Ortsgeschichte

Die Ortsgeschichte von Hottorf

Neue Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef

logo-kirche-512x512

| Beitrag in Arbeit!!!! |

Ausführungen von Pfarrer Heinz Philippen im Pfarrbrief Dezember 2025:

Liebe Mitchristen im Pastoralen Raum Linnich/Titz!

„Gott ruft sein Volk zusammen..“ – so singen und beten wir. Alle Getauften und Gefirmten gehören zum Volk Gottes, das sich regelmäßig an bestimmten Orten versammelt, um den Glauben zu feiern, zu bezeugen und zu verkünden.

Verstand – und uns miteinander auf den Weg machen zu den orten, an der

sich das Volk Gottes versammelt. Dazu lade ich alle herzlich ein.

Mein aufrichtiger Dank gilt allen,
–  die sich im neuen „Rat im Pastoralen Raum“ der wichtigen Aufgabe stellen wollen, die vielen „Orte von Kirche“ in den Blick zu nehmen und zu vernetzen
die bisher in den Pfarreiräten und im GdG-Rat – oft über Jahrzehnte – tatkräftig mitgewirkt haben.

Ich danke Pfarrer Norbert Glasmacher für seine Bereitschaft des priesterlichen Leitungsdienstes in den Titzer Pfarreien und wünsche ihm weiterhin Kraft für seinen Dienst als Regionalvikar und Pfarrer in Düren.

Ich danke Gemeindereferentin Brigitte Salentin für ihren Einsatz in den Titzer Pfarreien und wünsche ihr für die neue Aufgabe im Pastoralen Raum Stolberg Gottes Segen!

Ich danke Pfarrer Marian Mertens für seinen priesterlichen Dienst in den Linnicher und Titzer Pfarreien und wünsche ihm ein segensreiches Wirken als leitender Pfarrer im Pastoralen Raum Hückelhoven.

Allen danke ich für die Zusammenarbeit!

Ab dem 01.01.26 gibt es zwei neue fusionierte Pfarreien/Kirchengemeinden:

St. Josef in Linnich und St. Irmundus in Titz. Das Mandat der bisherigen Mitglieder der Kirchenvorstände endet am 31.12.2025. Allen Frauen und Männern, die – oft über Jahrzehnte – im Kirchenvorstand mitgearbeitet haben, gilt der Dank aller! Ich habe die Hoffnung, dass viele von ihnen im jeweiligen Ortsausschuss – gemeinsam mit bisherigen Pfarreiratsmitgliedern – weiter mit ihrer Erfahrung und ihrer Tatkraft zur Verfügung stehen, falls es die Kräfte zulassen.

Bis zur Kirchenvorstandswahl im Mai 2026 werden die beiden Kirchengemeinden von je einem Vermögensverwaltungsrat geleitet. Ich selbst werde zum Pfarrer der beiden Kirchengemeinden/Pfarreien und zum Vorsitzenden des Kirchengemeindeverbandes Linnich/Titz ernannt. Ich bin dankbar für jede Unterstützung durch den Rat, den beiden Kirchenvorstände, das Leitungsteam (Pfarrer, Pastoralreferent Eric Souga Onomo, zwei Ehrenamtler, Verwaltungsleitung), das Pastoralteam (Pfarrer Stefan Bäuerle, Pfarrer Heinz Philippen, Diakon Manfred Kappertz, Pastoralreferentin Helena Fothen, Pastoralreferent Eric Souga Onomo, Gemeindereferentin Marion Lahey, Kirchenmusiker Thomas Offergeld), die beiden Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Konrad Barisch und Pater Anton Steinberger, die Koordinatorinnen Marlies Esser-Peters und Kerstin Boeven, die Damen und Herren in den Pfarrbüros in Linnich und Rödingen sowie alle, die den Küster- und den kirchenmusikalischen Dienst verrichten.

Ich vertraue auf den Beistand des Heiligen Geistes sowie die Fürsprache der Gottesmutter, des HI. Irmundus und des HI. Josef. Kommen wir als sichtbares und hörbares Volk Gottes immer wieder zusammen um den Altar und lassen uns von Jesus Christus, dessen Namen wir tragen, ermutigen, stärken und senden! Mein Wunsch und meine Bitte: Schöpfen wir gemeinsam unsere Lebens- und Glaubenskraft aus der Feier der Eucharistie und dem Gebet!

