Beiträge auf dem Zeitstrahl
| Römer im Rheinland | Jülich wird erstmals mit verlässlichem Datum anlässlich eines Gefechts zwischen Truppen Caesar Julians (Apostata) mit 600 fränkischen Kriegern im Jahre 356 erwähnt. Solche Beutezüge der Germanen führten um 310 zum Bau der ersten römischen Befestigung in Jülich. Mit diesem Beitrag möchte der Chronist auch mit den Ereignissen zur Ortsgeschichte von Hottorf beginnen.
| Römer waren Namensgeber für Straßenname "Heerbahn" | Die Region um das heutige Jülich im Rheinland war schon im 1. Jahrhundert n. Chr. ein wichtiger Ort im Römischen Reich. Hier bauten die Römer eine bedeutende Fernstraße – die sogenannte Via Belgica –, die Köln mit Boulogne-sur-Mer an der Kanalküste verband.Jülich und seine Umgebung sind ein Beispiel für die tiefgreifende römische Prägung des Rheinlands – sichtbar im Straßennetz, im städtischen Leben und in archäologischen Funden bis heute. Die frühesten Funde reichen bis in die Steinzeit und die Römerzeit zurück; von letzterer wurden Funde von meinem Vater, Heinrich Schiffer, und von mir gemacht (1962). Bei Ausschachtungsarbeiten am Hause Jülicher entdeckten wir zuerst ein paar Scherben. Beim Weitergraben stießen wir dann auf eine flache Schale und schließlich auf eine gut erhaltene römische Tonflasche, die etwa ins 3. Jh. n. Chr. zurückdatiert werden kann. Durch Zufall waren wir damit auf ein römisches Brandgrab gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine vorgeschichtliche Grabart. Der Tote wurde verbrannt und die Asche und die Knochenreste (so genannter Leichenbrand ) in einem Gefäß (Urne) beigesetzt. Nun erhebt sich die Frage, wie gerade ein römisches Brandgrab an diese Stelle gelangen konnte. Dafür muß ich ein wenig zurückgreifen. Als die
| Aachen Sitz des Reiches | Friedrich I. bestätigt die Freiheitsrechte Aachens, das er als Haupt und Sitz des Reiches bezeichnet. Die Stadt Aachen erhält Markt- und Münzrecht.
| Große Landfestung | Im Hochmittelalter (um 1300) ist Hottorf der Stammsitz der Ritter von Hottorf. Stift (Burg) Wie das Rittergut in früherer Zeit ausgesehen hat, ist leider nicht bekannt. Es muß sich aber um eine sehr große "Landfeste" gehandelt haben, welche einen quadratischen Innenraum hatte. Diese Aussage wird durch die Tatsache bestärkt, daß sich oben am "Stift" insgesamt drei Türme befinden, beziehungsweise befunden haben, denn ein Turm wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. (Dieser Turm stand auf dem Anwesen vom Hubert Dohmen - jetzt Jürgen Dudeck, Georgstr. 14). Der zweite Turm steht an der eigentlichen Burganlage und der dritte Turm steht an der Nordseite des Hauses Herbergs. (Im Jahre 1870 erwarb die Familie Herbergs den heutigen Besitz von dem damaligen Burgbesitzer Nöthlings.) Die zwei noch übriggebliebenen Türme haben dieselbe Größe und sie bilden mit dem zerstörten Turm ein rechtwinkeliges Dreieck. Da es aber unwahrscheinlich ist, daß eine "Burg" rechtwinkeliges“ (gemeint: dreieckiges) Aussehen hat, muß sich ein vierter Turm auf der Nordseite (jetzt Herbergs ) befunden haben. Die Fundamente der riesigen Außenmauern sind noch erhalten, aber sonst ist von den damaligen Wirtschaftsgebäuden nicht mehr viel zu sehen. Nur das Herrenhaus (Stift), die Verwalterwohnung (Herbergs) und die zwei noch verbliebenen Türme erinnern
| Stadtmauer schützt Jülich | Durch den Sieg Graf Walrams bei Worringen wurde Jülichs Unabhängigkeit endgültig gesichert. Die Stadt erhielt kurz nach 1300 eine neue Stadtmauer, von der heute noch das Rurtor (Hexenturm) als ältestes Bauwerk Jülichs erhalten ist. Diese Stadtmauer schützte Jülich 250 Jahre, während deren der Machtbereich der Grafen und Herzöge beständig wuchs, durch Heiraten und Erbfolge kamen die Gebiete Berg, Ravensberg, Kleve und Mark, zeitweise auch Geldern, hinzu. Die Herrscher hielten sich allerdings nur noch selten in Jülich auf, bevorzugte Residenzen waren Nideggen, Hambach, Kaster, Nimwegen, Düsseldorf und Kleve.
| Ortsbezeichnung "Hoitorp" in Urkunde | Urkunde im Landesarchiv benennt Hottorf im Jahr 1337: "Ritter Heinrich von Overbaig (Overbach) bekundet, daß Erzbischof Walram seine ihm auf den Rheinzoll zu Neuss angewiesenen Lehenmanngelder abgelöst und stellt dagegen für den Betrag von jährlich 20 Mark Einkünfte seiner allodialfreier Grundstücke zu Hottorf zum Mannlehen d. in crast. Innocentium." Hierbei handelt es sich um Heinrich von Overbach. Denn wie das Landesarchiv NRW bestätigt, ist „Overbach“ die hochdeutsche Schreibweise von „Overbag“ oder „Overbaig“. So heißt es in dem zugehörigen Regest (in: Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter, Bd. 5, hg. v. Wilhelm Janssen, Köln/ Bonn 1973, S. 115-116): „Heinrich von Overbach (Overbag)“. Heinrich von Overbach war Hofmeister des Grafen Wilhelm von Jülich und hat gemäß Urkunde Land in Hottorf besessen (siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Overbach). Somit wird dokumentiert, das Ritter Heinrich von Overbach Grundstücke in Hottorf in "vollem" Eigentum besitzt (im Gegensatz zu Lehen). Ein Lehen ist ein Gut, das ein Lehnsherr (z.B. Adliger) einem Lehnsmann (Vasall) zur Nutzung überlässt, meist gegen bestimmte Verpflichtungen. Der Begriff Mannlehen bezeichnet ursprünglich jedes gegen Kriegsdienst verliehene Lehen. Mit dem Begriff eng verbunden ist der Umstand, dass ein Mannlehen nur an einen wehrfähigen Mann, das heißt im Mannesstamm, vererbt
| Gebrüder Adam und Carsilius | Der Aachener Stiftsherr Adam von Hoytorp, Kanonikus am Marienerstift, und sein Bruder Ritter Carsilus von Hoytorp geben Ländereien aus dem Eigentum der Hottorfer Burg zum Bau einer Kapelle. Damit errichten sie eine Stiftung und legen den Grundstock zum Bau eines Gotteshauses für die Hottorfer Bewohner. Der Pastor von Boslar, Ludwig von Kintzweiler gibt die Einwilligung zum Bau, wie es heißt, erst nach langen vergeblichen Bitten. Das Patronrecht an der Kapelle erhielten die Herren von Hottorf, also die Familie der Gründer. Darum wird die Kapelle frei genannt, weil sie unabhängig vom Pastor war und nicht, wie gewöhnlich die Kapellen, von diesem vergeben wurde. Stiftungsurkunde I. n. d. a. Ludowicus de Kyntzwilre pastor ecclesie de boeselor universis - quod ego hon. d'nis videl. Casilio de hoytorp militi parochiano meo et Ade ejus fratri leg. canonico D. marie aquensis consensi ut ipsi de suis bonis in villa de hoitorp Capelle faciant et consecrari procurent - salvis - juribus ad me - pertinentibus -. In hujus rei testimonium sigillum meum hiis litteris duxi fid. apponendum. Datum a'o d'ni M.CCCXL sedo ferin quarta octavorum sollempnit. pasche. Siegel Quelle: SchifferÜbersetzung: Im Namen des Herrn. Amen.Ich, Ludvicus von Kintzwilre (Ludwig von
| B. M. V. - Bruderschaft Mariae Virgine | Im bischöflichen Diözesanarchiv in Aachen befinden sich Dokumente zur Stiftung der Bruderschaft B. M. V.. Neben einem Vorwort dindet sich dort die Stiftungen des Wilhelm Rolt, Barone de Goir, aus dem Jahr 1356 für die Bruderschaft B. M. V. und die Kirche St. Georg. Wilhelm Rolt ist der erster Rektor der freien Kapelle. Die Bruderschaft erhält weitere Stiftungen in den Folgejahren, wie im Jahr 1415 durch die Eheleute Winant und Bela zu Gevelsdorf. Wie lange die Bruderschaft aber ingesamt aktiv war, ist nicht bekannt.
| Gutshöfe im Mittelalter | Nach einem Aufsatze des Pfarrers Metternich im Jülicher Kreisblatt (1911 Nr. 68) gab es zu Ende des 14. Jahrhunderts drei, bald nacher vier adelige Höfe, die vermutlich sämtlich als Teile eines zersplitterten älteren Rittergutes, des Stammsitzes der Ritter von Hottorf, zu betrachten sind. Was für Umstände die Zersplitterung des Gutes veranlaßten, ist nicht bekannt. Nach 1400 finden wir im Besitz des Hauptteils die von Palant zu Breitenbend. Der heute noch stehende, wohl ins 15. Jahrhundert zurückreichende Turm bewahrt die Erinnerung an eine trutzige, kühne Mannen beherbergende Landfeste, und der Wassertümpel, die "Maar" ist sicher ein Rest des ehemals die Burg umgebenden Festungsgrabens. Durch Heirat kam das Gut von den Palant an die Freiherren von Brempt und Uettenhoven; letztere gewannen später den ganzen Besitz, deren Wappen sich noch in einer Mauer des Anwesens, das den unerklärlichen Namen "Stift" führt vorfindet. Neben der Palantschen Burg hielt die ehemalige Ritterfamilie von Hottorf bzw. ihre Erben, die von Goir, ihren Sitz. Der Keller am Eingange des Dorfes von Müntz her gehörte ihrem Hause. 1448 teilten sie mit einem von Elmpt, bereits 1570 sahen sie sich aber durch Geldnot zum Verkauf ihres Teiles an Heinrich von Merken genötigt; dessen Nachkommen
| St. Georg Bruderschaft | Die Kapelle zu Hottorf und die Bruderschaft unserer lieben Frau und Hl. Georg wird 1415 auf einer Urkunde im gräflich Mirbachen Archiv genannt (Urkunden #2209 auf Seite 297), in der die Eheleute Winant und Bela zu Gevelsdorf der Kapelle zu Hoytdorp/Hoitdorp eine Erbrente schulden. Hinweis aus "Die Kunstdenkmäler im Kreis Jülich" : Urkunde im gräflich Mirbachschen Archiv. — Ann. h. V. N. LV, S. 297 oder teilweise unter diesem Link im Internet veröffentlicht.
