1975
40-jähriges Bestehen der Feuerwehr Hottorf
27. April 1975

| Festkommers im Festzelt |
Bei dem 40-jährigen Stiftungsfest der Feuerwehr Hottorf kann Pfarrer Joussen von seinem Steckenpferd, den geschichtlichen Nachforschungen zum Jülicher Land, beitragen.
So berichten die Jülicher Nachrichten am 29. April 1975:
„Eindrucksvoll war die Rede von Pfarrer Joussen, der die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Hottorf aus den frühesten Anfängen bis hin zur kommunalen Neugliederung, beleuchtete. Aus Aufzeichnungen alter Pfarrbücher, kaiserlichen Edikten und Gerichtsakten zeichnete er das Bild einer aktiven Dorfgemeinschaft, deren Ursprung weit in das Mittelalter hineinreicht.“
Das Manuskipt für die Rede befindet sich im Pfarrachiv und kann hier angesehen werden.
Jugendheim in Pfarrheim umbenannt
1. Januar 1975

| Haus und Benutzungsordnung erlassen |

Das 1970 erbaute Jugendheim wird von vielen Gruppen der Pfarrgemeinde genutzt (z.B. Frauengemeinschaft, Messdiener, Caritas). Neben der Nutzung durch die Jugendlichen finden hier untern anderem auch Seniorennachmittage, verschiedene Kurse, Versammlungen und Ausstellungen statt. Daher wird die Räumlichkeit zunehmend als Pfarrheim bezeichnet.
Eine als sinnvoll bezeichnete Nutzung durch die Jugend war von Anfang an Diskussionsgegenstand in der Pfarrgemeinde. Im August 1972 wird der erste Benutzungsplan aufgestellt.
Im Oktober schreibt Pfarrer Joussen dazu im Pfarrbrief: “Kirchenvorstand und Pfarrrgemeinderat haben eingehend über eine sinnvolle Nutzung des Jugendheimes beraten. Das Jugendheim steht allen Jugendlichen zu Spiel und sonstiger Freizeitgestaltung offen. Eine sinnvolle Freizetbeschäftigung der Jugendlichen ist gerade heute besonders wünschenswert. Erfahrungsgemäß ist jedoch ein Zusammensein von Jungen und Mädchen ohne verantwortliche Aufsicht durch eine dazu beifähigte Person geradezu unmöglich. Die-jenigen, die das nicht wahrhaben wollen, mußten bisher stets bittere Enttäuschungen erleben. Übrigens maehen die kommunalen Behörden ihre Unterstützugen und Beihilfen für das Jugenheim von
der Gewährung einer strikten Hausordnugn abhängig. Allen Jugendlichen, die bei Spiel und Vergnügen auch den Ordnungssinn bewahren, steht das Jugendheim offen. Verhaltet Euch s0 wie in der eigenen Wohnung daheim!”
Im Januar 1973 sieht der Nutzungsplan wie folgt aus:
Montag: Putztag
Dienstag: von 16-18 Uhr für Kinder unter Aufsicht von Frauen und Müttern; von 18 – 21 Uhr für Juegendliche ab 12 Jahre (Spiel u. Tischtennis)
Mittwoch: am ersten Mittwoch im Monat für den Frauen- und Mütterverein
Donnerstag: von 16 – 21 Uhr für Tischtennisspieler
Freitag: Jugendseminar
Samstag: Geschlossen
Sonntag: an zwei Sonntagen im Monat ist von 16 – 21 Uhr Tanz für die Jugend
Immer wieder werden Beschädigungen nach Jugendveranstaltungen und Belästigungen von auswärtigen Besuchern festgestellt. Pfarrer Joussen bitte die Gemeinde im Juni Pfarrbrief 1978 um Aufmerksamkeit zu dem Thema und erwartet, dass sich die Probleme in der Jugendarbeit mit einem hauptamtlichen Pastoralrefenten zukünftig besser lösen lassen.
Im November 1979 wird die Nutzung als Discothek-Raum nach erneuten Schäden endgültig untersagt. Im Pfarrbrief heisst es: “… Dei Verhaltensweise des einzelnen in der Masse scheint anders zu sein als zu Hause. … Die Glasscheibe in der Tür zum Saal wurde zertrümmert, sanitäre Anlagen unbenutzbar gemacht, die Küchentür stark beschädigt, 15 Stühle demoliert…”