In herzlicher Verbundenheit, Ihr Pastor Heinz Philippen

 

 

 

Wortlaut der Bischöflichen Dekrete:

Anbei die beiden Dekrete zur Aufhebung von St. Georg und Einrichtung von St. Josef Linnich 
 
———————————————————————————–
 
Nr. 165
Dekret über die Aufhebung der Pfarrei und Kirchengemeinde St. Georg in Linnich-Hottorf

1. Aufhebung und Rechtsnachfolge

Nach Anhörung der unmittelbar Beteiligten und des Priesterrates gemäß can. 515 § 2 CIC sowie nach Abwägen der vorgetragenen Argumente wird hiermit die Pfarrei und die Kirchengemeinde St. Georg in Linnich-Hottorf mit Ablauf des 31. Dezembers 2025 aufgehoben. Die Gesamtrechtsnachfolgerin, auf die alle Rechte und Pflichten der vorgenannten Pfarrei und Kirchengemeinde übergehen, ist die Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef in Linnich.

2. Kirchen

Die Pfarrkirche der bisherigen Pfarrei St. Georg in Linnich-Hottorf verliert mit der Aufhebung der Pfarrei ihren Rang als Pfarrkirche. Sie behält ihren Kirchentitel (can. 1218 CIC) und ihren Patronatsnamen. In ihr können, sofern die pastoralen Bedürfnisse es erfordern, alle gottesdienstlichen Handlungen vorgenommen werden (can. 1219 CIC). Insbesondere behält diese Kirche das Taufrecht (can. 858 § 2 CIC), so dass sie zukünftig als sogenannte „Nebenpfarrkirche“ (ecclesia conparoecialis) in der Pfarrei St. Josef in Linnich gelten kann.1

3. Kirchenbücher und Archiv

Die Kirchenbücher werden mit Ablauf des 31. Dezembers 2025 geschlossen und alle weiteren Schriftstücke werden mit dem Pfarrarchiv von der Gesamtrechtsnachfolgerin in Verwahrung genommen. Ab dem 1. Januar 2026 erfolgen Eintragungen ausschließlich in die Kirchenbücher der Gesamtrechtsnachfolgerin.

4. Abschlussbilanz, Vermögensnachfolge

Zum 31. Dezember 2025 ist für die genannte Kirchengemeinde eine Abschlussbilanz, in der die Aktiva und Passiva dargestellt sind, zu erstellen. Diese Abschlussbilanz ist Grundlage für den Übergang des Vermögens.
Mit Aufhebung der genannten Kirchengemeinde geht ihr gesamtes bewegliches und nicht fondsgebundenes unbewegliches Vermögen auf die Gesamtrechtsnachfolgerin über. Das Gleiche gilt für die Forderungen und die die Kirchengemeinde belastenden Verbindlichkeiten.

5. Fondsvermögen

Mit Aufhebung der genannten Kirchengemeinde bleiben alle kirchlichen Fonds mit eigener Rechtspersönlichkeit (sog. Fondsvermögen) bestehen und werden ab dem 1. Januar 2026 vom Kirchenvorstand der Gesamtrechtsnachfolgerin verwaltet.

6. Wahrung der Zweckbestimmung der Stifter

Hinsichtlich der Verwaltung der Güter und der Erfüllung der Verbindlichkeiten bleiben der Wille der Stifter und Spender sowie wohlerworbene Rechte Dritter gewahrt.

7. Siegel

Die Siegel der Pfarrei St. Georg in Linnich-Hottorf und der gleichnamigen Kirchengemeinde werden mit Ablauf des 31. Dezembers 2025 für ungültig erklärt.

8. Amtszeit des Kirchenvorstands

Aufgrund der Aufhebung der genannten Kirchengemeinde mit Ablauf des 31. Dezembers 2025 erfolgt im November 2025 keine Neuwahl des Kirchenvorstandes. Die Amtszeit des amtierenden Kirchenvorstandes wird daher bis zur Aufhebung der Kirchengemeinde verlängert.