| Letzte Ritter von Hottorf übergeben an Palant zu Breitenbend | Die Geschwister Karsilius und Greta von Hottorp übertragen im Jahr 1420 ihr Patronatsrecht der Kapelle St. Georg an die mächtigeren Palant zu Breitenbend, der auch später im Besitz der Hottorfer Burg bzw. des Gutshofes gelangt. Hochdeutsche Fassung der Urkunde: Wir, Gesilis und Greta, beide aus Hotorp, Bruder und Schwester, die keine ehelichen Kinder haben, Kinder des Ritters Hermann von Hotorp - geben bekannt - die in Hotorp gelegene Kapelle, die von unseren alten Vorfahren gestiftet und geschenkt wurde – haben wir dem ehrbaren und frommen Herrn Werner von Palant, Herrn zu Breidenbend, und seinen Erben übertragen – haben demselben Herrn Werner die vorgenannte Kapelle zu Hotorp als Erbschenkung und damit die Verantwortung und das Recht über diese gestiftete Kapelle übertragen - Zeugen dieses Vorgangs sind die ehrbaren Herren Reynalt von Palant, Pastor zu Boyselair, Werner van den Driesch und Johan von Hotorp -ausgestellt im Jahr des Herrn 1420, am Festtag der Kathedra Petri (22. Feb.).Wir Gesilis ind Greta beyde van hotorp broeder ind suster die wilne elige kinder waen hen hermans van hotorp ritters - Kund - want die Capelle zu hotorp gelegen van unsen alden gestoid getbegaefft -
| Hoittorp | Hottorf wird als Hoittorp erwähnt: 1424 - bei der Erbpacht des Wilhelm von Kofferen aus dem Besitz des Werner Herrn zu Paland und zu Breitenbenden (angrenzedes Land, an das der Geistlichen von Hottorf) 1450 - bei der Erbpacht des Rutger, Gemahl der Liese von Glimbach aus dem Besitz des Werner Herrn zu Paland und zu Breitenbenden 1456 - bei der Erbteilung des Werner Herrn zu Paland und zu Breitenbenden mit Hof und Gut zu Hottorf mit Lehnsleuten, Gericht und allem Zubehör einschl. dem Hofland: Am 24.07.1456 machen seine Söhne und Enkel Erbteilung. Es teilen die überlebenden Söhne Reynalt, Karselis, Werner, Diderich und Johan; außerdem die Kinder der verstorbenen Söhne Daem, Johan und Emondt. Die Teilung wurde, wie es scheint, in aller Friedfertigkeit und ohne Hinzuziehung von Dedingsluden vorgenommen, nur zwei Freunde, Diederich von Berchenhusen, Vogt zu Boslar, und Herr Arnolt von Rymmelsberch, Pastor zu Linnich, wohnten ihr als Zeugen bei. (Quelle) 1424 1450 1456 Quelle: Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg zu Schönstem/Sieg
| Ordnung zur Nutzung des Holzes und zur Schweinemast (mit Eicheln) | Skizze zur geographischen Lage des Waldgebietes Landkarten aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigen genauere Grenzen der ensprechenden Waldbereiche: Preußische Uraufnahme des Rheinlands Französische Ingenieure kartieren das Rheinland Auf der rechten Rurseite, im nördlichsten Teil des ehemaligen Kreises Jülich, erstreckte sich bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts der Buchholzbusch, oder "Bökesbösch", wie er im Volksmund genannt wurde. Der Hochwald, in dem Buchen und Eichen standen, war im Kataster als Wald II. und III. Klasse eingetragen, weil die Bäume sich mit dichtem Unterholz und strauchwald vermischten. Der Wald grenzte an die "elf gehultzden Dörfer", nämlich im Süden an die Feldern der Gemeinden Gevelsdorf, Ralshoven, Müntz, Hompesch, Boslar, Hottorf, Kofferen, im Norden an Holtzweiler, Katzem, Kleinbouslar und Lövenich, im Osten verlief er ungefähr bis in die Nähe des Gutshofes Isenkroid und im Westen erreichte er den Dingbuchhof, der an der Straße zwischen Kofferen und Lövenich liegt. (Anmerkung des Chronisten: Die Waldordnung des Buchholzbusches vom 16.10.1470 nennt mit Ertzelbach ingesamt 12 Gemeinden. Ebenso wird seine westliche Ausdehnung an anderen Stellen auch bis Rurich verortet.) Seine Gesamtgröße betrug 1972 "alte" Morgen ( der alte Morgen war etwas größer als der jetzige)
In einer Stiftungsurkunde im Pfarrarchiv (im Kriege verbrannt) vom Jahre 1506 wird von Baunöten der Kapelle gesprochen. Ob in diesen Jahren die Kirche vergrößert wurde und daher die Baunöte auftraten, kann nicht gesagt werden. Der Patron der Kapelle ist Karsilius von Palant, Herr zu Breitenbend. (Anmerkung des Chronisten: Aufgrund des Datums muss es sich um Carsililius IV handeln) Die von Palant bauten die Kirche jedenfalls aus, denn im Jahre 1610 besaßen die Hottorfer Bürger ein wunderschönes Gotteshaus . Es war der damaligen Kunstrichtung (Gotik) angepaßt. Es hatte ein lang gezogenes Kirchenschiff, hohe Fenster und ein großes Kirchenportal. Der Westturm stand praktisch als selbstständiger Baukörper neben dem Kirchenschiff, welches scheinbar nur angelehnt erschien. Damals wie heute stand die Kirche am Südrand unseres Dorfes, daß Dorf zog sich dann von der Kirche gesehen in nördlicher Richtung.Quelle: Schiffer In der Übersicht über den Inhalt der kleine Archive der Rheinprovinz (siehe auch Quellen) findet sich der Text dieser Urkunde:1506, Nov. 30 (op sent Andreis dach des hilgen apostelen). Rektor Michel van Linnich und die gemeinen Nachbaim von Hotorp geben mit raede jonker Karsillis van Palant herren zo Breidenbeent, gijffter der capellen zo Hotorp, vier Morgen Artland durch buices noeden an der capeilen dem Itaepyen
| Vorgänger des Indigo Farbstoffs | Der Anbau der Waidpflanze, die den später durch das Indigo verdrängten Farbstoff liefert, war in dieser Gegend umfangreich: es gab im Amte Boslar fünf Waidmühlen; davon gehörten die zu Boslar, Müntz, Gevenich und Cofferen dem Herzog von Jülich, die zu Hottorf den v. Palant. Zu Linnich hatte der Herzog zwei solcher Mühlen. aus: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins, 33. Band, 1911, Die Pfandherrlichkeit Müntz Die genannten Mühlen gehen aus einer Vogtrechnung aus dem Jahr 1515 hervor. Lage der Flur "An der Weidmühle" an der Landstraße nach Gevenich Siehe auch: Flurnamen und deren Geschichte
| Sakramente wurden nicht gespendet | Die ganze Zeit hindurch blieb Hottorf Filialort von Boslar Die Kommunikanten gehören zu Boslar, der Pastor, d.h. der die Kapelle von Boslar bedienende Geistliche, hat wöchentlich drei Messen.Die Kapelle hatte keinen eigene Sakramente, aber eine eigene Begräbnisstätte. Quelle: SchifferIn einem Erkundigungsbuch des 16. Jahrhundert befinden sich mehrere Einträge für Hottorf (entnommen aus Visitationsprotokolle u. Berichte [8]): 28. Juni 1533 Übersetzte und kommentierte Fassung:Hottorf. Die Kapelle ist keine selbstständige Pfarrei, sondern eine Filiale. Der „Capellenherr“ ist Gerhardt von Palant, ein Adeliger, der das Patronatsrecht innehat – also das Recht, den Pastor einzusetzen. Solche Rechte waren damals typisch für Adelsfamilien.Die Kapelle besitzt etwa 40 Morgen Ackerland. Ein „Morgen“ war ein Flächenmaß, das ungefähr der Fläche entspricht, die man an einem Morgen pflügen konnte – ca. 0,25 bis 0,35 Hektar.Jeder Morgen bringt 3 Sümber Roggen ein – „Sümber“ ist ein regionales Hohlmaß für Getreide (wahrscheinlich um die 60 Liter).Zusätzlich gibt es einen Zehnten, eine Abgabe, die meist an die Kirche oder den Grundherrn ging. Hier sind es jährlich 30 Malter Roggen und ebenso viel Hafer. Ein „Malter“ war ein weiteres Maß für Getreide, oft ca. 93–110 Liter.Der „dritte Licht“ (eine weitere Einnahmequelle) besteht aus 12 Morgen Wald/Büsche
| Katholische Reform | Das Konzil von Trient beginnt, es dauert 18 Jahre mit unseligen Unterbrechungen: Katholische Reform und Abgrenzung vom Protestantismus (Bibelkanon, Tradition, Gnadenlehre, Kirchenverständnis, Sakramente, Liturgie, Heiligenverehrung, Disziplin, Orden).
| Auf spanischen Kriegskarten | Karte von Christian Sgrooten, Kartograf vom Niederrhein, mit Schreibweise "Hottorp" (Karte zeigt nach oben in östliche Himmelrichtung, Karte anklicken für große Darstellung) Quelle: Einrichtung: Moravian Library Vollständiger Titel: Gelriae, Cliviae, Finitimorvmque Locorvm Verissima Descriptio Autor: Sgrooten, ChristianJahr der Abbildung: 1570 - 1603 Veröffentlichungsdatum: 1570 - 1603Erste kartographische Beweise des Ortes in einem handgezeichneten Atlanten von Christian van Sgrooten auf spanischen Kriegskarten der damaligen Festung Jülich. Von jeder Karte existiert nur noch je ein Originalstück (ein Stück in der „Bibliotheque Royale Albert I“ in Brüssel und ein Stück in der „Biblioteca Nacional“ in Madrid). Auf diesen Karten wird unser Ort einmal „Hottorff“ (1573) und 1592 „Heydorpe“ genannt. Quelle: SchifferKarte von Christian Sgrooten aus 1557 mit Schreibweise "Haydorff" (Karte klicken für große Darstellung) Hinweis: OldsMapOnline
Christian Packen versieht als Priester und Rektor den Dienst in der Hottorfer Kirche (bis 1612). Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
Überfall und Plünderung der Ortschaft durch spanisches Kriegsvolk unter Führung des Obristen Fronßbergs. Häuser und Felder wurden niedergebrannt. Dazu gehört auch der damalige Horrich Hof in der Ortsmitte. Meinhard von Horrich gefangen, sein Haus ausgeplündert. Quelle: Kriesgschäden, welche das Herzogthum Jülich durch Einlagerungen und Durchzüge spanischer und kurkölnischer Truppen in den Jahren 1568 bis 1589 erlitten hat, Mitgeteilt von W. Grafen von Mirbach, Seiten 279 bis 327, aus Zeitschift des Aachener Geschichtsvereins, Jahr ??, aus Stadtbibliothek Aachen ZVNW 52.136.168 Darin heißt es auf Seite 290: "Des spanischen Obristen Fronßbergs Kriegsvolk hat im Jahr 1580 im Dorff Bosselar, Hompesch, Muntz, Hottorff, Raelshoven, wie dan des Graven von Reulr Volk im Jahr 1579 im Dorff Gevenich Glimbach Schaden gethan ... 1820 Thaler." Es wird auch von weiteren Schäden durch die Spanier in den umliegende Dörfen wie. z. B. Tetz, Gevelsdorf im Januar 1586 oder in Lövenich und Katzem im Oktober 1588 berichtet.
| Zeltlager vor der Kirche | Im Zusammenhang mit der Belagerung Jülichs durch Moritz von Oranien: Zeltlager des holländischen „Commisaris Generals“ Thomas van Stakenbroeck vor unserer Kirche (auf einem Kupferstich von Florentinus Balthasar) Foto: Schiffer Anmerkung des Chronisten: Wenn man von einer Genauigkeit der Darstellung ausgehen kann, lässt diese vermuten, dass Hottorf auch an der Südseite (also in Richtung Müntz/Hompesch) bewaldet war, also eben nicht nur in der nördlichen Richtung mit dem Buchholzbuch. Für eine eventuelle Bewaldung an der Südseite des Dorfes existieren jedoch keine Belege.
| Ende mit dem Westfälischen Frieden 1648 | Die Bevölkerungszahl der Deutschen geht um ein Drittel zurück und erst im 18. Jahrhundert erreicht Deutschland wieder den Bevölkerungsstand von 1618. Deutschland verödet, in manchen Regionen ist die bäuerliche Bevölkerung praktisch ausgestorben. Allerdings sind nicht alle Regionen gleich betroffen. Besonders trifft es die Regionen, durch die die Armeen ziehen, wie zum Beispiel Norddeutschland, Niedersachsen, Mitteldeutschland, das Gebiet des heutigen Hessen und Bayern. aus: https://www.planet-wissen.de/geschichte/neuzeit/der_dreissigjaehrige_krieg/index.html
| Des Vates Fluch | Die überlieferte Geschichte vom Steinkreuz wird innerhalb von wenigen Jahren in zwei verschiedenen Versionen in den Rur-Blumen wiedergegeben: Das alte Steinkreuz am Wege von Hottorf nach Lövenich in: Jg. 1937, Nr. 4 und Das alte Kreuz am Buchholzbusch in Nr. 43 vom 30. Okt. 1943, Seite 163-64. Beide Geschichten sind weiter unten wiedergegeben. Im Pfarrachiv befindet sich dazu folgende Ergänzung von Wilhelm Honold: Anno 1925. Wenn Johann Schmitz, 12 Jahre alt, Willi Schmitz 10, Jahre alt, und ich Wilhelm Honold, 13 Jahre alt, unseren Sonntagsspaziergang machten, war unser Ziel der Rabeboom (Rabenbaum). Der Rabeboom war eine mehrere 100 Jahre alte Buche und stand zwischen Hottorf und Kleinboslar. Die Buche war der letzte stumme Zeuge von dem damaligen Brudermord. Diesen Baum benutzten im Herbst und Winter die Krähen als Rastplatz. Daher der Name Rabeboom. Wir konnten mit drei Jungen die Buche umfassen, aber uns dabei nur mit den Fingerspitzen berühren. Der Umfang in 1 Meter Höher war ca. 4,26 m. Wenn wir von unserem Spaziergnag zu spät nach Hause kamen, gab es eine "Abreibung". Leider ist die Buche von deutschen Soldaten 1944 gefällt worden. Ich erinnere mich, dass das in der nachstehenden Aufzeichnung erwähnte Kreuz immer einen
Ende der Einflusses der von Pallant Die von Palant scheinen das Patronatsrecht bis 1637 ausgeübt zu haben (genaueres kann nicht gesagt werden, denn darüber gibt es keine Unterlagen), denn von da ab gingen alle Rechte und Einkünfte der Kirche an die Deutschordenskommende Siersdorf.Im Jahre 1190 gründeten Bremer Kaufleute den Deutschen Orden, eine Vereinigung zur Krankenpflege während der Kreuzzüge. Die erste Berührung des Ordens mit dem Jülicher Land fand auf einem Kreuzzug in den Jahren 1218 bis 1219 statt, an dem auch Graf Wilhelm III. von Jülich teilnahm. Der Kreuzzug war 1215 auf dem Lateranischen Konzil von Papst Innocenz III. geplant worden. Dieser Zug wurde dann 1218 gegen den in Kairo lebenden mächtigen Sultan Saladin geführt, wo er im Jahre 1221 scheiterte. Graf Wilhelm starb 1219 an einer tückischen Krankheit, nachdem er kurz zuvor aus Anerkennung für die Krankenpfege dem Orden die Kirchen in Nideggen und Siersdorf "geschenkt und übertragen, zu ewigem, sichern und vollständigen Besitz." Aus dieser Stiftung entstand dann die Siersdorfer Kommende.Quelle: Schiffer Nach knapp 230 Jahren endet das Patronat der von Palant sIm Jahr 1420 hatte Werner II (1375-1456) das Patronat von den Herren von Hottorf übernommen.Sein Urenkel Gerhardt (1472-1546) von Palandt-Flamersheim zu Hottorf und Vernich lebt wohl
| Glocke von 1513 | Installation der ersten Glocke (b‘) Wie die Inschrift vermuten lässt, wurde diese bereits 1513 gegossene Glocke wohl aus einem anderen Ort übernommen. ANNA HEISCHEN ICH, IN DIE EERE GOTZ LUDEN ICH, GREGORIUS VON TRIER GOIS MICH ANNO DNI 1513 Diese große Glocke stammt von Gregorius van Trier, welcher zu jener Zeit in Aachen tätig war und für ganz Nordrhein-Westfalen viele Glocken lieferte. Diese Glocke wurde über 500 Jahre nie beschädigt oder umgegosssen und hängt weiterhin im Hottorfer Kirchturm. Siehe: Überblick der Hottorfer Kirchenglocken
| Friedensschluss in Aachen | Beendigung des Revolutionskrieges zwischen Spanien und Frankreich durch Friedensschluss in Aachen. Quelle: Wikipedia
| Jacobi Neuhs | Jacobi Neuhs wird in Urkunden als „pro tempore rector“ genannt. Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
| Constantin Adam Dierna | Constantin Adam Dierna wird Rektor der freien Kapelle. In seiner Amtszeit werden eine Pfarrscheune und ein Rektoralhaus erbaut. Er stirbt im Jahr 1765. Die zugehörige Grabplatte steht heute auf dem Friedhof. Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben In Bearbeitung: Abstammung (?)
| Bausumme von 105 Thalern | Am 11. Mai wird mit dem Bau einer „Pfarrscheune“ begonnen. In dem Kontrakt zum Bau der Scheune werden sechs Wochen Bauzeit angesetzt, weiter heißt es: „sie soll aus vorgeschriebenem, gesunden Eichenholz, fuß und zoll maß bestehen, andernfalls solle ihm Arnold Heck bey sechs von genannten Contract abgezogen werden.“ Dieser Vertrag wird von Dierna und Heck unterzeichnet. Am 18. Juli 1722 wird dem Baumeister auf Schloss Hambach die Bausumme von 105 Thalern übergeben.
| Rektor baut weiter | Am 15. August 1725 legte der damalige Rektor Constantin Adam Dierna dem Kirchenvorstand den Entwurf eines neuen Rektoralshauses vor, das ebenfalls von Arnold Heck erbaut wird.
