Boslar

25-jähriges Priesterjubiläum Pfarrer Philippen

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| Dank für Wirken und Ausdauer |

Erinnerung an das Silberne Priesterjubiläum von Heinz Philippen am 11. Juli 2011

Die Jülicher Nachrichten berichten von der Fest- und Dankmesse zum 25-jährigen Ortsjubiläum in Boslar und Hottorf:

„Danke für dieses Geschenk und Danke an alle, die mit mir und für mich beten und so mein Priestersein stützen“, sagte Pfarrer Heinz Philippen anlässlich der Messfeier zu seinem silbernen Ortsjubiläum.

Foto Kròl - Jülicher Nachrichten

1961 in Gevenich geboren, absolvierte der Geistliche sein Abitur im Haus Overbach und begann kurz darauf sein Studium der Theologie und Philosophie in Bonn und Regensburg. 1985 wurde er in Übach-Palenberg zum Diakon geweiht und empfing ein Jahr später in Aachen die Priesterweihe. Bis 1990 war er als Kaplan in St. Bonifatius Düren tätig und kam am 15. Oktober 1990 nach Boslar. Gleichzeitig übernahm er auch die Pfarre in Hottorf. 1999 kam noch Tetz hinzu, 2008 Floßdorf und Glimbach und seit 2010 ist er Leiter der GdG Aldenhoven/Linnich.

Sein Ortsjubiläum wollten die Hottorfer und Boslarer Christen nicht unbeachtet verstreichen lassen und feierten mit ihrem Pastor eine Fest- und Dankmesse. Herzlich hieß Josef Lieven, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender der Pfarrei St. Georg Hottorf, die Gläubigen in der Pfarrkirche St. Gereon willkommen. Er ging kurz auf die Geschichte der beiden Pfarren ein und auf die Bedeutung, die ein Dorfpfarrer einst hatte. Vieles, so sagte er, habe sich geändert, doch Pfarrer Philippen habe sich viele Eigenschaften eines Ortspfarrers bewahrt. „Du bist immer noch präsent. Wir danken für deine Ausdauer, deinen Einsatz und dein Wirken vor Ort. Die Freude und der Dank sollen an erster Stelle stehen“, schloss er seine kurzen Ausführungen.

Auf die Eucharistie, die Gottes Sohn durch seine Menschwerdung und seinen Tod am Kreuz schenkte, ging der Jubilar in seiner Predigt ein. „Das Geheimnis der Eucharistie ist ein Geschenk, ein Schatz des Glaubens, dem wir uns mit Ehrfurcht zuwenden müssen“, erklärte er und ergänzte noch: „Die Eucharistie ist die Brücke zwischen damals und heute“.

Im Anschluss an die Festmesse, die der Kirchenchor Boslar gestaltete, sprach Gerd Langenberg vom Kirchenvorstand Boslar noch ein Dankwort und lud alle Gottesdienstbesucher zu einem Umtrunk ins Pfarrheim ein.

Ehrendechant Joussen geht in den Ruhestand

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| Pfarrverbund Boslar - Hottorf - Tetz entsteht |

Nach 35 Jahren im Dekanat Linnich geht Ehrendechant Heinrich Joussen zum 1. Oktober 1999 in den wohlverdienten Ruhestand.

Bericht dazu im Pfarrbrief:

Abstimmung über Schulform

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| Eltern stimmen ab |

Im März 1946 stimmen Eltern über die künftige Schulform ab. Neben der konfessionellen katholischen Schule, für die die Hottorfer sich entscheiden, steht noch die „Einheitsschule“ zur Wahl.

Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Abstimmung zur katholischen Schule: 