9. Begründung

Bereits seit mehreren Jahrzehnten, spätestens seit der Errichtung der Gemeinschaft der Gemeinden, hat sich die pastorale Arbeit über das gesamte Stadtgebiet von Linnich hinweg entwickelt. Zentrale Angebote sind längst etabliert. Die Kirche St. Martinus im Stadtzentrum bildet die geographische Mitte, ist von allen Seiten her gut erreichbar und aufgrund ihrer liturgischen Bedeutung und der regelmäßigen Eucharistiefeiern eine geeignete Wahl als Pfarrkirche. Die Entwicklung einer Pfarrei im Stadtgebiet von Linnich, das zugleich einen Sozialraum darstellt, ist damit nur folgerichtig.
Für eine Konzentration der Pfarreien spricht weiterhin die Entwicklung der Gläubigenzahlen: Umfasste die Pfarrei St. Georg Hottorf zur Einführung der Gemeinschaften der Gemeinden im Bistum Aachen im Jahr 2010 noch 251 Gläubige, so ist diese Zahl im Jahr 2025 auf 207 Gläubige zurückgegangen.

10. Inkrafttreten

Die in diesem Dekret verfügten Regelungen treten zum 1. Januar 2026 in Kraft, frühestens jedoch mit der Anerkennung durch die Bezirksregierung gemäß § 6 der Vereinbarung über die staatliche Mitwirkung bei der Bildung und Veränderung katholischer Kirchengemeinden und (Kirchen-)Gemeindeverbände sowie dem Erlass kirchlicher Vorschriften über deren gesetzliche Vertretung vom 20. September – 9.Oktober 2024 (KA 2024, Nr. 117; GV. NRW. 2024 S. 644).
Aachen, 15. September 2025
 
 

L.S.
 
+ Dr. Helmut Dieser
Bischof von Aachen
 
Jan Nienkerke
Kanzler der Kurie
 
———————————————————————————–
 
Nr. 182
Dekret über die Errichtung der Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef in Linnich

1. Errichtung der Pfarrei und Kirchengemeinde

Nach Anhörung der unmittelbar Beteiligten und des Priesterrates gemäß can. 515 § 2 CIC sowie nach Abwägung der vorgetragenen Argumente werden die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Martin in Linnich, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Gereon in Linnich-Boslar, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Pankratius in Linnich-Edern, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Hermann Josef in Linnich-Flossdorf, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Gereon in Linnich-Gereonsweiler, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde Heilige Maurische Märtyrer in Linnich-Gevenich, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Agatha in Linnich-Glimbach, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Georg in Linnich-Hottorf, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Peter in Linnich-Körrenzig, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Margareta in Linnich-Kofferen, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Pankratius in Linnich-Rurdorf, die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Lambertus in Linnich-Tetz und die (aufgehobene) Pfarrei und Kirchengemeinde St. Lambertus in Linnich-Welz gemäß can. 121 CIC mit Wirkung zum 1. Januar 2026 zur neuen Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef in Linnich vereinigt.
Sie ist die Gesamtrechtsnachfolgerin, auf die alle Rechte und Pflichten der aufgehobenen Pfarreien bzw. Kirchengemeinden übergehen. Sitz der neuen Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef ist Linnich (Kirchplatz 14 in 52441 Linnich).

2. Pfarrkirche sowie weitere Kirchen und Kapellen

Die Pfarrkirche der Pfarrei und Kirchengemeinde ist die auf den Titel St. Martinus geweihte Kirche in Linnich (Kirchplatz 3 in 52441 Linnich).
Die weiteren Kirchen und Kapellen behalten ihren Weihetitel (can. 1218 CIC).
Dies sind insbesondre:
  • St. Gereon in Linnich-Boslar
  • St. Pankratius in Linnich-Edern
  • St. Hermann Josef in Linnich-Flossdorf
  • St. Gereon in Linnich-Gereonsweiler
  • Heilige Maurische Märtyrer in Linnich-Gevenich
  • St. Agatha in Linnich-Glimbach
  • St. Georg in Linnich-Hottorf
  • St. Peter in Linnich-Körrenzig
  • St. Margareta in Linnich-Kofferen
  • St. Pankratius in Linnich-Rurdorf
  • St. Lambertus in Linnich-Tetz
  • St. Lambertus in Linnich-Welz
Die Pfarrkirchen der aufgehobenen Pfarreien können als sogenannte „Nebenpfarrkirchen“ betrachtet werden.1 In diesen Kirchen können, sofern die pastoralen Bedürfnisse es erfordern, alle gottesdienstlichen Handlungen vorgenommen werden (can. 1219 CIC), insbesondere behalten diese Kirchen das Taufrecht (can. 858 §2 CIC).