| Burg in Holtorp | Diese Karte aus 1725-1750 des Erzbistums Köln zeigt Hottorf als einen Ort "Holtorp" mit einer Burg ("chateaux") im Territorium von Boslar.(Karte klicken für große Darstellung) Quelle: Einrichtung: Moravian LibraryVollständiger Titel: Carte Nouvelle de l'Archevesché et Eslectorat de Cologne Avec ses Enclaves dans les Pays Circomvoisins. Autor: Sanson, Guillaume Jahr der Abbildung: 1725 - 1750 Veröffentlichungsdatum: 1725 - 1750 Herausgeber: Ottens, Josua Physische Größe: 46.50 x 58.00 cm Bei dieser weiteren Karte des Herzogtums Jülich aus gleicher Zeit stimmen die geographischen Verhältnisse der Verortung von Hottorf nicht.(Karte klicken für große Darstellung) Quelle: Einrichtung: Moravian LibraryVollständiger Titel: Le Duché de Iuliers, l'Abbaye de Sr. Cornelis Munster, la Baronie de Wickrad, et la Ville Imperiale d'Aix la Chapelle Autor: Sanson, Guillaume Jahr der Abbildung: 1725 - 1750 Veröffentlichungsdatum: 1725 - 1750 Herausgeber: Ottens, Josua Physische Größe: 41.50 x 54.50 cm Hinweis: OldsMapOnline
| Huldigungliste 1730/1731 | Karl Philipp, Kurfürst von der Pfalz, von 1716 bis 1742 als Herzog von Berg Nachfolger seines Bruders Johann Wilhelm II. (Jan Wellem), hatte für den Fall seines kinderlosen Ablebens seinen Bruder Franz Ludwig, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, als seinen Nachfolger auserkoren und deshalb mit Erlass vom 21.7.1730 eine Eventual-Erbhuldigung angeordnet. Eine Beamtenkommission zog durch die Städte und Dörfer des Landes und die männlichen Haushaltvorstände mussten vor den Kurfürstlichen Gesandten den Treue-Eid leisten. Darüber wurden Namenslisten erstellt, die sogenannten Huldigungslisten. Die Listen sind keine exakte Bevölkerungsaufnahme, weil nur die männlichen Haushaltungsvorstände den Treue-Eid leisteten und schriftlich erfasst wurden. Daher finden sich nur die Familienoberhäupter, falls der Ehemann gestorben war, auch dessen Witwe. Kinder werden dort nicht genannt. Im Herzogtum Jülich zum Beispiel finden sich in diesen Listen nur die Dorfbewohner, aber keine Adligen und auch keine Pfarrer Diese Listen hat das Landesarchiv NRW Rheinland digitalisiert und Online gestellt, auch für Hottorf (als Teil vom Amt Boslar):
| Stiftung von Major von Oidtmann aus Berlin | Die Kapelle (Kirche) erhält mehrere Wappenfenster mit Inschriften. Zwei Fenster werden vom Major von Oidtmann in Berlin gestiftet. Das eine mit der Inschrift „LUCEAT IN SOLO FRANCISKUS WILHELMUS OIDTMANN. LUCEAT IN POLO MARIA ELISABETHA OIDTMANNS. LUCEAT IN SOLO ET IN POLO AMBORUM PROGENIES, QUORUM EXPENSIT HIC ET HAEC FENESTRA ANNO 1750 POSITA“. Das andere ohne Wappen mit der Inschrift: “ADMODUM REFERENDUS DOMINUS DOMINUS PETRUS CHRISTOPHORUS OIDTMANN, ECLISIAE COLLEGIATAE BEATAE MIRIAE VIRGINIS JULIAC. CANONICUS, DONUM DEDIT 1752”.
| Stiftung vom Kannonikus von Oidtmann | Die dreiteilige Altargruppe in einfachen Barockformen wird von Peter Christopher von Oidtmann damals Kanoniker der Kollegialkirche Beata Maria Virginis in Jülich gestiftet. Der Muttergottesaltar mit einer Madonnenstatute und dem Wappen von Oidtmann dem geschweiften Aufsatz trägt die Inschrift „J. J. VON OIDTMANN, CANNONICUS JULIACENSIS“. Der Stifter ist J. J. Oidtmann, ebenfalls Kannoniker in Jülich. Der Georgiusaltar mit der Statue des Hl. Georg trägt dieselbe Inschrift. Die Oidtmanns - verwandt mit den Oidtmanns in Linnich - saßen 2 Jahrhunderte auf auf dem Horrichhof in Hottorf (bis 1839). Ihr Adelsstand wurde durch Königlich-Preußische Kabinettorder vom 11.06.1838 anerkannt.
| 7 Häuser brennen nieder, 2 Kinder sterben im Feuer | Freilich, gerade gegen Brandstifter musste damals scharf vorgegangen werden, denn allzu häufig hören wir aus jener Zeit von verheerenden Bränden, die freilich meist ihre Ursache in dem leichtsinnigen Umgang mit dem Feuer gehabt haben mögen. Deshalb war auch bei schweren Strafen der Gebrauch von offenen Lampen und das Rauchen in Scheunen und Stellungen verboten, des gleichen seit 1757 das Eindecken neuer Häuser mit Stroh. Es brannte fast ständig. Hier nur eine kleine Liste: am 10. Dezember 1752 abends brannten in Hottorf fünf Häuser, eine Scheune und etliche Stallungen nieder. Ebenfalls in Hottorf brannte am 27. Juli des folgenden Jahres, 1753, abends 11:00 Uhr, ein Haus nieder und von einem neuen Haus das Dach ab. Mit verbrannt sind zwei Kühe und was schlimmer war, "zwei Kinder in dem Hause wo der Brand angegangen". Aus Rur-Blumen, Nr. 10 vom 5. März 1927, Unsere Heimat im Spiegel eines Tagebuchess von Adolf Fischer Siehe auch: Flurnamen und deren Geschichte
| Passend zu den Altären | Im Jahr 1754 stifteten die von Oidtmann die zu den Altären passende Kommunionbank mir reichem Rocaillewerk. Die barocke Tauf-Balustrade weist das Allianzwappen des Johann Kaspar von Oidtmann und der Cäcilia von Kessel zu Terbrüggen auf, verheiratet im Jahr 1708.
Der Seelsorger Bartholdus Erdmann, geboren 12.03.1733 in Hottorf, wird am 20.09.1755 zum Priester geweiht. Er stirbt im Oktober 1799. Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
| 1756 bis 1763 | Noch waren die Folgen des 30-jährigen Krieges nicht überwunden und schon wieder folgte Krieg auf Krieg. Besonders der Siebenjährige Krieg nahm das Rheinland schwer mit. Die Franzosen rücken mit großen Truppenmassen durch das Jülicher Land bis in Hannover hinein und wurden dann von den Preußen und Hannoveranern zurückgedrängt. Unter Freund und Feind hatte das Jülicher Land, selbst nicht Schauplatz der Kämpfe, schwer zu leiden. Der Einquartierung Fouragierungen, Vorspannforderungen und Kontributionen ist kein Ende. Im Februar 1757 sind Linnich und Erkelenz durch Einquartierung viel beschwert worden. Im Juli des selben Jahres sind übr Aldenhoven und Jülich wieder viele Franzosen zu Fuß und zu Pferd nach dem Hannoverschen marschiert. Das war der Vormarsch des 114.000 Mann starken französischen Heeres. Am 23. Juni wurden dann die Franzosen von den Preussen geschlagen uind die Sieger rückten nach. .... So ging es fast ununterbrochen die Jahre hindurch. Hier noch einige Notizen. Im Oktober 1750 hat man den Franzosen Vorspann mit Karren müssen geben und Mehl gefahren von Jülich nach Düsseldorf, auch nach Köln. Im Dezember 1760 sind drei Marschen Franzosen von Aldenhoven durch Lövenich nach Erkelenz gezogen. Am 14. Dezember 1761 marschierten französische Völker zu Fuß von Boslar her durch
| Primiz in Hottorf | Johan Peter von Cöllen war am 8. Juni 1737 in Boslar geboren, erhielt die Subdiakonsweihe am 19.12.1761, Primiz in Hottorf am 18. März 1762 in Hottorf, 1786 Versetzung nach Lövenich. Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
| Weitere Urkunden beim Brand in Boslar zerstört | In der Zeit von Mitte des 16. Jahrhunderts bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche jedoch zerstört, vielleicht im dreißigjährigen oder im siebenjährigen Krieg (1618-1648 oder 1756-1763). Damit endet eigentlich "Kirchengeschichte" von Hottorf, denn alle vorhandenen Urkunden sind bis auf einen Teil bei einem Großfeuer in Boslar (nur vier von 120 Häusern wurden verschont) am 13. September 1803 verbrannt. Da Hottorf nur Filiaort von Boslar war, befanden sich die Urkunden und Niederschriften im Pfarrhaus von Boslar, welches auch ein Raub der Flammen wurde. Quelle: Schiffer Die Abfolge der Ereignisse (u.a. die von Oitdtmannschen Stiftungen von Fenstern, Altar und Kommunionbank von 1750 bis 1754 sowie die Schilderungen zu den Auswirkungen des siebenjährigen Kriegs im Rheinland) legt die Vermutungnahe, dass die Zerstörung im siebenjährigen Krieg - also um 1760, somit Mitte des 18. Jahrhunderts - erfolgte.
| 364 Einwohner | In den Rur-Blumen werden im März 1927 in einem Artikel zum 18. Jahrhundet die Ergebnisse der Volkzählung aus dem Jahr 1767 berichtet: Hottorf: 364 Einwohner Hasselsweiler: 365 Müntz: 444 Hompesch: 145 Ralshoven: 112 Boslar: 562 Gevenich: 512 Linnich: 1.018 Körrenzig: 358 Jülich: 2.027 Im Jahr des Erscheinens des Artikels in den Rur-Blumen, also im März 1927, zählt Hottorf 495 Einwohner. Quelle: Rur-Blumen, Nr. 10 vom 5.3.1927, Unsere Heimat im 18. Jahrhundert im Spiegel eines Tagebuches von Adolf Fischer
| Fünf Wölfe | Im Wald um Hottorf fanden im Jahr 1770 noch Wolfsjagden statt und im Jahre 1769 wurden nicht weniger als fünf Wölfe zur Strecke gebracht. aus: Flurnamen und deren Geschichte
Der erste genannte Lehrer an der Volksschule Hottorf war Herr Cardauns.
| Bau der Kirche | Die heutige einfache Kirche wurde, mit Hilfe der für die Geschichte von Hottorf so bedeutsamen Familie von Oidtman, 1777 wieder erbaut. Beim Neubau blieben einzelne Stücke der Umfassungsmauer der alten Kapelle an der Nordwestseite stehen. Die Kirche besteht aus einem Backsteinsaalbau mit östlich angebrachter Sakristei. Das Kirchenschiff besitzt eine hölzerne Spiegeldecke, welche mit einer Putzschicht überzogen wurde.Quelle: SchifferÜberreste der Kapelle (Umfassunsgmauer) sind die weißgrauen Quadersteine in der Nordwand. Quadersteine unten rechts im Bild
Johannes Ferber übernimmt die Priesterstelle. Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
| Marienglocke | Guss der zweiten Glocke (c‘‘) in Gilich (Jülich) durch die Geschwister von Oidtmann. Die Marienglocke trägt die Inschrift: SANCTA MARIA HEISCHE ICH, DIE LEBENDIGEN BERUEFE ICH, DIE DOTTEN BELEUTE ICH, DAS DONNERWETTER VERTREIBE ICH. MARIA, THERESIA, FRANCISCUS, WERNERUS, CASPARUS.ANNO 1793 Siehe: Überblick der Hottorfer Kirchenglocken
| Säkularisierung beginnt | Mit der kampflosen Besetzung durch die französischen Revolutionstruppen endet 1794 die Geschichte des "Heiligen Köln" und der Freien Reichsstadt Köln. Die Universität wird geschlossen, der kirchliche Besitz eingezogen, Klöster und Kongregationen werden säkularisiert. Mit Unterzeichnung der Akte vom „Baselner Frieden“ (1795) fiel das Herzogtum Jülich an Frankreich. Quelle: Bistum Aachen
| 171 militärische Kartenblätter | "Unmittelbar nach der Besetzung der linksrheinischen Gebiete durch französische Revolutionsheere im Jahre 1794 wurde eine topographische Aufnahme dieser Gebiete durch französische Ingenieuroffiziere unter der Leitung des Obersten Jean Joseph Tranchot in Angriff genommen. Als Grundlage für diese Arbeiten legte Tranchot 1801/09 ein Dreiecksnetz über das Gebiet westlich des Rheins. Nach den Feldaufnahmeblättern wurden die eigentlichen Kartenblätter mehrfarbig im Maßstab 1:20.000 gezeichnet. Der Befreiungskrieg (1813 bis 1815) machte den topographischen Aufnahmearbeiten durch die französischen Offiziere ein Ende. Durch den Wiener Kongress (1814 bis 1815) und einige Folgeverträge wurden die Rheinlande und Westfalen dem Königreich Preußen zugeschrieben.Ab 1817 führten preußische Offiziere unter der Leitung des Generalmajors Friedrich Karl Ferdinand Freiherr v. Müffling die Aufnahme der linksrheinischen Gebiete fort und dehnten sie nach Osten weiter aus. Die von den preußischen Offizieren aufgenommenen Kartenblätter unterscheiden sich allerdings deutlich von den französischen Blättern, da sie nicht deren Feinheit und Detailreichtum besitzen. Beide Kartenaufnahmen der Rheinlande durch Tranchot und durch von Müffling waren ausschließlich der militärischen Nutzung vorbehalten und sollten zur Ableitung von Generalstabskarten dienen.127 Blätter mit einem Kartenbildformat von 50 cm x 50 cm, 21 Blätter mit einem Kartenbildformat von 47 cm x 45 cm und 23 Kartenblätter in Sonderformaten
| Französische Verwaltungsstrukturen | Aus der Gemeinde Hottorf wurde eine „Marie Hottorf“ (Bürgermeisterei Hottorf) und damit ein integrierter Bestandteil der französischen Republik. Erster Bürgermeister wurde Ferdinand Wilhelm von Oidtmann.
