Aachener Friedenskreuz getragen

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| 150 kg schwere Kreuz |

Quelle: Kirchenzeitung Aachen

„1947 wollten Krefelder Kriegsheimkehrer ein Zeichen der Buße und des Willens zur Versöhnung setzen. Aus dieser Initiative entstand ein 150 kg schweres Kreuz, mit dem Gesicht des leidenden Christus, geschaffen von Anton Wendling. Mit dem Aachener Friedenskreuz zogen katholische Männer, Gruppen, Verbände durch die Diözese. Bis in die 1960er Jahre hinein überbrachten Dutzende Wallfahrten im In- und Ausland eine kraftvolle Botschaft für Frieden und Verständigung. Das Kreuz war Ausgangs- und Mittelpunkt für zahllose Gebete, Gottesdienste, Versammlungen.“

aus: Bistum Aachen

Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Friedenskreuz

Juni 1947
  1. Am Herz-Jesu-Fest, dem 13. Juni, holten wir das schwere Kreuz, dass vier Männer tragen mussten, um halb acht an der Lövenicher Pfarrgrenze ab. Eine Minute Schweigen und Vater unser für Deutschland. Die jungen Männer – Frauen waren bei der Prozession ausgeschlossen und Kinder bis zu 17 Jahren- trugen es: Zuerst Schmitz Johann, Schürkens Jakob, Krieger Hubert und Willi. Dann Josef Schiffer-Schulte, Lorenz August, Krafft Christian, und Lieven Friedrich. Endlich Bauch Julius und Mülfarth Hubert, und noch zwei andere. So groß war das Kreuz, dass wir es nur umgekehrt in die Kirche bekamen. Ich war froh, dass es uns in der Größe und Schwere gezeigt wurde. Die Kreuzpredigt hielt Herr P. Hülsbusch.
  1. Am 14.6. kam Ralshoven bis hier und wir brachten es gemeinsam über Ralshoven Gevelsdorf entgegen, das es am Kirmeszelt vorbei nach Hasselsweiler trug. Von uns trugen es Anton und Josef Schiffer, Krafft Christian, und Honold Wilhelm. Sodann Krieger und Dahmen Hubert, Franz Mütz und Lieven.
August 1947
  1. Am 29. Sept. in Aachen Männerschlusskundgebung nach dem Kreuzrundtragen. Wenige von hier fuhren hin.

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