3. Kirchenbücher und Archiv

Die Kirchenbücher und alle weiteren Schriftstücke der aufgehobenen Pfarreien bzw. der Kirchengemeinden werden zum 1. Januar 2026 in das Archiv der neu errichteten Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef in Linnich in Verwahrung genommen. Ab dem 1. Januar 2026 erfolgen Eintragungen ausschließlich in die Kirchenbücher der neuen Pfarrei und Kirchengemeinde.

4. Gebiet der Pfarrei und Kirchengemeinde

Das Gebiet der errichteten Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef in Linnich ist deckungsgleich mit dem Gebiet der aufgehobenen Pfarreien bzw. Kirchengemeinden.
Die Pfarrei gehört dem Pastoralen Raum Linnich / Titz in der Region Düren des Bistums Aachen an.

5. Vermögensrechtsnachfolge

Mit Errichtung der Kirchengemeinde geht das gesamte bewegliche und nicht fondsgebundene unbewegliche Vermögen der aufgehobenen Kirchengemeinden auf die neu errichtete Kirchengemeinde St. Josef in Linnich über.

6. Fondsvermögen

Mit Aufhebung der genannten Kirchengemeinden bleiben alle kirchlichen Fonds mit eigener Rechtspersönlichkeit (sog. Fondsvermögen) bestehen und werden ab dem 1. Januar 2026 vom Vermögensverwalter und nach der Neuwahl vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Josef in Linnich verwaltet.

7. Name und Siegel

Der Name der neuen Pfarrei lautet:
Katholische Pfarrei St. Josef in Linnich.
Der Name der neuen Kirchengemeinde lautet:
Katholische Kirchengemeinde St. Josef in Linnich.
Die Pfarrei führt das Siegel gemäß can. 535 § 3 CIC und der Siegelordnung des Bistums Aachen vom 14. November 2003 (KA 2004, Nr. 2) sowie den dazu erlassenen Ausführungsbestimmungen vom 8. Dezember 2003 (KA 2004, Nr. 8).
Die Kirchengemeinde führt das Siegel gemäß § 20 Abs. 5 KVVG (KA 2024, Nr. 118) in der jeweils geltenden Fassung i. V. m. der Siegelordnung des Bistums Aachen vom 14. November 2003 (KA 2004, Nr. 2) sowie den dazu erlassenen Ausführungsbestimmungen vom 8. Dezember 2003 (KA 2004, Nr. 8).

8. Anordnung zur Neuwahl des Kirchenvorstandes, Bestellung einer Vermögensverwaltung

Aufgrund der Aufhebung der benannten Kirchengemeinden endet die Amtszeit der betroffenen Kirchenvorstände mit Ablauf des 31. Dezembers 2025. Im Hinblick auf die Errichtung der Kirchengemeinde St. Josef in Linnich wird die Neuwahl des Kirchenvorstandes auf den 9./10. Mai 2026 festgesetzt.
Im Übrigen gilt die Wahlordnung für die Wahl der Kirchenvorstände im Bistum Aachen.

9. Begründung

Bereits seit mehreren Jahrzehnten, spätestens seit der Errichtung der Gemeinschaft der Gemeinden, hat sich die pastorale Arbeit über das gesamte Stadtgebiet von Linnich hinweg entwickelt. Zentrale Angebote sind längst etabliert. Die Kirche St. Martinus im Stadtzentrum bildet die geographische Mitte, ist von allen Seiten her gut erreichbar und aufgrund ihrer liturgischen Bedeutung und der regelmäßigen Eucharistiefeiern eine geeignete Wahl als Pfarrkirche. Die Entwicklung einer Pfarrei im Stadtgebiet von Linnich, das zugleich einen Sozialraum darstellt, ist damit nur folgerichtig.
Für eine Konzentration der Pfarreien spricht weiterhin die Entwicklung der Gläubigenzahlen: Umfasste das Gebiet der neu errichteten Pfarrei zur Einführung der Gemeinschaften der Gemeinden im Bistum Aachen im Jahr 2010 noch 8.865 Gläubige, so ist diese Zahl im Jahr 2025 auf 7.095 Gläubige zurückgegangen.