Der Seelsorger Bartholdus Erdmann stirbt im Oktober 1799. Ihm folgt Werner Esser als freiwilliger Seelsorger. Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
| Die Windmühle zu Hottorf | Die Windmühle in Hottorf zählte zu den historischen Mühlen, wie sie im 19. und frühen 20. Jahrhundert in vielen Ortschaften des Rheinlandes üblich waren. In weiteren Orten im Umfeld wurden vergleichbare Bockwindmühlen betrieben, häufig durch Pächterfamilien, wie der Familie Lieven, die auf Windmühlen in Hottorf, Ederen und Spiel ansässig war. Die Mühlen dienten vor allem dem Mahlen von Getreide für die örtliche Landwirtschaft. Wo die letzten Höhen der Eifel in die Ebene hinabgleiten, wo saftige Wiesen und fruchtbare Ackerflächen liegen, da beginnt das große niederrheinische Tiefgebiet. In mitten dieser üppigen Getreidefelder waren die Windmühlen zu Hause. Sie beherrschten mit ihren sich drehenden Flügeln die Szenerie in den weiten Feldern und schufen so die vorhandene Eintracht zwischen dem Getreide und dem täglichen Brot. So waren denn auch die Windmühlen in Pattern, Mersch, Spiel, Höllen, Titz und Hottorf Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Jülicher Börde. Die Windmühle konnte auf eine reiche und stolze Vergangenheit im Dienst des Menschen zurückschauen . Nachdem die Kreuzfahrer aus dem Abendland zurückkehrten, bauten sie selbst die dort ehrfürchtig bestaunten Windmühlen nach, oder ließen sie später von sachkundigen Handwerkern, den sogenannten Mühlenbauern, bauen. Aber die zunehmende Ausdehnung der Fabrikmünlen verdrängte die Kleinmühle,
| Französische Verwaltungsstrukturen | Die Bürgermeistereien Hasselsweiler und Tetz werden zur Mairie (Bürgermeisterei) Hottorf vereinigt. Hottorf ist der Hauptort der gleichnamigen ausgedehnten Bürgermeisterei. Letztere zählt über 3500 Seelen und enthält außer Hottorf die Kirchdörfer Tetz, Boslar, Müntz, Hasselsweiler, Gevelsdorf und die Dörfer Ralshoven und Hompesch. Früher war nicht Hottorf, sondern Boslar der leitende Ort dieser Gegend. Die bevorzugte Stellung, Hauptort einer großen Bürgermeisterei zu sein, hat Hottorf erst unter der Preußischen Regierung nach den Befreiungskriegen erhalten. Das Dorf zählt gegen 500 katholische Einwohner.Quelle: tbd, Kapitel Bürgermeisterei Hottorf, S. 185
| Die "Franzosenzeit" beginnt | 1802 wird Aachen als Verwaltungssitz des Roerdepartements endgültig französisch.
| Berdolet wird erster Bischof | Das erstmalige Bistum Aachen wurde auf Betreiben Napoleons 1802 geschaffen. Grundlage dafür war das zwischen Napoleon Bonaparte und Papst Pius VII. geschlossenen Konkordat (Staatskirchenvertrag) von 1801. Das neue Bistum sollte Heimat für die ca. 650.000 Katholiken der beiden neu geschaffenen Departements Rur und Rhein-Mosel werden. Erster Bischof wurde Marc Antoine Berdolet, am 13. September 1740 im elsäßischen Rougemont geboren. Am 9. Mai 1802 ernannte Napoleon ihn zum Bischof der neuen Diözese, am 25. Juli wurde Berdolet im Aachener Dom inthronisiert. Aber schon sieben Jahre später, am 13. August 1809, starb er in Aachen. Quelle: Bistum Aachen
Peter Gerhard Schiffer wird 1803 Priester in Hottorf und mit der Erhebung der Pfarre im darauffolgenden Jahr erster Pfarrer in Hottorf. Er konnte erst im Jahr 1804 das Pfarrhaus beziehen, da sich bis dahin Rektor Heinrich Erdmann weigerte, dasselbe zu räumen. Mit Wirkung zum 22.04.1817 wurde Peter Gerhard Schiffer nach Boslar versetzt. Hottorf war mittlerweile seit 1808 wieder unselbstständig und Annexkirche von Müntz. Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
| Hottorf wird erstmals eigenständige Pfarre | Bischof Marc Antoine Berdolet erhebt 1804 die Filiale Hottorf zur Pfarre im Kanton Jülich, die bis dahin Filialort von Boslar war.
Napoleon wird von Papst Pius VII. zum Kaiser der Franzosen gesalbt. Quelle: Wikipedia
Hottorf wird 1808 mit Müntz zu einer Pfarre vereinigt und wird damit als Annexkirche von Müntz wieder unselbstständig. siehe auch: Pfarre wieder selbständig
| Ende der Franzosenzeit im Rheinland | Durch den Pariser Frieden vom 30. Mai 1814 wird die Bürgermeisterei Hottorf wieder von Frankreich abgetrennt und fiel nach dem endgültigen Friedenschluss zu Wien (Wiener Kongress) vom 5. April 1815 der Krone Preußens zu.
Papst Pius VII. kann nach seiner Internierung durch Napoleon nach Rom zurückkehren
| Im Regierungsbezirk Aachen | Aus Buch des Regierungsbezirks Aachen "Gebiets-Eintheilung und Verzeichniss der Kreise, Cantons, Bürgermeistereien, Pfarren, Gemeinen, Dörfer und Orte des Regierungs-Bezirks Aachen" aus dem Jahr 1817 geht die Größe und Bedeutung der Bürgemeisterei Hottorf hervor. Hierzu gehörten die Orte: Bousslar, Breidenben, Erzelbach, Gevelsdorf, Hasselsweiler, Hompesch, Hottorf, Müntz, Raelshoven und Tetz. Der Aachener Lehrer, Johann Heinrich Kallenbach; veröffentlicht 1850 einen "Wegweiser für Lehrer, Reisende und Freunde der Heimathkunde" (siehe auch Quellen), in dem er Hottorf als "reiche Bürgemeisterei" bezeichnet. Er beschreibt alle Orte des Regierungsbezirks Aachen mit Zugehörigkeit zu der jeweiligen Bürgemeisterei und beschreibt Entfernungsangaben in "Stunden", vermutlich zu Fuss.Daraus sind die folgenden Zitate entnommen:Der Meer- oder Malfinbach, welcher zwischen Titz und Spiel in der Nähe der Meerhöfe, östlich von der Düsseldorfer Heerstraße entspringt, fließt in einem breiten, westlichen Querthale des Jülicher Landrückens, wendet sich bei Tetz nordwärts und ergießt sich unter Körrenzig in die Ruhr. In seinem fruchtbaren Thale und auf dessen Umrandung liegen die Dörfer: Spiel, Titz, Münd, Hottorf, Koffern, Gevenich, Hasselsweiler, Münz, Boslar, Tetz, Glimbach und Körrenzig.Hottorf, (1300) Hutdorf, mit Koffern und Gevenich auf einem halbinselförmigen Zweige des Erkelenzer Landrückens, südwärts des Buchholzwaldes gelegen, 2 Std. von Jülich, 41/2 Ml. von Aachen entfernt, ist ein
| Pastor Schiffer wechselt nach Boslar | Pastor Peter Gerhard Schiffer wird nach Boslar versetzt. Ihm folgt der 1773 in Hottorf geborene Johannes Conrad Schleger als Rektor von Hottorf. Er wird dann 1837 - ein Jahr vor seinem Tod - Pfarrer der wieder selbständigen Pfarre. Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
| Späterer Stationsaltar | Auf dem heutigen Pützberg wird das erste Spritzenhaus für die Feuerwehr aus Backsteinen errichtet. Dieses wird später einmal im Jahr am Dreifaltigkeitssonntag festlich zur Prozession geschmückt. Das auf dem Foto abgebildete Holzkreuz steht unter Denkmaschutz befindet sich heute am Haus Ecke Bergstraße/Dorfstraße (siehe Kreuze und Kapellen). noch offen: einarbeitung der Festschriften der Freiwilligen Feuerwehr anlässlich des 40- bzw- 50-jährigen Bestehens
| Wieder zum Erzbistum Köln | Napoleon stürzte. Europas Antlitz veränderte sich erneut. Der Wiener Kongreß (1814 - 1815) brachte jedoch keine Klärung der kirchlichen Angelegenheiten. So kam es zur Päpstlichen Bulle "De salute animarum" vom 16. Juli 1821, die die Neuumschreibung der preußischen Diözesen vornahm. Sie hob das Bistum Aachen auf und errichtete wieder das Erzbistum Köln. Die endgültige Auflösung des Bistums Aachen erfolgte dann am 24./25. März 1825 nach der letzten Sitzung des Domkapitels Quelle: Bistum Aachen
1831 wurde eine Häuserpartie gegenüber der Kirche, ein Raub der Flammen. Im Hofe von von Meer brach im Jahre 1894 auf Maria Lichtmess und im Jahre 1911 Feuer aus. Quelle: Beitrag Flurnamen und deren Geschichte Siehe auch: Hausbrände im 18. Jahrhundert
| Nur für 100 Thaler | Im Jahr 1832 kauft die Gemeinde zum Neubau der Schule ein Grundstück von der Familie Oidtmann für 100 Thaler preisgünstig, ein besonderes Entgegenkommen der Grundstückseigentümer. Wer sich für Ahnenforschung interessiert, findet unter dem Menüpunkt Familien weitere Informationen zur Herkunft und den Verwandtschaftsverhältnissen einiger Hottorfer Familien – auch der Familie von Oidtmann, die viele Stiftungen für die Hottorfer Kirche eingerichtet hat. Der Verkauf des oben genannten Grundstückes erfolgte durch die Witwe Maria Josefine Huberta von Oidtmann (geb. von Francken). Sie stirbt 5 Jahre später und ihr Erbe wird auf die Kinder aufgeteilt, wobei Land und Hof in Hottorf verkauft werden. Da der Hof mit Garten nicht geteilt werden konnten, wird dieser 1839 versteigert. Neuer Eigentümer wird die Familie von Meer.
| Neue Bezeichnung | Mit der Erhebung der Gemeinde zur selbständigen Pfarrei ändert sich im Jahr 1837 auch die Bezeichnung für das Haus, in dem der bisherige Rektor wohnte. Somit wird aus dem Rektoralshaus das Pfarrhaus. In den Unterlagen für den Denkmalschutz wird fälschlicherweise das Jahr 1837 als Baujahr angeben. Das Rektoralshaus stammt vermutlicher Weise aus 1726. Siehe Beitrag zur Planung: Neues Rektoralshaus
| Erzbischöfliche Urkunde | Durch Urkunde vom 16. März 1837 ernennt der Erzbischof von Köln, Clemens August Droste zu Vischering, Hottorf wieder zur selbstständigen Pfarre. Die feierliche Erhebung erfolgte jedoch erst am 7. Juni 1837 durch Dechanten Felix Holz aus Lich als Erzbischöflichen Kommissar und durch den Landrat von Bülow aus Jülich als Königlicher Kommissar. Der damalige Chronist berichtet: "Sr. Königliche Majestät hat huldreichst geruht, Hottorf Pfarrrechte zu erteilen" Wortlaut der erzbischöflichen Urkunde: No. 1574 Wir Clemens August, durch Gottes Erbarmung und die Gnade des heiligen Stuhls, Erzbischof von Cöln, desselben hl. Apostolischen Stuhlsgeborner Legat Freiherr Droste zu Vischering, Doctor der Theologie und Ritter des rothen Adler Ordensdritter Klasse Entbieten allen Angehörigen des Erzbisthums Unsern Gruß im Herrn. Schon Unser in Gott ruhender Herr Amtsvorfahrer, weiland Erzbischof Ferdinand August hochheiligen Andenkens, war, wie Wir mit inniger Teilnahme aus den Uns vorgelegten Verhandlungen ersehen haben, während der Dauer seiner Amtsverwaltung unablässig bemüht gewesen, das so viele Gemeinden der Erzdiözese Köln durch die unter der Fremdherrschaft statt gefundene Supprimierung ihrer Pfarrkirchen betroffene Ungleit vermittelst kräftiger Bewortung bei der oberen Staatsbehörden so viel als möglich zu entern. Seine Bemühungen sind nicht allein durch die seither erfolgte Wiederherstellung von mehreren früher supprimierten Pfarreien mit
Nach dem Tod von Pfr. Schleger wird Heinrich Gottfried Ignaz Reinckens am 4. April 1838 Pfarrer zu Hottorf und übernimmt die wiedererrichtete Pfarrei. Der Pfarrer und Lokalschulinspektor, Ritter des roten Adlerordens 3. Klasse mit der Schleife feiert in Hottorf Jubiläen: am 13. 05.1884 im Alter von 84 Jahren sein 60-jähriges Priesterjubiläum am 14.05.1888 sein goldenes Jubiläum als Pfarrer von Hottorf Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
| Offiziere zu Aufnahme- und Kartierungsarbeiten abkommandiert | "Der Anlass für die Herstellung der Preußischen Uraufnahme war die Notwendigkeit, nach der politischen Neugliederung Europas durch den Wiener Kongress (1814 bis 1815) ein einheitliches Kartenwerk für das Staatsgebiet des Königreichs Preußen zu schaffen. Als nach den Befreiungskriegen Preußen den Großteil seines alten Staatsgebiets zurückerhielt und u.a. die Rheinprovinz und die Provinz Westfalen neu hinzukamen, standen dem preußischen Militär zunächst nur die von Napoleon zurückgelassenen Tranchot-Karten zur Verfügung. Deshalb beschloss der preußische Generalstab im Jahr 1818, eine neue umfassende topographische Aufnahme der westlichen Provinzen und des übrigen Staatsgebietes durchzuführen. Unter der Leitung des Generalmajors Freiherr von Müffling wurden junge Offiziere im Leutnantsrang zu den Aufnahme- und Kartierungsarbeiten abkommandiert. Jedes Blatt wurde mit Rang und Namen des aufnehmenden Offiziers abgezeichnet. In der Provinz Westfalen wurde mit den Arbeiten 1836, in der Provinz Rheinland ab 1842 begonnen. Als technische Geräte dienten der Messtisch mit Kompass, Wasserwaage und Diopterlineal. Mit dieser für heutige Verhältnisse einfachen Technik entstanden die Blätter der Uraufnahme in bestechender Genauigkeit. Sie wurden anschließend mit großer zeichnerischer Präzision farbig ausgearbeitet. Auch die Uraufnahme wurde anfangs als militärisches Geheimnis gehütet und lediglich für die Bearbeitung der Generalstabskarte 1:100.000 genutzt. Da aber von ziviler
| Kleine Dorfchronik von Ralshoven | Im Jahr 1950 erschein in der Lokalzeitung eine kleine Ortschronik von Ralshoven und erwähnt folgende Ereignisse: 1797 Holzkreuz von Konrad Lemm wird bei Mission geweiht 1822 Kauf einer Glocke im Schloss zu Rurich 1823 Bau der Kapelle 1849 Fronleichnam: Einsegnung der Kirche 1852 Ernennung Rektoratskirche 1864 Bau der Schule 1945 Brand der Kirche durch Kriegsereignisse
| Eine überlieferte Erzählung | So erzählte Großvater einst seine Begegnung mit dem Zubbelsdeer: Wir hatten auf Isenkrahe den ganzen Tag schwer gearbeitet und dann bis abends noch einen Namenstag gefeiert. Um 10 Uhr trat ich den Heimweg an. Ich ging damals jeden Samstagabend nach Hause. Ein kalter Novemberwind blies mir ins Gesicht, so dass ich nur mühsam vorwärts kam. Als ich hinter Ralshoven schon einige Lichter von Hottorf, meinem Heimatorte, sehen konnte, setzte noch ein heftiger Regen ein, so dass mich bald der ganze durchnässte Mantel schwer auf der Schulter drückte. Doch nur weiter, dachte ich, in 10 Minuten bin ich ja zu Hause. Wenn ich nur noch den Danzeberg hinter mir habe, dennoch war es schon immer nicht ganz geheuer, besonders spät am Abend nicht. Meine Mutter hatte mir schon als kleines Kind angeraten, wenn ich spät abends diesen Weg machen müsste, einen Rosenkranz in der Tasche mitzunehmen, dann könnte mir der Danzeberger "Düvel" und auch das "Zubbelsdeer" nichts anhaben. Ich hatte diesen Rat der Mutter bis jetzt auch immer befolgt, und richtig bis jetzt hatte das Zubbelsdeer mir noch nichts anhaben können. So hatte ich auch an diesem Abend keine Angst, denn ich wusste, in der linken
| Bedeutende Bürgermeisterei | In seinem 1854 erschienen Buch "Geschichte der Städte, Flecken, Dörfer, Burgen u. Klöster in den Kreisen Jülich, Düren, Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg : nebst statistischen Angaben / nach authentischen Quellen" fasst Jakob Offermann aus Linnich die Geschichte aus Hottorf zusammen und weist auf dei Bedeutung der Bürgermeisterei hin. Er erwähnt "Hutorf" als alte Schreibweise des Ortsnamens. Um 1854 hat Hottorf 540 Einwohner. In der gesamten Bürgermeisterei wohnen 4.130 Menschen, "worunter 138 Israeliten in den Dörfen Münz, Boslar und Tetz wohnen". (S. 57, bei Tetz beschrieben) Korrektur: Die Brüder Adam und Karsilius gründeten 1340 die Kapelle, nicht wie hier beschrieben die Eheleute Karsilius und Gerta. Diese ware es, die 1420 das Patronatsrecht an Werner Herr von Paland und von Breitenbend übertrugen. 1637, nicht 1630, wurde das Patronatsrecht an die Deutschordenskommende übertragen.