März 1946

  1. Am Tag der heiligen Gertrud musste ich das Hirtenschreiben ………. Einwilligung der konfessionellen Schule auf Wunsch der abstimmenden Eltern verlesen.
    Das Abstimmungsformular ist sehr kompliziert. St. Bürokratius hat Pate gestanden. Fast könnte es erscheinen, als ob die Tatsache, dass, wenn keine Eltern für diese Schule abstimmen, die Sammelschule kommt, eine Bevorzugung der Sozialisten bedeutet, die ja die „Einheitsschule“ wünschen. Die alten Mätzchen werden wieder aufgewärmt: Es gibt kein mathematisches Rechnen, keinen katholischen Fußball usw. . Es gibt aber wohl einen Katholiken, der rechnet und Fußball spielt. Aber solche Antworten weiß das verblüffte Volk oft nicht zu geben.
    Es ist wohl kein Zweifel, dass sich Hottorf zu einhundert Prozent für die konfessionelle katholische Schule entscheidet.
    Schroeder in Palenberg hat nicht die Hoffnung, dass bei ihm die Mehrheit dafür ist. In den Städten werden wir wohl Inseln minderer Religiösität erhalten. Religionsunterricht soll auch noch in den Sammelschulen sein. Auch die Evangelischen setzten sich für die religiöse Schule ein. Interessant der Brief des Amtsbruders „der anderen Fakultät“ des Pfarrer Fehsenfeld von Marklohe dazu. Im Herbst war er noch dagegen, auch die niedersächsische Splitterpartei wird sich dafür einsetzen, wie Pfarrer Stegemann von Magelsen schrieb.
  1. Zum letzten Teil des Hirtenbriefes sprach ich ernste Worte zur Not der Zeit. Nach dem Hochamt verteilte Lehrer Schulte die Abstimmungsformulare, deren Kopf er ausfüllte. Viele füllten ihn sofort aus.
    Auf dem …  in Rödingen hieß es, dass die Militärregierung an den Bischof herangetreten sei, die Schulabstimmung bis nach den Wahlen zu verschieben. Er lehnte in fünf Sätzen dieses Entgegenkommen gegen Sozialisten und Kommunisten ab, denen es natürlich hier unangenehm ist, gegen die konfessionellen Schulen Stellung nehmen zu müssen.
    Mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen sind ungültig, weil die Unterschrift in Blockschrift geleistet worden war.
  1. Eine Kalamität ist das mit den Schulabstimmungsformularen bzgl. Blockschrift der Adresse des Abstimmenden und Zeugen und der Unterschrift dieser Leute. Man staunt auch sonst bei der Durchsicht der Zettel über die Dummheit und die Unbeholfenheit der Leute. Noch drei Familien sind im Rückstand mit der Willenserklärung. Wenn die Behörde kleinlich ist, kommen nicht die vom Bischof erwarteten 90-94 Prozent heraus, besonders, wo die Sozis und Kozis so Gegenpropaganda machen.

    Immer mehr Kofferer Kinder kommen nach hier zum Unterricht. Jetzt vielleicht schon 25.
    In Kofferen und Boslar ist bisher noch immer kein Schulunterricht. Also fast zwei Jahre lernten die Kinder nichts.
  1. Einstimmig stimmten die Eltern für die katholische Schule.

Truppen sammeln sich im Hottorfer Feld

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| Bereit zum Vorstoß auf den Rhein |

In der Nacht zum 25. Februar sammeln sich Amerikanische Truppenteile auf dem Feld hinter Hottorf in Richtung Lövenich, um verstärkt über Erkelenz nach Mönchengladbach vorzugehen.

Während das 405. Infantrieregiment nach der Einnahme von Hottorf schon seit dem Nachmittag des Vortages dort ausharrt, bricht das 406. Regiment um 4:00h in Boslar auf und erreicht Hottorf gegen 9:00h. Über Nacht wurde das 701. Panzerbataillon wieder mit Material aufgestockt und ebenso rückte das 771. Panzerjäger-Bataillon von Linnich nach. Als weitere Verstärkung nimmt am frühen Morgen auch eine flexible Kampfeinheit der US-Panzerdivision (Combat Command B der 5th Armored Division) den Weg durch Hottorf. Dabei handelt es sich um eine kombinierte Kampfkraft aus Panzern, Panzergrenadieren und Artillerie. Das 407. Infantrieregiment hatte die Nacht in Höhe „Dingbucher Hof“ verbracht und greift am Morgen Lövenich an, das sie gegen 9:45 erreichen.

Jeglicher Nachschub von Benzin- und Munition erfolgte über die wenigen Brücken und erzeugte einen starken Straßenverkehr über die Wege, die erst einen Tag zuvor freigekämpft wurden. Für einen Lkw bedeutete eine Fahrt zurück zum Nachschub und Rückkehr zum Regiment 24 Stunden. So führte auch der Weg der 102. Nachschubkompanie durch Hottorf, um bei dem Kampf um Lövenich die Panzer direkt auf dem Schlachtfeld zu tanken.