10. Inkrafttreten

Die in diesem Dekret verfügten Regelungen treten zum 1. Januar 2026 in Kraft, frühestens jedoch mit der Anerkennung durch die Bezirksregierung Köln gemäß § 6 der Vereinbarung über die staatliche Mitwirkung bei der Bildung und Veränderung katholischer Kirchengemeinden und (Kirchen-)Gemeindeverbände sowie dem Erlass kirchlicher Vorschriften über deren gesetzliche Vertretung vom 20. September – 9. Oktober 2024 (KA 2024, Nr. 117; GV. NRW. 2024 S. 644).
Aachen, 15. September 2025
 
 

L.S.
 
+ Dr. Helmut Dieser
Bischof von Aachen
 
Jan Nienkerke
Kanzler der Kurie

 

Dorfchronik mit Heimatpreis ausgezeichnet

Logo Hottorf ohne Schrift

| Chronist Josef Lieven für ehrenamtliches Engagement geehrt |

Heimtpreis Linnich 2025: Verleihung des 3. Preises an Josef Lieven für die Online-Dorfchronik Hottorf

Am 1. Dezember 2025 wurde auf dem Andreasmarkt beim Empfang der Stadt Linnich der Heimatpreis 2025 verliehen. Zu den Preisträgern gehört Josef Lieven, der für die Dorfgemeinschaft Hottorf eine Online-Dorfchronik erstellt und weiterentwickelt hat.

Bedeutung des Heimatpreises

Mit dem Heimatpreis ehrt die Stadt Linnich jährlich besonderes bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement, das das Heimatgefühl stärkt und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. Damit würdigt die Stadt, stellvertretend für viele, die sich ehrenamtlich engagieren, den Einsatz für lokale Kultur, Vernetzung und Traditionspflege.

Die Preisträger 2025
  1. Platz: In diesem Jahr wurde der Preis an „Nachtwächter Helmes“, alias Stefan Helm, vergeben, der als Nachtwächter überregionale Bekanntheit erlangt hat.
  2. Platz: Die Initiative „Klönovend“ der Pfarre St. Peter Körrenzig wurde für ihr lokales Engagement geehrt.
  3. Platz: Der dritte Preis ging an Josef Lieven für die Entwicklung und Pflege der Hottorfer Online-Dorfchronik, die einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation und Präsentation der lokalen Geschichte leistet.
Dankesrede von Josef Lieven

Herzlichen Dank an den Rat der Stadt Linnich für diese Auszeichnung. Dieser Preis ehrt mich für mein ehrenamtliches Engagement, für viele lange Abende am Computer und etliche Nächte, in denen ich an der Online-Dorfchronik gearbeitet habe – meine Frau kann davon ein Lied singen.

Über die Webseite der Dorfgemeinschaft hottorf.de gelangen Sie direkt zur Online-Dorfchronik. Im Unterschied zu einem Buch – oder besser: in Ergänzung zu einem Buch –, das Sie Seite für Seite durchblättern, bietet die digitale Version den Vorteil, dass Sie ganz nach Interesse durch die Geschichte stöbern können. Über Themen, Schlagworte und Kategorien entstehen viele Verknüpfungen zu einem digitalen Gedächtnis unseres Dorfes und der umliegenden Orte. Sie finden dort persönliche Geschichten, die ich teilweise in Archiven recherchiert habe. Im Archiv der Kirchengemeinde fand ich zum Beispiel Briefe von Bürgerinnen und Bürgern, die von ihren Fluchterfahrungen im Zweiten Weltkrieg berichten und die nun erstmals veröffentlicht wurden.