Dogma-Verkündigung durch Papst Pius IX: Maria war frei von der Erbsünde (als Vorauswirkung der Erlösung durch ihren Sohn Jesus Christus). https://www.katholisch.de/artikel/164-ohne-erbsunde-empfangen
Die Kirche erhält den Kirchturm an der Westseite. Photo ist Teil einer Postkarte aus dem Anfang des 20. Jhd.
Der Wert der gestifteten ersten Orgel wird im Stiftungsbuch mit 2.100 Reichstaler vermerkt. Der Bau der Orgel erfolgt zwischen den Jahren 1848 und 1861. Kaufkraft von 2100 Reichstalern im Jahr 1855 Ein Arbeiter verdiente ca. 150–300 Reichstaler pro Jahr. Ein Lehrer oder Beamter verdiente ca. 400–800 Reichstaler pro Jahr. Ein Haus in der Stadt kostete 1000–5000 Reichstaler. 1 kg Brot kostete etwa 4 Pfennige (0,04 Reichstaler) → 2100 Reichstaler konnten etwa 52.500 kg Brot kaufen. Wortlaut der Urkunde vom 02.09.1895:Contrakt der Familie von Meer und Kirche zu Hottorf Der Kirchenvorstand von Hottorf einer- und Fräulein Agnes von Meer, Herr Joseph von Meer und dessen Ehefrau Catharina von Meer geborene von Berg andererseits sind übereingekommen wie folgt: Art. 1. Fräulein Agnes von Meer, Herr Jos. von Meer und dessen Ehefrau Catharina on Berg schenken der Kirche zu Hottorf eine für dieselbe passende Orgel Art. 2. Dagegen überläßt der Kirchenvorstand den genannten Donatoren und deren unmittebaren Descendenten, d. h. den Kindern aus der Ehe des Herrn Jos. von Meer und Catharina von Berg den sogenannten d. Oidtmannschen Kirchenstuhl auf Lebensdauer. Art. 3. Auch überläßt der Kirchenvorstand dem Herrn Joseph von Meer einen Platz auf der Orgelbühne auf Lebensdauer. Art. 4. Die Art.
Am 28. Juli 1857 genehmigt die königliche Regierung die Rodung des ganzen Buchholzbusches zwischen Lövenich und Hottorf. Etwa 1972 Morgen, davon 547 Morgen auf Hottorf entfallend, werden „in die historische Kornkammer“ eingegliedert. Eine ausführliche Berichterstattung zum Buchholzbusch und dessen Abholzung befindet sich im Virtuellen Museum des Erkelenzer Geschichtsverein.In der Jülicher Volkszeitung erschien im Juli 1950 ein 3-seitiger Bericht zum Ende des Buchholzbusches. Darin wird ausgeführt wie die Teilung und der Verkauf der Parzellen erfolgte. Er erdet mit dem Satz: "Für den ehemals so großen und stolzen Waldbestand im Norden des Kreises Jülich hatte damit das letzte Stündlein geschlagen und die heimat wurde um eine Schöheit ärmer." Dem Chronisten liegen weitere Unterlagen aus dem Nachlass von Martin Lemm vor: drunter Original-Kaufvertrag einer Hottorfer Familie. Diese werden später gescannt und hier veröffentlicht.Dazu aus Heinrich Tischler, Sagen des Jülicher Landes 1949: Wie der Lohbusch bei Boslar entstand Vor einigen hundert Jahren war unser Heimatkreis noch viel mit Wald bestanden. Jülich war von einem herrlichen Kranz prachtvoller Wälder umgeben. Es war der große Bürgerwald, kurz „Bürge" genannt, in der Gemeinde Steinstraß, der Güstener und Welldorfer Erbwald, der Patterner Erbwald, der Müntz-Hottorfer Erbwald, der Lohbusch bei Boslar, der Gevelsdorfer Erbwald, der Buchholzbusch bei Hottorf, der
Ab dem 11. Februar 1858 soll der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous an der Grotte von Massabielle beim Fluss Gave de Pau wiederholt die Mutter Gottes erschienen sein. Bernadette sammelte Holz, als ihr eine wunderschöne Dame in der Grotte erschien. Die Erscheinung soll weiß gekleidet und blau gegürtet gewesen sein. https://de.wikipedia.org/wiki/Marienerscheinungen_und_Wallfahrt_in_Lourdes
Das Verkehrsnetz wird dichter und Köln Verkehrsknotenpunkt: seit 1839 verkehrt im Rheinland die Eisenbahn. 1859 wird in Köln der neue Hauptbahnhof und die angeschlossene Eisenbahnbrücke - die heutige Hohenzollernbrücke - eröffnet.
| Ursprung der Karfreitagsprozession | Auf das Testament des Theodor Noethlings (Jülich, den 16. Februar 1859) ist wohl der Ursprung der Karfreitagsprozession zurückzuführen. Hier ein Ausschnitt aus der Urkunde:„Ich vermache den Armen der Gemeinde Hottorf aus der von mir angekauften Parzelle 200 auf dem Müntzerbusch einen Morgen längsseitig neben der Parzelle Nr. 199 gelegen. Dieser Morgen soll verpachtet und der jährliche Pachtpreis alljährlich am Karfreitage unter die besagten Armen von der Armenverwaltung verteilt werden. ... Das noch übrig bleibende Viertel von diesem Morgen soll der zeitige Lehrer zu Hottorf erhalten. Für die jährliche Pacht dieses Viertels ist derselbe verpflichtet, am Karfreitage des Nachmittags mit den Schulkindern die sogenannten sieben Fussfälle um das Dorf zu gehen oder bei schlechtem Wetter eine Stunde in der Kirche den Rosenkranz und sonst auf das bittere Leid unseres Erlösers abzubeten.“ Foto aus dem Urkundenbuch im Pfarrachiv:Beschreibung zur Abfolge der Prozession wohl aus einem Plan für den Chor:(vermutlich aus den 1980er Jahren)
Die Gemeinde wird gezwungen, ein zweites Schulgebäude zu bauen. Noch offen: Im Linnicher Stadtarchiv befindet sich die Schulchronik von Hottorf. Diese wird noch in diese Dorfchronik einfliessen.
| Liederkranz | Am 01. Mai 1863 wird der Männergesangverein „Liederkranz“ gegründet. Der Verein bestand bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges.Im Oktober 2023 hat der Männergesangvereins Laetitia 1881 e.V. einen Auszug seiner Chronik veröffentlicht, wobei der Hottorfer MGV mehrmals Erwähnung findet: 1888: In treuem Zusammenhalt mit dem Bruderverein Liederkranz Hottorf sang der Verein mit demselben dem Herrn Bürgermeister Aretz in Gevelsdorf zum 25-jährigen Dienstjubiläum am 17. Februar ein Ständchen. Ebenso beteiligte sich der Verein durch Gesangsvorträge und Festrede des Herrn Mühlfart am Jubiläum des hl. Vaters Papst Leo XIII und erwiderte den Besuch des Gesangvereins Hilurin Borschemich, bei dessen Fahnenweihe am 27. Mai und nahm teil am 25-jährigen Bestehen des Gesangvereins Liederkranz Hottorf. 1890: Besonders eifrige Sänger waren Wilhelm Lang und Leonhard Schiffer, welche, trotzdem sie in Müntz bzw. in Hottorf in Stellung waren, bei keiner Theaterprobe fehlten und den Weg nach Hasselsweiler nicht scheuten, um bei ihren Sangesbrüdern zu sein. Als Leonhard Schiffer* in Hottorf heiratete, brachte der Verein ihm ein Ständchen. Wilhelm Lorenz hielt im Birnbaume eine Rede, machher hatte die junge Frau alle Mühe, ihren Mann in Hottorf zu halten. Er wollte unbedingt mit den Kollegen wieder nach Hasselsweiler gehen. 1923: Auch wurden Konzerte in Gevelsdorf, Hottorf
| Zeitalter der Technik bricht in Hottorf an | Josef Honold bringt die erste Petroleumlampe aus Aachen nach Hottorf. Die erste Petroleumlampe war angekommen. Heinrich Josef Honold ( geb. 1823, gest. 1875 ) hatte dieselbe von einer Geschäftsreise aus Aachen mitgebracht. ( Er war Fuhrmann und verkaufte in Aachen Getreide, Kartoffeln, Raps und dergleichen. Auf der Heimfahrt fuhr er über Alsdorf, um dort Kohlen zu laden, die er dann in seinem Geschäft in Hottorf verkaufte. ) Diese Lampe wurde nun zuerst von der Nachbarschaft bestaunt und am zweiten Abend war das ganze Dorf versammelt, um das neue Licht zu bewundern. (Bis dahin hatten die Hottorfer nur Öllicht gekannt.) Um eventuellen "Explosionen" zu begegenen, stand bei der ersten "Inbetriebnahme" derselben ein Eimer Wasser unter dem Tisch.Quelle: Schiffer Siehe auch: Eine Petroleumlampe aus dem 19. Jahrhundert
Das 1. Vatikanisches Konzil definiert den Primat des Papstes und die Unfehlbarkeit des Papstes in bestimmten Situationen (Ex-cathedra-Entscheidungen) für bestimmte Bereiche (Dogma, Moral). https://de.wikipedia.org/wiki/Erstes_Vatikanisches_Konzil
| Starke Unwetter | Wie die Zeitung Rur-Blumen am 1. Oktober 1938 über die Hottorfer Kirche berichtet, werden die Wappenfenster im Jahr 1875 durch Hagelschlag derart beschädigt, dass sie durch andere einfachere, ersetzt wurden. Foto ist Teil einer Postkarte aus dem Anfang des 20. Jhd.
| 400 Einwohner insgesamt | In der Gemeindechronik aus dem Jahr 1940 erwähnt Bürgermeister Schiffer, dass Hottorf um 1880 ungefähr 400 Einwohner hatte, von denen ca. 15% in der Samt- und Seidenweberei tätig waren. noch offen: Bericht aus Rurblumen " Der letzte Samtweber aus Hottorf"
| Historischer Festzug von 1880 | Der Bau der Kölner Doms ist abgeschlossen, was als nationales Ereignis gefeiert wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Historischer_Festzug_von_1880
| Kirchenvorstand verliert Prozess | Pfarrer Reinckens und Kirchenvorstand streiten 5 Jahre über die Instandsetzung von Gebäuden am Pfarrhaus:Der Kirchenvorstand dokumentiert in zwei Schreiben vom 22. Juli 1877 und 29. April 1878 seinen Willen zur Instandsetzung der Ökonomiegebäude des Pfarrhauses. Darin wurde Pfarrer Reinckens aufgefordert, die nötigen Reparaturen vorzunehmen.Im Jahr 1878 ersucht der Kirchenvorstand sogar die preußische Regierung, das Pfarrhaus instand zu setzen.Die Ökonomiegebäude müssen repariert werden, der Kirchenvorstand entschied am 12. August 1879, vor Gericht zu klagen: "Da mit dem Pfarrer Reinckens hierselbst auf gütlichem Wege die Instandsetzung wegen versäumter Reparaturen an dem Ökonomiegebäude des hiesigen Pfarrhauses nämlich Scheune und Stallung nicht herbeizuführen ist, so beschloß der Kirchenvorstand welcher in dieser Eigenschaft heute versammelt war, einstimmig gegen den Pfarrer bei Gericht klagend vorgehen zu müßen um den Verfall der Ökonomiegebäude vorzubeugen, mit welcher der Kirchenvorstand sich insgesamt einverstanden erklärte."Zwischen Kirchenvorstand und Pfarrer kommt es zum Prozess wegen der Instandsetzung der Gebäude, der zu Ungunsten des Kirchenvorstandes ausgeht. Der Kirchenvorstand erklärt einstimmig auf einer Sitzung am 29. Januar 1882 bevor sie „die Scheune dem Nutznießer zum Gebrauch reparieren lassen würden, dieselbe lieber abbrechen zu lassen.“Deshalb wird die Pfarrscheune einige Zeit später abgebrochen.Am 24. Juli 1882 wird die Instandsetzung des Pfarrhauses
Pfarrer Heinrich Gottfried Ignaz Reinckens wird es vergönnt, mit der Gemeinde sein 50-jähriges Jubiläum als Ortspriester zu feiern. Siehe: Übersicht der Hottorfer Pfarrer
Pfarrer Heinrich Gottfried Ignaz Reinckens verstirbt am 8. Dezember nach kurzer schwerer Krankheit. Siehe: Übersicht der Hottorfer Pfarrer
| Internationale Meterkonvention und Höhenlinien | "Über einen Zeitraum von nahezu 50 Jahren seit dem Beginn der Landesaufnahme waren die Uraufnahmen selbst wegen des mangelnden militärischen und zivilen Interesses nicht mehr vervielfältigt worden. Erst um 1860 wandelte sich das Interesse von ziviler Seite her. Besonders von Seiten des Bergbaus bestand ein wirkliches Verlangen nach Karten im Maßstab 1: 25.000. Ab 1868 stellte der Generalstab diese Kartenblätter, die ursprünglich nur für die Ableitung von Folgemaßstäben herangezogen werden sollten, dem Preußischen Handelsministerium zur Verfügung. Da die jetzt veröffentlichten Kartenblätter aber bereits zwischen 1836-1850 aufgenommen worden waren und erst 20 Jahre später ohne weitere Aktualisierungen in den Handel gelangten, wurden sie in einigen Teilen Preußens abgelehnt. In der Folgezeit wurde der Ruf nach aktuellen Karten immer dringlicher. Der Grundstein für die Neuaufnahme war somit gelegt. Ab 1875 wurde das gesamte preußische Staatsgebiet noch einmal neu aufgenommen, nunmehr in der durch die Internationale Meterkonvention von 1875 vereinbarten Maßeinheit Meter. Man übernahm von den Urmesstischblättern lediglich den Blattschnitt, die Projektion und den Maßstab. Die Geländewiedergabe erfolgte nicht mehr in einer Schraffendarstellung, sondern erstmals in Form von Höhenschichtlinien, wobei als Bezugspunkt für eine einheitliche Höhenangabe in ganz Deutschland eine als Normal-Null bezeichnete Niveaufläche eingeführt wurde. Im
Am 26. Januar wird der in Neuss geborene Gottfried Rosellen Pfarrer von Hottorf Siehe:Übersicht der Hottorfer Pfarrer
Im 19. Jahrhundert gab es in Preußen ein festes Staatsgehalt für Pfarrer, da die Kirche und der Staat eng miteinander verbunden waren. Ab 1817 gab es die "Evangelische Kirche in Preußen", die vom Staat organisiert und finanziert wurde. Auch katholische Priester erhielten ein Staatsgehalt, da Preußen nach den Eroberungen im Rheinland und Westfalen große katholische Gebiete hatte. So erhielt auch Pfarrer Rosellen ein Staatsgehalt, das der Bürgemeister bewilligt hat: Wortlaut der Urkunde No. 692 vom 04.06.1892: Euer Hochwürden benachrichtige ich im Auftrage der königliche Regierung durch Verfügung von 24. Mai cur. II 2293 Ihnen aus Gründen der Billigkeil vom 1. April d. Jahres ab ein Staatsgehalt von 400 Mk, zahlbar vierteljährlich postnumerando bewilligt hat. Der Bürgermeister von HottorfAretz Quelle: Pfarrarchiv Urkundenbuch 1751-1966, Nr. 53 Siehe: Übersicht der Hottorfer Pfarrer
Das sogenannte „Vikariehaus“ wird um die Jahrhundertwende gebaut. Heute trägt es die Hausnummer 13 in der Georgstraße (Familie Blau).Die Baukosten betragen 2.200 Thaler, die ebenso wie die Kosten für die Orgel in Höhe von 2.100 Thalern durch freiwillige Spenden finanziert werden.Laut Rur-Blumen "Während des Zeitraumes von 1848-1861 im Kreise Jülich ausgeführten kirchlichen Bauten" ist dort das Vikarigebäude aufgeführt.Als das Haus nicht mehr von den Vikaren bewohnt wurde, vermietete der Kirchenvorstand dieses Haus.Bis zum Bau eines Jugendheimes im Jahre 1972 war in dem Vikariegebäude die Bücherei untergebracht. Siehe auch Beitrag:Verkauf der Vikarie Zur Währungsangabe in Thaler:Der T(h)aler ist eine alte Silbermünze bzw. Währungseinheit in vielen deutschen Staaten.Der Taler entstand im 16. Jahrhundert aus den sogenannten „Guldengroschen“ (u. a. Joachimstaler) und verbreitete sich danach im ganzen Heiligen Römischen Reich und darüber hinaus. Er blieb in Deutschland – zuletzt als Vereinstaler – bis zur Reichswährungsreform nach 1871 in Gebrauch und wurde erst 1907/1908 endgültig aus dem Zahlungsverkehr genommen, als die Mark alleinige Währung wurde.
