundenbuch 1751-1966, Nr. 53

Siehe:

 

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