Digitale Spuren der Dorfgeschichte finden sich zudem in weiteren Archiven, etwa im Landesarchiv in Duisburg oder in internationalen Archiven. Mit nur wenigen Mausklicks steht man plötzlich vor einer alten spanischen Seekarte, auf der unsere Region verzeichnet ist. Es ist äußerst spannend, sich in ruhiger Atmosphäre einfach einmal durchzuklicken und sich so mit der Geschichte zu beschäftigen.

Dieser Preis ist für mich ein großer Ansporn, weiterzumachen. Zu Hause wartet noch ein ganzer Berg an Material: zum Beispiel Fotos, die mir Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner nach der Vorstellung der Chronik auf dem Dorffest oder nach Berichten in der Zeitung gegeben haben. Es gibt außerdem viele Kontakte im weiteren Umkreis, etwa aus dem Erkelenzer oder Titzer Raum, wo sich Menschen gemeldet haben, genannt sei eine Person, deren Urgroßvater z. B. als Holzhändler in Hottorf tätig war. Diese Familiengeschichten möchte ich gerne weiterverfolgen und einbinden.

Genau mit solchen Familiengeschichten hat alles begonnen: Über die Erforschung meiner eigenen Vorfahren bin ich zur Dorfgeschichte gekommen, weil Verwandte in ganz unterschiedlichen Berufen im Dorf tätig waren. Diese Verbindung von Familien- und Ortsgeschichte ist bis heute meine größte Motivation, weiterzumachen. Noch einmal vielen, vielen Dank für den Heimatpreis.“

Wahlverfahren

Die Entscheidung über die Preisträger fiel im Linnicher Stadtrat, der in insgesamt vier geheimen Wahlgängen abstimmte. Direkt im ersten Durchgang setzte sich der spätere Erstplatzierte klar ab. Bei den weiteren Kandidaten fiel die Entscheidung erst nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen, an dem insgesamt fünf Bewerber teilnahmen.

Preisvergabe und Ausblick

Der erste Preisträger erhielt 2.500 Euro, der zweite 1.500 Euro und der dritte 1.000 Euro. Mit diesem Ansporn wird ehrenamtliche Initiative und nachhaltige Dokumentation vor Ort weiter gestärkt und sichtbar gemacht — ein besonders schöner Erfolg für die Dorfgemeinschaft Hottorf und die weiteren Ausgezeichneten der Stadt Linnich.

Weitere Berichterstattung

Die Jülicher Nachrichten berichten im Online Portal unter der Überschrift „Der Andreasmarkt schläft langsam ein“ auch von Empfang und der Verleihung des Heimatpreises: 
„In der dortigen Kultur- und Begegnungsstätte wird im Rahmen des Andreasmarkt-Empfangs der Heimatpreis der Stadt vergeben. Platz drei geht an Josef Lieven von der Dorfgemeinschaft Hottorf, der eine Online-Dorfchronik erstellt hat. Zweiter Sieger wird das Team hinter dem „Klönovend“ der Pfarre St. Peter Körrenzig und oben aufs Treppchen schafft es Stefan Helm, alias Nachtwächter Helmes. Die 2500 Euro Preisgeld möchte er in den Topf werfen, aus dem heraus das Stadtmarketing ein Stadtmodell vom historischen Linnich aus Bronze anschaffen möchte. Es soll mit dem Rollstuhl unterfahrbar sein und auch mit Braille-Schrift versehen werden. Weil die Anschaffungskosten bei 15 bis 20 Tausend Euro liegen, hofft er auf weitere Unterstützung.

Gelungener Neustart des Seniorenkaffees

| Eine schöne Tradition |

Nach einigen Jahren Pause wurde wieder ein Seniorenkaffee im Pfarrheim veranstaltet. In den vergangenen Jahren hatte die Pfarrcaritas diese Treffen organisiert und damit regelmäßig Gelegenheit zu gemütlichem Beisammensein geschaffen. Nach der altersbedingten Auflösung der Gruppe war die Zukunft dieser beliebten Zusammenkünfte zunächst offen.