| Auf Initiative des Bauernvereins | Von den ... Vereinen möchte ich an erster Stelle den "Bauernverein" nennen. Dieser wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegründet. Auf Initiative der Bauern wurde bereits im Jahre 1906 die erste "Bank" in Hottorf eröffnet ( Spar - und Darlehenskasse)Quelle: Schiffer Später gibt es auch eine Filiale der Volksbank Jülich in Hottorf, ein Hinweis auf die Wohlhabenheit der Bevölkerung.
Am 6. Januar entschläft Pfarrer Rosellen nach knapp 15-jährigem Dienst in Hottorf. Der kranke Pfarrer Anton Heinrich Schmitz tritt seine Nachfolge an, in der Hoffnung auf eine weitere Gesundung in Hottorf. Diese Erwartungen werden nicht erfüllt. Er stirbt am 20. Juli 1912 nur vier Jahre nach seiner Amtseinführung am 25. April. 1906. In dieser Zeit wird die Hl. Messe von Patres zelebriert. Siehe:Übersicht der Hottorfer Pfarrer
Im Jahr 1906 gib es in Hottorf einen Ziegenzuchtverein mit 67 Mitgliedern.
| Luftfahrtpionier mit Hottorfer Wurzeln | Im Jahre 1883 wurde in Düsseldorf Konrad Müller geboren. Ein Jahr später war er in Hottorf, denn dort wurde er von Verwandten großgezogen. Er besuchte auch hier die Schule, um anschließend als Mechaniker zu arbeiten. Nach umfangreichen Studien im In - und Ausland wurde er an die Zeppelinwerft nach Friedrichshafen gerufen, um dann im Jahre 1909 als technicher Führer des "Z2" (Zeppelia 2) die ersten Kölner Luftmanöver mitzumachen. Man schrieb den 20. November 1909. Gegen 10 Uhr traffen die ersten Nachrichten in Jülich ein, daß der " Z2" in Köln aufgestiegen sei, um eine Erprobungsfahrt nach Aachen zu machen. Diese war im Jahre 1909 eine Sensationsmeldung und der ganze Kreis Jülich stand Kopf, mußte doch der Zeppelin über Jülich fliegen. Aber die Enttäuschung war groß, denn um 12 Uhr erreichte der Zeppelin Aachen, ohne daß irgendein Rurländer denselben gesehen hatte. Aber der technische Führer Konrad Müller hatte scinen Heimatkreis nicht vergessen, denn plötzlich tauchte der Riese über Jülich auf und als sich dieSpitze des Zeppelins senkte, glaubten alle Leute, erwürde auf dem Artillerie-Fahrplatz landen. Aber erlandete nicht, sondern Konrad Müller machte elnen Abstecher nach Hottorf, wobei er den Zeppelin, zum Gruße an sein Heimatdorf,
In der Gemeindechronik aus dem Jahr 1940 erwähnt Bürgermeister Schiffer, dass Hottorf im Jahr 1911 Elektrizität erhält. Postkarte aus 1910
Die Nationalflugspende war eine nationale Geldsammelaktion, von der Regierung vor dem Ersten Weltkrieg dazu eingerichtet, die Entwicklung der deutschen Flugzeugindustrie voranzutreiben. Quelle: Wikipedia Das Kaiserreich führte eine allgemeine Spendenaktion durch, die in Hottorf ein Ergebnis von 67 Mark beitrug.
Nach dem Tod von Pfr. Schmitz wird Pfarrer Martin Müllers vom Rhein an die Rur versetzt. Siehe:Übersicht der Hottorfer Pfarrer
Ab Ende des 19. Jahrhunderts bildeten sich solche Gruppen in zahlreichen Pfarreien als kirchliche, kulturelle und gemeinnützige Vereinigung für schulentlassene und unverheiratete Frauen und Jünglinge. Ziele waren die sittlich-religiöse Unterweisung, das gesellige Beisammensein sowie die Veranstaltung von Theateraufführungen und Wallfahrten. Die religiöse Erziehung in der Vereinigung zeichnet sich durch die Marienverehrung aus.(aus: Jugend Deutschland! 1918-1945) So wurde auch in Hottorf am 3. Dezember 1913 in der Amtzeit von Pfarrer Müller jeweils eine Kongregation für "Jungfrauen" und "Jünglinge" gestiftet und eingerichtet.Die erste Aufnahmen erfolgten am 18. Januar 1914, wo 67 Mitglieder aufgenommen wurden. Weitere Aufnahmen sind wie folgt datiert:2. Aufnahme am 20.12.1914 von 12 Mitgliedern3. Aufnahme am 08.12.1916 von 14 Mitgliedern4. Aufnahme am 24.02.1918 von 14 Mitgliedern bei der Gelegenheit von Excerzitien5. Aufnahme am 08.12.1919 von 10 Mitgliedern6. Aufnahme am 08.12.1920 von 3 Mitgliedern7. Aufnahme am 08.12.1922 von 8 Mitgliedern8. Aufnahme am 08.12.1923 von 9 Mitgliedern bei der Gelegenheit der MissionUnter dem späteren Pfarrer Schmitt ruhten die Kongregationsarbeit.Zeitzeugen sind die nachfolgende Satzungen und Gebetheftchen:
Firmung von 96 Firmlingen (46 Jungen und 50 Mädchen) und Visitation durch Weihbischof Josef Müller, Köln.
Erster Weltkrieg beginnt: viele Gefallene; er bringt das Ende vieler Monarchien, Österreich wird zum Kleinstaat. https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg
Das Sonnenwunder (genannt auch Wunder von Fátima) war eine Erscheinung im Rahmen der Erscheinungen von Fátima, die von mindestens 30.000 Menschen am 13. Oktober 1917 in der Cova da Iria nahe Fátima in Portugal beobachtet wurde und von der katholischen Kirche als Wunder eingestuft wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwunder
| 24 Hottorfer sterben | In den vier Kriegsjahren seit 1914 hatten fast zehn Millionen Soldaten ihr Leben verloren, 20 Millionen waren verwundet worden. Die Anzahl der zivilen Opfer wird auf weitere sieben Millionen geschätzt (Quelle: Spencer Tucker (Hrsg.): The Encyclopedia of World War I. A Political, Social and Military History. Santa Barbara 2005, S. 273). Die Opfer des Ersten Weltkriegs sind: Anton von BergHeinrich GörtzJosef KriegerHermann RixgensBernhard EsserHeinrich SchmitzJosef WirtzJohann FleschKonrad HerbergsJosef EmmerichHeinrich BreuerHeinrich FleschFranz DeuserJosef VaessenJakob BreuerJosef EsserHeinrich EscherHubert ClaßenWilhelm SchifferWilhelm SchifferKarl NöthlingsHermann NyussHeinrich EmondtsWilhelm Brack Soldaten kehren heim Von aus dem Krieg heimgekehrten Truppen und Soldaten existieren einige Fotos: Foto um 1914 zeigt Feldwebel Reitz aus Hottorf, Quelle: Jülicher Heimatkalender noch offen: weitere Bilder liegen vor und werden ergänzt siehe auch: https://www.lpb-bw.de/erster-weltkrieg-zusammenfassung#c22054
Firmung von 49 Firmlingen und Visitation durch Kardinal Felix von Hartmann (Köln).
| Missionsbildchen erinnern | In regelmäßigen Abständen wird für die Anliegen der Mission gebetet. Zu Gedenken daran werden Missionsbildchen verteilt.1920: vom 30. Mai bis 6. Juni
Firmung von 46 Firmlingen (25 Jungen und 19 Mädchen) und Visitation durch Weihbischof Hermann Joseph Straeter (Köln).
Heinrich Josef Schmitt wird zum 1. Dezember Pfarrer in Hottorf, wo er 16 Jahre wirken wird.Siehe:Übersicht der Hottorfer Pfarrer
| Änderung in kirchlichen Strukturen | Die Hottorfer Pfarre kommt zum neu errichteten Dekanat Hasselsweiler."Das Dekanat gehörte ursprünglich zur Christianität Jülich im Archidiakonat des Kölner Domkapitels. Auch in der Zeit Angliederung des linksrheinischen Gebiets an Frankreich wurden bei der neuen Organisation des ersten Bistums Aachen die Pfarren des heutigen Dekanates Sukkursalen im Kanton Jülich. Als 1821 die Diözese Aachen aufgehoben, die Erzdiözese Köln wieder errichtet und die alte Einteilung nach Dekanaten wieder eingeführt wurde, kam das Gebiet zum Dekanat Jülich. 1925 wurde es abgetrennt und als Dekanat Hasselsweiler gegründet."Aus: Handbuch des Bistums Aachen. Zweite Ausgabe, hg. vom Bischöflichen Generalvikariat Aachen, Aachen 1962, S. 235.
| Brandstifter wird angeklagt | Dei Windmühle von Hottorf in einer Radierung von Peter Hessling (Foto: H. Schiffer) Die Hottorfer Mühle konnte dem Schicksal, dem auch einige andere Windmühlen im Kreise Jülich zum Opfer gefallen waren, nicht entweichen. Sie brannte am Dienstagmorgen, dem 6 . August 1925, nieder. In der Brandnacht hatte der Müller Jakob Lieven noch bis gegen 4 Uhr morgens gemahlen, hatte dann, wie nach jedem Mahlgang, die Mühle noch einmal kontrolliert und war ins Bett gegangen. Das Wetter war diesig und Nieselregen war die ganze Nacht hindurch gefallen. Um halb fünf Uhr waren noch einige Hottorfer Bürger von einer Tanzveranstaltung in Hasselsweiler an der Mühle vorbeigekommen, hatten aber nichts Außergewöhnliches entdeckt. Gegen 5 Uhr morgens stand die Mühle jedoch in Flammen, siebrannte vollkommen nieder. Als das schwere Achsenkreuz in die Tiefe fiel, wurde der Aufschlag noch selbst im Ort gehört. Die Familie Lieven vermutete Brandstiftung, und führte diesbezüglich auch einen Prozeß gegen den Verdächtigen. Aber man konnte ihm nichts beweisen und so wurde der Mann aus Jülich wegen Mangel an Indizien schließlich freigesprochen. Die Windmühle wurde nicht mehr aufgebaut. Jetzt wurde nur noch mit der Dampfmaschine gemahlen. Als die Mühle schließlich auch an das elektrische Netz angeschlossen
| Heinrichsglocke angeschafft | Zum 25 jährigen Priesterjubiläum des Pfarrers Schmitt wird die dreieinhalb Zentner schwere Heinrichsglocke angeschafft.Diese in Gescher gegossene Glocke ergänzt als als dritte Glocke das Geläut. Sie wurde jedoch im zweiten Weltkrieg eingeschmolzen.
| Vortrag mehrstimmiger Gesangsstücke | Wie im Beitrag "Gründung des Männergesangsvereins "erwähnt, war der Verein über die Grenzen von Hottorf bekannt und unterhielt rege Beziehungen zu Gesangsvereinen in der Umgebung. Helmut Schiffer erwähnt als Ziel des Vereins, "die Ausbildung der Mitglieder zum Vortrag mehrstimmiger Gesangsstücke sowie gesellige Unterhaltung mit Auschluss aller Politk". Die gesellige Unterhaltung bestand in Theatervorführungen und Tanzveranstaltungen, wobei die Kostüme einem späteren Brand bei Deuser zum Opfer fielen. Das 65-jährige Bestehen wurde mit einem großen Sängerfest und Festzug durch den Ort gefeiert. Sänger Fahrradgruppe Festzug an der Maar Der Verein löst sich zum Beginn des 2. Weltkriegs auf. Offen: Wer hat mehr Informationen zum Sängerfest 198, zu den Fotos oder kennt die Sänger?
Firmung von 22 Firmlingen und Visitation durch Weihbischof Josef Hammels (Köln).