 

Frontlinien der Operation Grenade aus Februar und März 1945
Frontlinien der Operation Grenade aus Februar und März 1945

Detaillierte Beschreibung übersetzt aus dem Kapitel 11 „Clearing the path to the Rhine“ von  With the 102d Infantry Division trough Germany, siehe Bücher mit Bezug zu Hottorf

Am  Montag, dem 25  Februar

Rechts wurde der Angriff um 0900 Uhr von Hottorf aus durch das 406th Infantry wiederaufgenommen, das frühmorgens von Boslar nach Norden durch das 405th Infantry marschiert war. Das 405th hielt die Linie Hompesch–Ralshoven, um die rechte Divisionflanke zu sichern (siehe Karte 15). Das 2. Bataillon des 406th Infantry links rückte rasch vor, nahm Klein Boslar um 0933 Uhr und Katzem um 1010 Uhr. Die Angriffsformation bestand aus Company F rechts und Company G links. Ein Zug schwerer Maschinengewehre von Company H war jeder Angriffskompanie zugeteilt. Company A des 701st Tank Battalion hatte je einen Zug bei den Kompanien. Elemente des 771st Tank Destroyer Battalion waren ebenfalls dabei.

Die übliche Angriffsmethode über offenes Gelände sah enge Zusammenarbeit von Infanterie und Panzern vor. Kleine Infanteriegruppen wurden jedem Panzer zugeteilt mit der Anweisung, ihn nie zu verlassen und ihre Aktionen zu koordinieren. Dieses System funktionierte perfekt.

Beim Angriff auf Katzem pinnte eine feindliche Infanterietasche östlich des Ortes mit automatischen Waffen die Infanterie fest, bis sie durch Panzerfeuer zerstreut wurde. Der Vormarsch wurde nach Heranziehung der unterstützenden Panzer und neun Salven 155-mm-Haubitzenfeuer des Korps auf der rechten Flanke fortgesetzt. Bis 1130 Uhr waren 1500 Yards vorangekommen und zwei Hausgruppen gesäubert. Zwei feindliche Panzer wurden durch Bazookafeuer zerstört. Um 1245 Uhr wurde Eichof durch ein brillantes Manöver unter schwerem Kleinkaliberfeuer erobert. Die einzige mögliche Vorwärtsbewegung in diesem offenen Gelände war ein stetiges, langsames Gehen oder Kriechen. Schnelle Sprünge (wie in den Dienstschulen gelehrt) erwiesen sich als zu erschöpfend und boten in flachem, offenem Terrain wenig Schutz.

Bis 1500 Uhr erreichte das Bataillon, das nach Worten des Stabschefs Major Franke „den ganzen Weg kämpfen mußte“, das Hochgelände nördlich und östlich von Katzem und grub sich unter feindlichem Artilleriefeuer aus dem Norden ein. Wie während der gesamten Operation üblich, zogen sich die Deutschen nach längstmöglicher Verzögerung zurück. Dennoch tötete das Bataillon in den schweren Kämpfen um die verstreuten Hausgruppen etwa 40 Deutsche und nahm 50 gefangen. Das Bataillon verlor 6 Gefallene und 53 Verwundete.

Das 3. Bataillon des 406th Infantry blieb bis 0400 Uhr am 25. Februar in Boslar, marschierte dann nach Hottorf, um als rechte Divisionflanke in den Angriff einzugreifen. Um 0915 Uhr sprangen sie von der nördlichen Ortslinie Hottorfs an, in Kompaniekolonne: K, L und I. Die schweren Maschinengewehre waren zwischen den beiden Spitzenkompanien verteilt für Flankenschutz, Mörser und ein zugeteilter Panzerjägerzug blieben in Hottorf als Feuerbasis. Eine Panzerkompanie war zugeteilt und wartete in Hottorf auf Befehle.

