1950

Hottorfer Brief zum Ortsgeschehen Ende 1950

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Ein „Sammelbericht“ in der Lokalzeitung:

  • kein neuer Lehrer nach Versetzung von Lehrer Faulhaber
  • Eisernes Tor in Friedhofsmauer
  • kein geeignetes Gelände für Sportplatz
  • Kath. Jugend holt Preis bei Sternfahrt
  • Schneiderlehrling Rixgens bestand Gesellenprüfung
  • Theaterverein plant zwei Theaterabende
  • Kirchenchor Cäcilia veranstaltet Zuckerrübensammlung
  • Borromäus-Bibliothek erhält Zuschuss

Ein- und Ausgaben zum Wiederaubau der Kirche

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offen: Formatierung überarbeiten

Am Kirchweihsonntag gab ich eine Übersicht über die Leistungen zum Kirchbau. (vom 1.7.48 – 1.11.50).

Beihilfen:

1945 Der Bischof Wilhelm Berning von Osnabrück 8.000,- RM (5.000,-  behielt er für sich 13.000,- RM betrugen die Kollekten meiner Tätigkeit in dem Kreis Grafschaft Hoya https://www.grafschaft-hoya.de/ vom Dezember 44 bis Ende August 1945).
Am 18.3. 1948 vom Bistum Aachen 8.000,-.
Aus dem Wohnungsnotprogramm

1947: 1297,97 RM und am 11.5.1948: 8.184,40 RM.

Darlehen: 2000,- RM vom Bistum Aachen und 2.400,- RM vom Kreis Jülich.
1800,- RM brachten die in der Flurgasse verkauften Parzellen an Kremer und Gertrud Schmitz ein.
 An Hauskollekten kamen ein:

1945: 3.130,-,
1946: 6.591,-
1947: 5.562,-
1948: 5.949,20 RM,,
1948: 1.140,65 DM,
1949: 2.355,75 DM,
1950: 1.153,45 DM.

Eine Verlosung erbrachte

750,- DM. Kraut:
548,60 DM, Rüben: 
420,- Holz:
1214,30, Kartoffel:
340,-, Pappe:
391,-DM  , Stroh
175,-DM, Blei
176,75 DM,
Kamillen 96,70 DM, 
Verschiedenes 385,25,

  1. Messen 731,-,

Zinsen und Abwertung 1.520,48;

Geldspenden 4.217,64; darunter 1.903,04 DM für die Kirchenfenster bestimmt,

Kollekten 554,73 DM.

 

Ausgegeben wurden für den

Dachstuhl 934,96 DM.
Schiefer und Transport 2523,10,
Auflagen des Schiefers 1075,10,
Dachrinnen 1067,35,
Putzerarbeiten 3785,22,
Lichtanlage 1033,25,
Orgelbühne 803,85,
Portal 600,-,
Mitteltür 305,89,
Beichtstuhl 339,95,
Kirchenbänke 1044,10,
Sakristei 691,45.
Turm, zweiter Bauabschnitt 1395,83,
dritter Abschnitt 2736,51.,
Friedhof 297,51,
Glocken 311,50,
Kreuzwegstationen 100,-,
Fenster 1931,84 (von 10 Leuten geleistet)
Dazu kämen 7700,-DM Auslagen für Pastorat und Vikarie.

Dies und das im Sommer 1950

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| kurz gefasst |

Die Zeitung berichtet aus Hottorf:

  • Buswallfahrt mit Müntz noch Neviges
  • Tod von Schwester Beatilla, Anna Effen
  • Überfahrt über den Straßenkanal „am Maar“ beim Gut von Meer
  • Wegweiser nach Jülich
  • siebter Fußfall an Friedhofmauer

Die Wasserkanal an der Maar hat wohl schon viele Jahre zu Probelem geführt. So berichtet Pfarrer Reiner schon zum 28. September 1946 in seiner Chronik: „In der Rinne bei von Meer quer durch die Straße blieb gestern schon wieder ein Gemüseauto stecken. Nach einer guten halben Stunde war es durch Winden frei geworden. Die Provinzialregierung muss das machen. Nun scheint alles Gemüse verkauft zu sein.“
Auch heutzutage bleibt die Stelle bei Starkregenereignissen kritsch, so dass die Kanaldekcel hochgepült werden.

Bei der gennanten Schwester Beatilla handelt es sich um eine Großtante des Chronisten. Der Artikel stellt die Suche nach Erholung und Genesung heraus, verschweigt jedoch, dass die Schwester den Freitod durch Erhängen im Kloster gewählt hat. 

Firmung von 25 Firmlingen bei „Firmreise“

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Firmung von 25 Firmlingen und Visitation durch  Weihbischof Friedrich Hünermann.

Die Tageszeitung berichtet am 2. August 1950:

„Vier Reiter von Hottorf holten von der Gemeindegrenze über den Pützberg zur Empfangsstelle am Maar bei von Meer den hohen Gast ein. Pfarrer Reiners und Orts­bürgermeister Meyers begrüßten den Weih­bischof. Der neugegründete Kirchenchor unter Leitung des Dirigenten Römer, Hasselsweiler, boten dem Gast den Will­kommensgruß, ein Kind trug ein Gedicht von Thrasolt vor.

Nachdem die Gemeinde in feierlicher Prozession Dr. Hünermann das Geleit zur festlich geschmückten Dorfkirche gegeben hatte, wurde die Gemeinschaftsmesse zu Ehren der Tagesheiligen Martha gefeiert. Nach der Segnung der Kleinkinder und Mütter schloß sich die Visitation der Kirche an. Nachmittags holten Geistlichkeit, Meß­diener und Firmlinge den Bischof ab.
22 Kinder und drei Erwachsene wurden gefirmt, Firmpaten waren Peter Bergrath und Frau Hubertine Spengler.

Weihbischof Dr. Hünermann verstand es, in seiner Abendansprache im Saale Mütz die Jugend mit den rechten Worten anzu­sprechen und sie für ein echtes Christen­leben zu begeistern.“

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