In regelmäßigen Abständen wird für die Anliegen der Mission gebetet, so auch 1930 vom 11. bis 18. Mai
| Peter Vogt wird neuer Bischof | Grundlage für die Wiedererrichtung des Bistums Aachen in seiner heutigen Zirkumskription wurde das 1929 zwischen dem Hl. Stuhl und dem Freistaat Preußen geschlossene Konkordat, das von Nuntius Eugenio Pacelli (dem späteren Papst Pius XII.) und vom preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun am 14. Juni 1929 in Berlin unterzeichnet wurde. Es folgten am 13. August 1930 die Päpstliche Bulle "Pastoralis officii Nostri" und das "Dekret des Apostolischen Nuntius in Deutschland betr. Domkapitel und Cirumscripto der Diözese Aachen" vom 31. August 1930. Damit war der altehrwürdige Dom zu Aachen wieder Kathedralkirche geworden. Und am 25. März 1931 schließlich wurde Joseph Heinrich Peter Vogt, zuvor Dompropst und Generalvikar in Köln, als Bischof in Aachen eingeführt (+ 5.10.1937). Patronin des Bistums Aachen ist die Gottesmutter, Titularfest der 15. August, Mariä Himmelfahrt. Quelle: Bistum Aachen
| Städteverordnetenversammlung in Aachen aufgelöst | Nach der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933 wird die Städteverordnetenversammlung in Aachen aufgelöst. Die leitenden städtischen und staatlichen Beamten werden durch NSDAP-Mitglieder ersetzt. https://de.wikipedia.org/wiki/Machtergreifung https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen
Erste Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hottorf. Die spätere Neugründung erfolgte nach dem zweiten Weltkrieg im Jahr 1946.
Firmung von 64 Firmlingen und Visitation durch Bischof Joseph Vogt (Aachen).
| Bürgermeisterei Hottorf aufgelöst | Am 01. April 1936 wurden die Gemeinden Boslar, Gevenich, Glimbach, Hottorf, Körrenzig und Tetz zum Amt Körrenzig zusammengefasst. In Folge der bereits 1932 geplanten kommunalen Neugleiderung im Kreis Jülich war die "Bürgermeisterei Hottorf" zwischenzeitlich aufgelöst worden.
Nach Monschau Auf einem Ausflug der Schule am 20. Juli 1936 nach Monschau stammt das folgene Foto: Ein weiteres Gruppenfoto. Das genaue Jahr der Aufnahme ist unbekannt, vermutlich 1935 (+/- 2 Jahre)
Die Heiligtumsfahrt 1937 wird mit 800.000 Teilnehmern zum "stummen Protest" gegen den NS-Zeitgeist. Papst Pius XI. verurteilt mit Enzykliken den Nationalsozialismus ("Mit brennender Sorge") und den Kommunismus.
Das Bild zeigt die Krippe, die in den Hochaltar hinein gebaut wird. Krippe 1938
| Geschichten ranken sich um die Gruben im Feld | In den Rur-Blumen erscheint im Sommer 1939 (Jahrgang 18) eine Artikelserie zur Geschichte der Gruben zwischen Hottorf und Lövenich.Auf den Aufruf an die Leser in der 24. Ausgabe erfolgt eine ausfühliche Stellungnahme von Josef Lützenrath vom Damianshof. In der Ausgabe 26. Das Thema der "Mergelgruben bei Hottorf und anderswo" führt dann zu einem weiteren Artikel in der Ausgabe 31 (siehe weiter unten).Die Gruben sind heute zugeschüttet und nicht mehr erkennbar. Anderenorts im Rheinland wie zum Bespiel in Pulheim sind zumindestens Hinweise darauf erhalten (siehe Foto). Aktuelle Luftaufnahmen von Feldern nördlich von Hottorf zeigen kreisförmige Gebilde, die durchaus auf die alten Mergelgruben hinweisen könnten. Kreisförmige Gebilde, nördlich von Hottorf, Quelle Google Maps Woher stammen die Gruben im Hottorfer Feld?Zwischen Hottorf und Lövenich finden sich im flachen Feld ungefähr 80 Gruben von etwa 30—35 Meter Durchmesser und 4—6 Meter Tiefe. Es sieht aus, als ob Riesen aus grauer Vorzeit hier ein lustiges Kugelstoßen veranstaltet hätten. Früher waren die Löcher bestimmt tiefer, die Feldarbeit hat sie chon etwas eingeebnet; sicherlich sind sie künstlichen Ursprungs. Bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts wuchs in dieser Gegend noch Wald. Auch in den Gruben standen
| Überfall auf Polen | Als Zweiter Weltkrieg (1. September 1939 – 2. September 1945) wird der zweite global geführte Krieg sämtlicher Großmächte im 20. Jahrhundert bezeichnet. Über 60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen trugen Waffen. Schätzungen zufolge wurden über 65 Millionen Menschen getötet.In Europa begann der Zweite Weltkrieg am 1. September 1939 mit dem von Adolf Hitler befohlenen Überfall auf Polen. In Ostasien befand sich das Kaiserreich Großjapan unter Kaiser Hirohito bereits seit Juli 1937 im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg mit der Republik China und ab Mitte 1938 in einem Grenzkrieg mit der Sowjetunion. Der japanische Angriff auf Pearl Harbor Anfang Dezember 1941 eröffnete den Pazifikkrieg. Japan erklärte am selben Tag den Vereinigten Staaten und Großbritannien den Krieg. Kriegserklärungen Deutschlands und Italiens an die USA folgten kurz darauf.aus: Wikipedia
| 101 Wohnhäuser im Jahr 1938 neu nummeriert | Bürgemeister Schiffer schreibt 1940 in seiner Gemeinde-Chronik (Originaldokument als PDF): Die Gemeinde Hottorf hat im Jahre 1940 rund 480 Einwohner, die zu 90% Landwirtschaft betreiben. Dagegen hatten wir in den Jahren um 1880 herum ungefähr 400 Einwohner, wovon etwa 15% Samt- und Seidenweberei betrieben. Die Weberei war damals auf der Höhe, so dass die Weber ein sehr gutes Auskommen hatten. Als nun später die Weberei nur noch fabrikmäßig betrieben wurde, und die Weber arbeitslos wurden, begann auch die Landflucht zur Stadt, und daher ergibt sich auch die große Einbuße der Einwohnerzahl. Wir hatten damals in Hottorf 121 nummerierte Wohnhäuser. Als ich im Jahre 1938 die Nummerierung neu vornehmen musste, waren nur noch 101 Wohnhäuser vorhanden, also 16% weniger. Die verschwundenen Häuser wurden meistens vom Nachbar gekauft und abgebrochen oder als Stallung benutzt, weil es meistens alte Lehmhütten waren, die heute keiner mehr bewohnen möchte.So war damals ein Wohnhaus, wo jetzt Witwe Esser den Pferdestall hat. Als im Jahr 1911 Stallungen und Scheune bei von Meer abbrannten, kauften dieselben das nebenanliegende Wohnhaus um Ihren Hof zu erweitern. Das Besitztum von Hubert Lorenz besteht aus fünf kleinen Wohnhäusern, es ist wohl zu begrüßen,
| Zehn Männer einberufen | Schon ziemlich früh wurde die Hottorfer Bevölkerung mit dem Krieg in Verbindung gebracht. Im August 1940 forderte die deutsche Wehrmacht mehrmals Pferde von den Bauern zu Hottorf, und in der Nacht vom 25. zum 26. August brachte die Polizei morgens gegen 2 Uhr zehn Männern den Einberufungsbescheid.Am 27. August wurden die ersten Lebensmittelkarten ausgegeben und wieder wurden mehr als 30 Pferde von der Wehrmacht eingezogen.Nach und nach wurden viele Leute zum Kriegsdienst eingezogen und die Opfer, die von der Bevölkerung verlangt wurden, wurden immer größer.Quelle: Schiffer
| Om Acker, Ahl Maar, Danzeberg, usw. | Im Herbst 1940 erscheint im Westdeutschen Beobachter ein Artikel zur Geschichte von Hottorf. Dort wird inbesondere auf die damaligen Flurbezeichnungen in Hottorf eingegangen und deren Bedeutung hergeleitet. Die heutigen Flurbezeichnungen kann man auf Online Karten von NRW einsehen. Hottorf kann auf ein beträchtliches Alter zurückblicken. Ein gewisser Adam von Hottorf baute schon im Jahr 1350 eine Kapelle dort. Die weitere Geschichte Hottorfs lässt sich nur sehr lückenhaft und bruchstückweise verfolgen. Zunächst bestand hier eine größere Ritterburg, der Stammsitz der Ritter „von Hottorf“. Man nimmt an, dass die ein Überrest des Festungsgrabens ist. Die Freiherren von Palant (die späteren Besitzer von Breitebent bei Linnich) waren die Besitzer dieser Burg. Ihnen folgten die Freiheit von Bremp und die von Bettenhoven. Um 1400 soll der Besitz in vier Höfe aufgeteilt werden sein. Einer dieser Höfe lag wahrscheinlich gegenüber Erdmanns Keller (in der heutigen Bergstraße). Vor etwa 50 Jahren (also: ca 1890) konnte man dort noch Fundamente sehen. Einer dieser vier Höfe ging im Jahre 1492 in den Besitz der Familie Horrich über, die ihn bis 1700 verwaltete Von 1700 bis 1837 wohnte die Familie Oidtmann dort, dann wurde der Hof von der Familie von Meer
Hubert Reiners wird am 31. Dezember 1940 zum Pfarrer von Hottorf ernannt.Siehe:Übersicht der Hottorfer Pfarrer
| 69 Firmlinge | Zu Beginn der Amtszeit von Pfarrer Hubert Reiners erfolgt am 4. Oktober 1941 die Firmung von 69 Firmlingen und Visitation durch Weihbischof Friedrich Hünermann.
In den Kartagen folgen den annähernd 100 eingezogenen Hottorfer Soldaten auch die Annen- und Marienglocke, um sie einzuschmelzen und Munition herzustellen.Bei Kriegsende werden beide Glocken bei Hettstedt auf einem Güterbahnhof aufgefunden. siehe Beitrag "Im Krieg demontierten Glocken kehren zurück"
| Fliegeralarm und Brandbomben | Die Nacht vom 30. zum 31. August 1943 wird für viele unvergeßlich bleiben. Gegen 12 Uhr nachts wurde Fliegeralarm gegeben, trotzdem keine feindlichen Flugzeuge zu hören waren. Plötzlich gegen halb drei Uhr kamen mehrere hundert Flugzeuge von einem Großangriff auf Rheydt und Mönchengladbach zurück. (Die Feindflüge zum Ruhrgebiet und in den Raum Mönchengladbach berührten fast immer die nördliche Kreisgrenze.)Einige wahllos abgeworfene Brandbomben zwischen Hottorf und Ralshoven setzten zwei Fruchtmieten in Brand. Jetzt warfen die feindlichen Bomberpiloten größere Mengen Brandbomben ab und trafen als erstes das Gehöft der Familie Nöthlings. Da die Piloten wahrscheinlich die Kirche als mitten im Dorf gelegen ansahen, regnete es nur so von Bomben am südlichen Teil des Dorfes. Daraufhin entstanden Großbrände bei Gerwin Schmitz, Albert Froitzheim und Witwe Esser. Die Scheunen und Stallungenbrannten restlos nieder. Andere Brandbomben konnten von den Anwohnern zeitig gelöscht werden, womit größerer Schaden abgewendet wurde.Quelle: Schiffer Am 30./31. August 1943 fand ein schwerer Großangriff mit 660 Flugzeugen und 556 Toten sowie massiver Zerstörung von Mönchengladbach und Rheydt statt. RAF Bomber Kommandos starteten gegen Mitternacht aus Mittel- und Südengland; Angriffswellen ab 02:00 Uhr, Dauer 73 Minuten bis 04:40 Uhr. Siehe: rp-online
| Schanzer bestimmen das Ortsbild | Ab dem September wurden in allen Häusern von Hottorf Soldaten einquartiert. Hinzu kamen dann etwa 500 Zivilisten zum "Schanzen" also zum Graben von Panzergräben, Laufgräben und Deckungslöcher - mit Hand und Spaten. Flüchtlinge aus dem Bereich zwischen Aachen und Rur zogen durch den Ort und suchten nach Unterschlupf und Nahrung. Ab Mitte September kamen Gerichtsbeamte aus Siegburg als die ersten Schanzer. Ihnen folgten Handwerker aus Köln. Mitte Oktober wurden Hitlerjungen aus Köln geschickt, die nach den Granateneinschlägen direkt wieder zurückgeholt wurden. Aus weiteren Gegenden kamen immer mehr Schanzer nach Hottorf, darunter NS-Liniengetreue oder auch Männer aus dem Elsass, russische Frauen und natürlich wurden auch die Hottorfer Männer zum Schanzen herangezogen. Die Lehrin Garzweiler berichtet sehr ausführlich von den Schanzern, die in der Schule untergebracht waren (siehe Beitrag: Lehrerin Gatzweiler verlässt Hottorf nach Rückkehr aus Evakuierung). Weiter unten in diesem Beitrag beschreibt Pfarrer Reiner die Einquartierungen von Soldaten und Schanzern in seiner Chronik. Die Amerikanische Armee erstellte detaillierte Karten über Minenfelder und Gräben (siehe unten). Um Hottorf herum werden im Herbst 1944 in Richtung Westen (Richtung Rur) allein drei Reihen von Panzergräben gezogen. Diese führten später zu Verlusten von amerikanischen Panzern, konnten den Vormarsch aber
Aus der Schilderung der Lehrerin Gatzweiler: Am 12.9.1944 wurde der Unterricht in Hottorf wegen Frontnähe eingestellt. Die Kinder, längst an die Gefahren des Luftkrieges gewöhnt, suchten in der Mehrzahl schon nicht mehr über Tag den Keller bei Fliegeralarm auf; sie fanden die Schließung der Schule höchst überflüssig!
