Geschichte

Die Ortgeschichte von Hottorf, eingebettet im Zeitgeschehen der Region und der Welt

Ortsschild Gemeinde Hottorf Amt in Müntz

Logo Hottorf ohne Schrift

| Am Ortseingang gegenüber der Kirche |

Alte Briefverschlussmarke aus Papier, welche seit ca. 1850 von Behoerden, Anwaelten, Notaren und Firmen zum verschliessen der Post verwendet wurde.

Das Amt Hottorf war 1932 eine Verwaltungseinheit im Kreis Jülich (Regierungsbezirk Aachen, Rheinprovinz Preußen) mit Sitz in Müntz. Der Bürgermeister hieß Vaasen, das Amt umfasste ca. 3.620 Einwohner (überwiegend katholisch), 3.620 ha Fläche und Orte wie Boslar (831 Einw.), Gevelsdorf u.a. Einrichtungen umfassten Pfarrämter, Volksschulen, Postämter, Polizei, Feuerwehr und Genossenschaften; Hottorf hatte eine Eisenbahnstation bei Tetz. 

Ortsschild am Haus Gegenüber der Kirche - Text: Regbez. Aachen, Krs. Jülich, Bürgermeisterei Hottorf, Amt in Müntz, Gem. Hottorf

Zum Amt Hottorf im Kreis Jülich gehörten (um 1932) folgende acht Gemeinden mit ihren Einwohnerzahlen (überwiegend katholisch).

Gemeinde / Einwohner (ca.) / Fläche (ha) / Gemeindevorsteher / Bemerkungen:
Boslar / 831 / 697 / Müller / Pfarramt kath., Eisenbahnstation Tetz
Gevelsdorf / 393 / 508 / Mütz / Pfarramt kath.
Hasselsweiler / 593 / 471 / Wirtz / Pfarramt kath., Arzt
Hompesch / 177 / 228 / Aretzweiler /
Hottorf / 495 / 554 / Reiners / Pfarramt kath., Post, Feuerwehr
Müntz / 513 / 435 / Holtz/ Amtssitz, Polizeistation
Ralshoven / 173 / 316 / Mütz /
Tetz / 445 / 301 / Esser / Eisenbahnstation

Gesamt:3.620 Einwohner, 3.620 ha, Sitz Müntz (Bürgermeister Vaasen)

Haus Kolonialwarenhandel Lieven

Das Ortsschild befand sich am heutigen Haus Georgstraße 1 direkt gegenüber der Kirche. Das Geschäft „Drogen- und Kolonialwaren von Joseph Lieven“ (weißes Schild links neben der Haustür) war typisch für die 1920er/1930er Jahre in ländlichen Dörfern, wo Kolonialwaren (Kaffee, Gewürze, Tee) und Drogerieartikel verkauft wurden.

Foto um 1932, Quelle: Brack

Abgebildet sind (v. l. n. r.):
Agnes Lieven geb Kaul (1896-1983), Josef Lieven (1998-1944), NN 

Gründung des heutigen Bistums Aachen

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| Peter Vogt wird neuer Bischof |

Grundlage für die Wiedererrichtung des Bistums Aachen in seiner heutigen Zirkumskription wurde das 1929 zwischen dem Hl. Stuhl und dem Freistaat Preußen geschlossene Konkordat, das von Nuntius Eugenio Pacelli (dem späteren Papst Pius XII.) und vom preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun am 14. Juni 1929 in Berlin unterzeichnet wurde.

Es folgten am 13. August 1930 die Päpstliche Bulle „Pastoralis officii Nostri“ und das „Dekret des Apostolischen Nuntius in Deutschland betr. Domkapitel und Cirumscripto der Diözese Aachen“ vom 31. August 1930.

Damit war der altehrwürdige Dom zu Aachen wieder Kathedralkirche geworden. Und am 25. März 1931 schließlich wurde Joseph Heinrich Peter Vogt, zuvor Dompropst und Generalvikar in Köln, als Bischof in Aachen eingeführt (+ 5.10.1937).

Patronin des Bistums Aachen ist die Gottesmutter, Titularfest der 15. August, Mariä Himmelfahrt. 

Weltmission 1930

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In regelmäßigen Abständen wird für die Anliegen der Mission gebetet, so auch 1930 vom 11. bis 18. Mai

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