| Keller unter Wasser |
Schon der ganze Januar 1947 war sehr winterlich und teilweise bis zu -20 Grad Celsius kalt. Die Hottorfer fuhren dennoch fast täglich mit Pferd und Wagen und teilweise mit Traktoren zum Hambacher Wald und holten Holzstämme für die Bauarbeiten an der Kirche und Holz zum Heizen für zu Hause.
Anfang Februar setzt nochmal starker Frost und Schneesturm ein. Einsetzendes Tauwetter und Regen führen dann im März 1947 zu starkem Hochwasser.
Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Wetter im Frühjahr 1947:
Februar 1947
Sehr starker Frost, gar Schneesturm.
Hubert M. brachte die Hälfte der Brotkarten und einige Gaben zu Pater Hülsbusch.
Paul Seyfried, Knecht von Meyers, verlief sich im Schnee nach Hoogen, anstatt Lövenich.
- Die Bonner Theologen bekommen jetzt wegen der Beihilfe Hottorfs nachmittags Kaffee.
Ich sprach über das Tanzen als Seelsorger. Ob es Erfolg hat?
Tauwetter anstatt 30 Grad Kälte, wie angesagt.
März 1947
- Der außergewöhnliche Frost behinderte alle Arbeiten an der Kirche bis heute. Als es dieser Tage regnete und taute, entstand bei Heidelberg und Dederichs Hochwasser. Die Männer des Ortes wurden nachts alarmiert, um die Wassergefahr zu bannen. Dederichs verdarb in der Sch…… ein Meter hoch die Frucht. Einige Keller liefen voll Wasser. Das Maar war ganz voll. Die Wege, besonders der Weg nach Lövenich, waren infolge vielen Windes direkt verweht, besonders in den Schluchten.