Sofort geriet die Infanterie unter schweres 88-mm-Feuer aus Marienfeld auf der rechten Flanke sowie von feindlicher Infanterie und Panzern in und um die verstreuten Häuser vorne. Außer diesen Häusern bot das flache Gelände keinen Deckung. Dieses Feuer nagelte das Bataillon fest, und Company B des 701st Tank Battalion wurde zum Angriff beordert. Zwei Panzerzüge griffen in Linie an, ein Zug deckte die rechte Flanke ab, unterstützt von zwei Sturmgeschützen. Die Angriffsbataillone gruben sich für die Nacht nordöstlich von Katzem ein und schlossen an die Stellungen des 407th links an. Inzwischen rückte das 1. Bataillon in regimentaler Reserve hinter die Angriffskeile und bezog Katzem nach dessen Sicherung.

407. Infantrie Division

Gleichzeitig nahm das 407th Infantry um 0900 Uhr auf der linken Seite aus dem Raum Kofferen den Angriff wieder auf; mit dem 1. und 2. Bataillon in vorderster Linie nahmen sie Lovenich um 1015 Uhr und sicherten anschließend das Schlüsselgelände auf den dahinterliegenden Höhen. Säuberungsaktionen wurden bis 1315 Uhr durchgeführt.

Das 1. Bataillon sprang mit einer Panzerkompanie zum Angriff auf Lovenich an. Der Angriff folgte der Straße, wurde zeitweise durch Infanterie- und Artilleriefeuer verlangsamt, doch um 1107 Uhr war das Bataillon durch den Ort hindurch und hatte Anschluss nach rechts und links hergestellt. Im weiteren Verlauf des Tages kam es zu keinem besonderen Ereignis.

Das 3. Bataillon griff in gestaffelter Kompanieechelon nach links an, um die exponierte Westflanke zu sichern. Nur vereinzelter Widerstand kam von vorne, und bis 0945 Uhr hatte das Bataillon, unterstützt von Company C des 701st Tank Battalion, Lovenich erreicht und die unmittelbar nördlich gelegenen Höhen gesichert.

Das 405th Infantry fungierte an diesem Tag überwiegend als Divisionsreserve, obwohl am frühen Morgen das 3. Bataillon durch Ralshoven vorstieß, um die Sicherung der rechten Flanke zu verbessern. Nach einem schweren Artillerievorbereitungsfeuer überraschte Company L den Ort um 0600 Uhr, nahm 35 Gefangene ohne eigene Verluste, woraufhin Company E L auf den Höhen östlich von Hottorf ablöste.

Company C, 701st Tank Battalion, das dem 407th Infantry unterstellt war, sprang aus Stellungen nördlich von Dingbuchhof zur Unterstützung des Angriffs auf Lovenich an. Die Panzer hatten keine Schwierigkeiten und waren bis 1100 Uhr durch den Ort hindurch, wobei der 3. Zug den Nordostrand besetzte. Der 2. Zug wurde angesetzt, einen Hügelrücken unmittelbar nördlich des Ortes zu halten; beim Überschreiten des Kamms geriet er jedoch unter schweres Feuer von schätzungsweise sieben Panzerabwehrkanonen entlang der Straße Lovenich–Erkelenz. Zwei Panzer wurden sofort ausgeschaltet, die übrigen mussten sich unter schwerem Artillerie- und Mörserfeuer zurückziehen. Die Panzer wichen daher nach Lovenich zurück und organisierten dort Stellungen in Erwartung eines Gegenangriffs. Die zugeteilten Panzerjäger des 771st Tank Destroyer Battalion bezogen ebenfalls Stellungen in den nördlichen und östlichen Randverteidigungen hinter der bereits auf dem Hügelrücken eingegrabenen Infanterie. Ein Gegenangriff blieb jedoch aus, obwohl der Ort für den Rest des Tages und der Nacht schwer beschossen wurde. Vereinzelte feindliche Flugzeuge waren aktiv; eine Sturmgeschützbesatzung, die am Nachmittag in Lovenich beim Essen war, wurde von einem feindlichen Bomber angegriffen, doch das Geschütz und die Begleitfahrzeuge blieben unbeschädigt.

Die beiden Angriffsregimenter verbrachten den Rest des Tages damit, Verteidigungen auszubauen und sich auf den Angriff gegen Erkelenz am nächsten Tag vorzubereiten, während das 405th Infantry weiterhin auf der Linie Hompesch–Ralshoven die rechte Flanke der Division deckte. Der 1. Zug der 102nd Reconnaissance Troop wurde mit einem Auftrag vorausgeschickt und verbrachte die Nacht mit Aufklärung östlich von Köckhoven.

