Erste Brandbomben erreichen Hottorf
| Fliegeralarm und Brandbomben |
Die Nacht vom 30. zum 31. August 1943 wird für viele unvergeßlich bleiben. Gegen 12 Uhr nachts wurde Fliegeralarm gegeben, trotzdem keine feindlichen Flugzeuge zu hören waren. Plötzlich gegen halb drei Uhr kamen mehrere hundert Flugzeuge von einem Großangriff auf Rheydt und Mönchengladbach zurück. (Die Feindflüge zum Ruhrgebiet und in den Raum Mönchengladbach berührten fast immer die nördliche Kreisgrenze.)
Einige wahllos abgeworfene Brandbomben zwischen Hottorf und Ralshoven setzten zwei Fruchtmieten in Brand. Jetzt warfen die feindlichen Bomberpiloten größere Mengen Brandbomben ab und trafen als erstes das Gehöft der Familie Nöthlings. Da die Piloten wahrscheinlich die Kirche als mitten im Dorf gelegen ansahen, regnete es nur so von Bomben am südlichen Teil des Dorfes. Daraufhin entstanden Großbrände bei Gerwin Schmitz, Albert Froitzheim und Witwe Esser. Die Scheunen und Stallungen
brannten restlos nieder. Andere Brandbomben konnten von den Anwohnern zeitig gelöscht werden, womit größerer Schaden abgewendet wurde.
Quelle: Schiffer
Am 30./31. August 1943 fand ein schwerer Großangriff mit 660 Flugzeugen und 556 Toten sowie massiver Zerstörung von Mönchengladbach und Rheydt statt. RAF Bomber Kommandos starteten gegen Mitternacht aus Mittel- und Südengland; Angriffswellen ab 02:00 Uhr, Dauer 73 Minuten bis 04:40 Uhr. Siehe: rp-online