Nun hat die Frauengemeinschaft die Initiative ergriffen und die Tradition neu belebt. Der Einladung zum ersten Seniorenkaffee folgten rund 40 Hottorferinnen und Hottorfer ab dem 65. Lebensjahr. In geselliger Atmosphäre verbrachten die Gäste einen unterhaltsamen Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und angeregten Gesprächen.

Die Frauengemeinschaft hatte die Vorbereitung und Ausrichtung in bewährter Weise übernommen, sodass es an nichts fehlte. Für die Bewirtung kamen die Kosten dankenswerterweise aus der Kasse der Hottorfer Dorfgemeinschaft.

Mit diesem gelungenen Auftakt wurde deutlich, wie sehr die beliebten Nachmittage geschätzt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hoffen nun, dass der Seniorenkaffee künftig wieder zu einem festen Bestandteil des Dorflebens wird.

WDR2 mit Steffis Kneipenquiz

Logo Hottorf ohne Schrift

Zum 50. Geburtstag von René Kuffner |

Rund 350 Gäste feierten beim WDR 2 Steffis Kneipenquiz in Hottorf

Im großen, bayrisch dekorierten Festzelt von René Kuffner in Hottorf versammelten sich rund 350 Besucher zu einem ganz besonderen Event: Steffis Kneipenquiz von WDR 2. René Kuffner, der für seinen 50. Geburtstag eine Feier im Stil eines Oktoberfestes plante, hatte das Zelt eigens dafür aufgebaut. Bereits zwei Wochen vorher berichtete das WDR 2-Team vom Zeltaufbau auf der Wiese hinter Renés Haus. Daraus entstand die Idee, das schön geschmückte Zelt auch für ein öffentlichem Kneipenquiz zu nutzen.

Unter der unterhaltsamen Leitung der beliebten WDR 2-Moderatorin Steffi Neu wurde der Abend zu einem kurzweiligen Treffen voller Wissensfragen und geselligem Miteinander. Das Konzept von Steffis Kneipenquiz ist einfach: In Teams werden Fragen aus den Bereichen Region, Gesellschaft, Musik und mehr gestellt, ergänzt durch witzige Challenges und Spaßaktionen. Dabei steht nicht der Wettkampf im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erlebnis, das Gäste aus Hottorf sowie umliegenden Gemeinden zusammenschweißt.

Der Abend bot eine fröhliche Atmosphäre, bei der das Thema „Wissen“ spielerisch und locker vermittelt wurde — passende Unterhaltung für eine Dorfgemeinschaft, die Zusammenhalt und kulturelle Aktivitäten schätzt. Das Event zog Gäste weit über die Stadtgrenzen Linnichs hinaus an. Für René Kuffner selbst war die Veranstaltung ein gelungener Auftakt zur privaten Feier.

Steffis Kneipenquiz steht seit Jahren für unkomplizierte, bodenständige Quiz-Abende, die in unterschiedlichsten Lokationen im Westen stattfinden. Die Mischung aus Live-Moderation, Musik, Comedy und interaktiven Spielen macht das Format zu einem Publikumsmagneten.

Leitung des Pastoralen Raum besetzt

logo-kirche-512x512

| Neue kirchliche Strukturen nehmen Gestalt an |

Nach Errichtung des pastoralen Raum Linnich/Titz zum 1. Januar 2025 hat der Bischof zum 1. Oktober die Leitung mit Pfarrer Heinz Philippen und Pastoralreferent Eric SougaOnomo besetzt. Pfarrer Marian Mertes wechselt nach Hückelhoven. 

Anfang November werden die Laien in den Rat des Pastoralen Raumes gewählt. Dieser ist das zentrale Planungs- und Entscheidungsgremium für die Kirche in Ihrem Pastoralen Raum. In diesem Gremium arbeiten Priester und Laien, Haupt- und Ehrenamtliche eng zusammen. Gemeinsam beraten und entscheiden sie über alle grundlegenden Fragen der Pastoral – mit dem Ziel, die Kirche in Zeiten des Wandels aktiv zu gestalten.

Ebenso wurde im Oktober die Dekrete veröffentlicht, auf deren Grundlage zum 1. Januar 2026 die bisherigen Pfarreien und Kirchengemeinden aufgehoben und die neue fusionierte Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef Linich eingerichtet wird. 

Nach oben scrollen