Am frühen Morgen des 26. Februar rückte Combat Command B der 5th Armored Division, das in der vorangegangenen Nacht die Rur überschritten und Hottorf erreicht hatte, unter Kontrolle des XIII. Korps rechts des 406th Infantry vor. Sein Auftrag war, die verwundbare rechte Flanke der Division zu verstärken, wo sich eine beträchtliche Lücke zur linken Flanke der 29th Infantry Division aufgetan hatte. CCB stieß zunächst auf die Linie Wockerath–Teerheeg–Menekrath vor, ihr erstes Ziel, und hatte bis 1325 Uhr das Gebiet nordöstlich von Erkelenz überrollt. Nach der Säuberung der Orte Krauthausen und Venrath um 1600 Uhr hielten die Panzerverbände diese Ortschaften, bis sie nach Einbruch der Dunkelheit von Teilen des 405th Infantry abgelöst wurden, und richteten dann einen Sicherungsschirm nach Nordosten ein.

Große Begeisterung herrschte, und die Hoffnungen waren hoch, als die Kolosse der 5th Armored Division durch die Linien der Ozark-Division rollten. Der Feind war auf dem Rückzug, und man glaubte, dass nun nichts mehr den Vormarsch des XIII. Korps aufhalten könne. Die zuvor vorhandenen Befürchtungen wegen der exponierten rechten Flanke schwanden rasch, und die Einnahme Erkelenz galt als gesichert. Nun war man bereit, ohne die Furcht, in drei Richtungen kämpfen zu müssen, loszubrechen.

Probleme

Wir wußten nicht, daß weicher Schlamm, offenes Gelände und zahlreiche eingegrabene feindliche 88er unsere eigenen und unterstützenden Panzer verlangsamen und schließlich zum Stillstand bringen würden. Die Panzer des 701st Tank Battalion bedurften dringend einer Wartung. Sie hatten hervorragende Arbeit geleistet, aber enorme Prügel bezogen. Die Besatzungen waren müde und erschöpft und hatten tagelang nicht geschlafen.

Obwohl ein Panzerbataillon normalerweise nur einen Sturmgeschütz-Zug besaß, hatte das 701st durch Entnahme von Stabspersonal einen zusätzlichen provisorischen Zug organisiert, sodass Companies A und C jeweils Sturmgeschütze hatten. Diese Geschütze wurden für Unterstützungsfeuer eingesetzt, obwohl sie gelegentlich dicht hinter den Angriffskeilen vorgerückt sind. Sie schienen weniger feindliches Panzerabwehrfeuer anzuziehen als die Panzer, möglicherweise weil der kürzere Rohr ihrer Geschütze sie weniger bedrohlich erscheinen ließ. Es schien Praxis der deutschen Panzerjäger zu sein, sich hinzusetzen, das Feuer zurückzuhalten, bis sie fast überrannt waren, und dann entweder ihre Waffen zu verlassen oder sich zu ergeben.

Um 1300 Uhr am 25. Februar war Company D des 701st in Hottorf eingetroffen. Zur Zeit der Brachelen-Operation waren dem Panzerbataillon sechzehn zusätzliche mittlere Panzer zugeteilt worden, um notwendige Sofort-Ersatzleistungen zu gewährleisten. Diese Extrapanzer waren nicht vom Heer zurückgerufen worden und stellten effektiv eine zusätzliche mittlere Kompanie dar. Verluste in den Linienkompanien wurden durch diese von Company-D-Besatzungen bemannten Panzer ersetzt.

Das Problem der Benzin- und Munitionsversorgung forderte ebenfalls die Energie und das Geschick jedes Mannes. Die Hauptschwierigkeit war der Engpaß durch die wenigen Brücken über den Fluß und den starken Straßenverkehr. Die Arbeit, Nachschub vorzubringen, begann täglich um 1500 Uhr, und oft genug kamen Munition und Benzin gerade noch rechtzeitig an, um die Panzer für den nächsten Morgenangriff zu versorgen. Für einen Lkw bedeutete eine Fahrt zurück zum Nachschub und Rückkehr zum Regiment 24 Stunden. Während des Kampfes um Lovenich betankten Besatzungen der 102d Quartermaster Company die Panzer direkt auf dem Schlachtfeld, um die Infanterie rechtzeitig zu unterstützen.

 

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