Bitte der Hottorfer Jugend an den Ortsjugendrat

| Brief des S.V. Schwarz-Weiss |

24 Jugendliche unterschreiben Brief mit Bitte um einen Sportplatz

Sportverein im Jahr 1949

Ortspfarrer Reiners verhandelt seine Unterstützung zur Erichtungs eines Sportplatzes mit dem Sportverein. 

Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Sportplatz für Fussballverein: 

Juni 1946:

  1. Am Abend war Jakob Schürkens als Vorsitzender des Fußballvereins da. Ich soll ihm helfen, dass er zu einem Sportplatz käme.
    Ich sagte ihm: Unter der Bedingung, dass

    1. in der Sommerzeit ist, keine Spiele von 14-16 Uhr sind,
    2. keine während des Hochamtes,
    3. keine am Samstag vor dem dritten Sonntag,
    4. dass gesorgt wir, dass die Spieler alle in der heiligen Messe waren,
    5. dass sie am 1. Sonntag im Monat zum Vortrag kommen.
    Ich werde dafür, wenn ich zeitig gebeten werde, die Andacht verlegen und sie in der Winterzeit um 14 Uhr halten.

August 1946:

  1. Um 18 Uhr Jugendratsitzung, um dem Sportverein einen Fußballplatz zu verschaffen. Der von Steffens ist in Aussicht genommen(am Müntzer Weg). Über Tanzen, Wirtschafts- und Kinobesuch wurde gesprochen.

Oktober1946:

  1. Die Sportler bekommen den Platz anscheinend nicht von Steffens – Rainer Schmitz. Schürkens will sich auch nicht an die Militärregierung wenden. Eher gibt er es dann. Ich riet ihm, nochmals mit Steffens Rücksprache zu nehmen und sie darauf hinzuweisen, dass sie bloß jeden Monat einmal hier spielten.

November 1946:

  1. Die Sportversammlungen sind gut besucht.
    Sie sind jeden Donnerstag zwecks Mannschaftsaufstellung. Josef Schiffer tut das. In der 1. Mannschaft spielen zwei Auswärtige mit, einer kommt sogar jeden Sonntag von Mönchengladbach. Josef Berden spielt in „Europa“ Müntz, die aber nun an der Spitze steht. Bubi will nach Müntz wiederkommen. Im Tor spielt hier Görtz, sodann spielen Paul Dederichs Jakob Pickartz, Heinrich Althoff, Mockenhaupt, Christian Krafft. In der Jugendmannschaft ist unter anderem Küppers, Heinrich, die beiden Jäger, Heinrich Reitz, Robert Heidelberg, Josef Brack.
    Ein Paar Schuhe kosten 200,- RM. Als Wiese haben sie fast immer die von Max Meyers.

März 1947:

  1. Palmsonntag: Die Predigt nachmittags war wegen Fußball in Tetz – Die Hottorfer haben bisher erst in einem Jahr 2-3 Spiele gewonnen – und schönem Wetter schlecht besucht. Palmweihe und schönes Hochamt.
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