| Hottorf pickepacke voll mit Soldaten | Immer mehr Einwohner fliehen aus Hottorf. Nach dem ersten Granatbeschuss des Dorfes am 14. Oktober sind nun alle zum Verlassen der Dorfes aufgefordert. Während die ersten Familien sofort am 15. Oktober aufbrechen, treten die letzten Ende Ende November die Flucht an (siehe Beitrag: Messgewänder auf der Flucht) . Schon seit Sommer 1944 hatte das Militär das alleinige Sagen in Hottorf. Unter anderem wurden mehr als 10 Feldküchen für die Versorgung der Front im Dorf betrieben. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners: Eine Änderung kam am Samstag, den 14. Oktober, als Artilleriebeschuss die Straße Gevenich-Hottorf-Müntzerweg abtastete. Tags vorher waren fünf Salven auf die Bunkerlinie der Gevenicher Straße abgegeben worden. Von da an kamen viele Nächte Artillerieschüsse über Hottorf zum Teil bis Titz. Ängstliche, fast die Hälfte Hottorfs schlief von da ab im Keller. In dieser Zeit war fast andauernd Fliegeralarm, da fast immer feindliche Flieger kreisten. Manchmal wurde der Gottesdienst viel später begonnen oder nachmittags nachgehalten. Ab 15. Oktober brauchte man sich wegen der Frontnähe nicht mehr um Alarm zu kümmern. Seit dieser Zeit war auch das Bürgermeisteramt Körrenzig nach Hottorf verlegt im Haus Schmitz Hausnr. 25 und die Amtskasse war bei Krauthausen
Am 21. Oktober 1944 wird Aachen nach 6 Wochen der Umkämpfung durch die Amerikaner befreit – etwa 65% aller Wohnungen sind zerstört. Aachen zählt nur noch 11.139 Einwohner. https://www.aachen.de/DE/kultur_freizeit/kultur/geschichte/aachen1944/index.html
| Nun war unsere Kirche kein Gotteshaus mehr| Pfarre Reiners berichtet im Verkündigungsbuch von der Räumung der Kirche:Sonntag 19.11.1944- 25. Sonntag im Jahreskreis: 7:00 Uhr Abenmesse. sonst alles wie gewöhnlich. 6:00 Uhr Beichtgelegenheit.....Die Verwandten wollten nicht länger warten. Sie rückten am Mittwoch, dem 22.11.1944, mit den meisten Hottorfern ab. Die Messe für die Soldaten fiel aus. Stattdessen hielt ich eine für Schiffer. Am Donnertag packte ich mit Maria Mülfarth (Anmerkung: spätere Maria Krafft) alle Paramente in der Kirche zusammen und übergab sie verschiedenen Leuten (Schmitz P., Althoff), die sie in Holzweiler bei Porz, wohin Mühlfahrts tags vorher abgerückt waren, abluden. Mit einem Heuwagen von Berger voller kirchlichen Sachen fuhr auch ich abends aus dem Ort. Nachmittags habe ich noch das Allerheiligste sumiert. Nun war unsere Kirche kein Gotteshaus mehr. Tags darauf kam ich unter Granatbeschuss nochmals wieder und trug alles aus meinem Hause in den Keller. Die ….… u. das Reliquiar des Hl. Georg nahm Joh. Esser mit nach Hemmerden, wo es eingemauert wurde. Die … Monstranz versorgte Nik. Deuser. Die Kelche nahmen Froitzheim und Jansen mit. Ich selbst …. vor Pastor Schmitt, der schon Wochen nach Arensberg weg war. Mühlfahrt behielten die Paramente zum Teil. Ein anderer kam zu
| Im KZ Flossenbürg gestorben | Goswin Frenken war Sohn des Kölner Oberlandesgerichtspräsidenten Josef Frenken und der Maria Eleonore von Meer. Er ist am 2. August 1887 in Hottorf geboren und ist am 4. Aug. in der Hottorfer Kirche getauft worden. Er hatte sechs Geschwister. Über sein Leben in Hottorf ist nichts bekannt. Sein Vater, Josef Frenken, wurde zwei Jahre nach seiner Geburt Staatsanwalt in Köln. Goswin Frenken studierte in Berlin und wurde 1922 Hochschullehrer in Köln. Wegen Äußerungen über das NS Regime wurde er verurteilt. Er kam 1941 in Gestapohaft und und starb 1945 im KZ Flossenbürg. Mehr über sein Leben und Wirken bei Wikipedia.
| Amerikaner müssen Überquerung der Rur mehrfach verschieben | Nachdem Aachen schon im Oktober 1944 durch die Amerikanische Armee befreit wurde und dort schon im Dezember die Aachener Nachrichten als erste freie Zeitung erscheinen, dauert der Vormarsch bis nach Hottorf noch weitere vier Monate - bis in den Februar 1945. Zum großern Hindernis wurde die Überquerung der Rur. Noch im April 2022 erschien dazu ein Artikel in der Welt: "Wie ein kleiner Fluss den US-Vormarsch zum Ruhrgebiet stoppte". Die Planung und Durchführung der sogenannten Operation Grenade zur Rurquerung ist auch in Amerikanischen Kriegsberichten ausführlich dokumentiert. Nachfolgend befinden sich Textausschnitte aus verschiedenen Quellen in Bezug zur späteren Querung der Rur bei Linnich und bei Rurdorf. Eigentlich ist die Rur in der Eifel ein eher kleiner, beschaulicher Fluss. Selten ist er breiter als 25 Meter; an der Mündung in die Maas fließen pro Sekunde etwa 26 Kubikmeter Wasser durch die Rur. Im Februar 1945 war das allerdings anders. Auf dem oft abschüssigen Ostufer der Rur und dahinter hatten sich deutsche Truppen in einem gut befestigten Stellungssystem eingegraben und in Erwartung des Angriffs der 9. US-Armee am 8. Februar die Tore von Urfttal- und Rurtalsperre südlich von Düren geöffnet. Rund 100 Millionen Kubikmeter machten
| Hl. Georg sollte als erfahrener Kriegsmann die Kirche schützen | Am Donnerstag, dem 22. Februar 1945, wird die Kirche am Vortag der Operation Grenade - der Überquerung der Rur - durch Artilleriebeschuss bis auf die Umfassungsmauern zerstört.Durch ein Aufkären des Wetters konnten strategische Ziele erstmals wieder auf der Ostseite der Rur bombardiert werden. Dabei sollten die geplanten Brückenköpfe bei Linnich und Rurdorf vorbereitet werden, die bis zur Höhe Gevenich und Boslar gehen sollten. Obwohl die Amerikanische Artillerie darauf achtete, nicht mehr als üblich zu feuern, um die Deutsche Wehrmacht keinen Hinweis auf die bevorstehende Operation zu geben, fiel die Hottorfer Kirche diesem Beschuss zum Opfer.Pfarrer Reiners berichtet um Verkündigungsbuch:Wir alle vertrauten auf den Schutz des Hl. Georg, der uns als erfahrener Kriegsmann die Kirche schützen sollte, so tat es bloß bis zum Donnerstag, dem 22. Febr. 1945, ab 3 Uhr bis halb 6 nachmittags schossen die Flakgeschütze von Floßdorf aus, mir …., Spenrath und Augenzeugen berichten, die Kirche zusammen. Am 23.2.ging die letzte Offensive der Alliierten los, die hier bei Linnich den Übergang über die Rur genommen mit Infanterie rechts u. standen bei Körrenzig.Die bis in der Nacht zum 23. Februar gehenden Vorbereitungen zur Operation Grenade werden wie folgt
| D-Day der Operation Grenade | Die 9. US-Armee beginnt am 23. Februar um 3:30 Uhr mit der Überquerung der Rur. Dabei errichtete das 407. Infantrie Regiment mit dem 1. und 2. Bataillion den Brückenkopf bei Linnich und das 1. Batallion des 405. Regiments den Brückenkopf bei Rurdorf. In Booten setzten sie über, wobei die Infantristen das Ufer unter Kontrolle bringen sollten. An Stahlkabeln wurden zunächst Boot um Boot über die weiterhin reißende Rur gezogen; gleichzeitig wurden zwischen gespannten Stahlkabeln Fußsteige errichtet. Ein Fußsteig über die Rur am 23. Februar 1944, Quelle: picture alliance / Usis-Dite/Lee Ein in Linnich zunächst mit Sturmbooten übersetztes Bataillon erreichte um 6:30h Gevenich und nahm dort im Ort 160 Gefangene. Ein weiteres Batailon errichtete einen Fußsteig und erreichte um 9:15h Uhr das Gut Breitenbend. Die in Rurdorf übersetzen Truppen gingen über Erzelbach nach Tetz und Boslar. Während Tetz schon um 6:50h eingenommen wurde, gab es in Boslar bis zum Abend insgesamt sieben Gegenangriffe der Deutschen Wehrmacht. Erst in der Nacht konnten Amerikanische Panzer dir Rur überqueren und konnten die Deutschen in Boslar zurückdrängen. In Linnich und Rurdorf wurden jeweiles Fußsteige und Pontonbrücken errichtet - eine Behelfsbrücke für leichte Fahrzeuge und bis in die Nacht eine
Pfarrer Reiners vermerkt nüchtern im Verkündigungsbuch: "Am 25.2.1945, Sonntag, wurde Hottorf besetzt." Am frühen Morgen des 24. Februars starteten Amerikanische Infantrie- und Panzer-Bataillone den Angriff in Richtung Hottorf von Boslar und Tetz aus. Sie gerieten schnell unter schweres Feuer von Deutschen Flugabwehrgeschützen aus Richtung Hompesch und Müntz. Mehrere Linien von Schützen- und Panzergräben sowie Bunkern befanden sich im freien Feld zwischen Hottorf, Gevenich und Boslar. Schanzer hatten die Gräben schon im Herbst 1944 angelegt (siehe Beitrag: Erste Deutsche Einquartierung mit Karte). Der Vormarsch war dadurch so erschwert, dass von sieben Panzern nur noch zwei voll funktionierende Panzer mit der Infanterie gegen 12:00h die Ortschaft Hottorf erreichten. Sie nahmen den Ort ohne große Gegenwehr ein. "Ein verheerender Schlag traf das 701. Panzerbataillon, als es den Vormarsch des 405. Infanterieregiments auf das Dorf Hottorf unterstützte. Panzerabwehrkanonen schalteten vier Panzer einer Kompanie aus, acht einer anderen." (übersetzt aus Operation Grenade: Race to the Roer, siehe Bücher mit Bezug zu Hottorf) Die Besatzung des Sherman-Panzers der Ninth U.S. Army, die trotz vier Treffern durch deutsche 88mm Flugabwehrgranaten bei der Eroberung von Hottorf unverletzt blieb. Im späteren Tagesverlauf und in der Nacht druchquerten noch weitere Truppen und Verbände Hottorf, um sich nordöstlich von Hottorf auf der
| Bereit zum Vorstoß auf den Rhein | In der Nacht zum 25. Februar sammeln sich Amerikanische Truppenteile auf dem Feld hinter Hottorf in Richtung Lövenich, um verstärkt über Erkelenz nach Mönchengladbach vorzugehen. Während das 405. Infantrieregiment nach der Einnahme von Hottorf schon seit dem Nachmittag des Vortages dort ausharrt, bricht das 406. Regiment um 4:00h in Boslar auf und erreicht Hottorf gegen 9:00h. Über Nacht wurde das 701. Panzerbataillon wieder mit Material aufgestockt und ebenso rückte das 771. Panzerjäger-Bataillon von Linnich nach. Als weitere Verstärkung nimmt am frühen Morgen auch eine flexible Kampfeinheit der US-Panzerdivision (Combat Command B der 5th Armored Division) den Weg durch Hottorf. Dabei handelt es sich um eine kombinierte Kampfkraft aus Panzern, Panzergrenadieren und Artillerie. Das 407. Infantrieregiment hatte die Nacht in Höhe "Dingbucher Hof" verbracht und greift am Morgen Lövenich an, das sie gegen 9:45 erreichen. Jeglicher Nachschub von Benzin- und Munition erfolgte über die wenigen Brücken und erzeugte einen starken Straßenverkehr über die Wege, die erst einen Tag zuvor freigekämpft wurden. Für einen Lkw bedeutete eine Fahrt zurück zum Nachschub und Rückkehr zum Regiment 24 Stunden. So führte auch der Weg der 102. Nachschubkompanie durch Hottorf, um bei dem Kampf um Lövenich die
Am 2. März 1945 fallen die letzten Bomben auf Köln. https://www.koelnisches-stadtmuseum.de/sammlung/grafik-fotografie/protokoll-einer-stadt-in-truemmern/
| Berichte zu Krieg und Flucht | Ab März 1945 kehren die Hottorfer Familien zurück in den Ort. Im Pfarrarchiv befinden sich mehrere Briefe von Familien mit Schilderungen ihrer Erlebniss auf der Flucht und mit dem Datum der Rückkehr in den Ort. Pfarrer Reiners kommt im September 1945 zurück. Pfarre Reiners berichtet im Verkündigungsbuch (siehe Beitrag): Am 4. März waren Mülfarths als erste da. Im Juni waren alle Bauern da, im Dezember alle Hottorfer.Pfarrer Reiners hatte die Hottorfer gebeten hat, ihre Erlebnisse aufzuschreiben und hat sie dabei unterstützt.Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Schilderungen von der Flucht 4. März 1946: Der frühere Ortsbürgermeister Schiffer lieferte als erster eine Schilderung seiner Evakuierung. Einen feinen Bericht, echt fraulich, lieferte Sofia Froitzheim. An alle Hottorfer Familien richtete ich die Bitte. Mit Hubert Dohmen, Gretchen Schiffer, Hubert Esser, Peter Bergrath, Gretchen Honold und meiner Schwester habe ich mich schon vier Abende zusammengesetzt, um eine Schilderung des Kriegsgeschehens hier aufzuschreiben.So kann der Chronist aus den Schilderungen folgende Daten der Rückkehrer festhalten: Fam. Mülfahrt am 04.03.1945 Albert und Sophie Froitzheim, Wilhelm Nöthlings und Fritz Gintzel (Ginther) kehren aus Könighofen am 19.03.1945 zurück und beschreiben die Erlebnisse mit der nachstehenden Schilderung . Josef Blaesen am 01.05.1945
Am 8. Mai 1945 endet der Zweite Weltkrieg. Als die Waffen endlich schwiegen, waren mehr als 60 Millionen Menschen tot. https://www.lpb-bw.de/kriegsendehttps://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg
| 19 Soldaten müssen sterben | Pfarrer Reiners hat eine Liste Hottorfer Männer angelegt, die als Soldat in den Krieg gerufen wurden. Jeder fünfte musste diesen Einsatz mit seinem Leben bezahlen. Die verstorbenen Soldaten werden zum größten Teil auf dem Hottorfer Ehrenfriedhof beigesetzt. Er hält auch nach dem Kriegsende genau nach, welche Soldaten noch in Gefangenschaft sind oder vermisst sind. Siehe Beitrag "Letzte Kriegsgefangenen kehren zurück" Die Gefallenen des 2. Weltkrieges:Martin Nöthlings Peter Wyrenbeck Heinrich Mütz Vinzens Heine Heinrich Nießen Ernst Josten Hubert Krenzel Philipp Heine Franz Steffens Peter Gebser Johannes Vetter Hubert Dederichs Josef Schmitz Heinrich Nöthlings Franz von MeerIm Feld und in der Heimat verstarben:Josef Lieven Hermann Lieven Anton von Berg Heinrich Emondts Engelbert Mütz Hubert Roeben Franz Althoff Franziska Rixgens Vermißt sind:Wilhelm Esser Heinz Berden Peter Heinen Peter Herbergs Willi Lieven Siehe auch Beitrag "Letzte Kriegsgefangenen kehren zurück"
| Glocke im Baum begrüsst Pfarrer Reiners | Der große Schulraum dient bis 1949 als Notkirche.Pfarrer Reiners berichtet im Verkündigungsbuch:Im Juli kehrte Pfr. Schmitt wieder u. ich, feierlich durch die Glocke bei Mühlfarts in der Wiese begrüßt durch halbstündiges Läuten am 2. Sept 1945.Die ersten Wochen ließ ich Pfr. Schmitt die von ihm angenommenen Hl. Messen verkündigen u. halten.Am 16.9., dem 17. Sonntag nach Pfingsten verkündigte ich zum ersten Mal....(wieder die Hl. Messe)Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Die Einrichtung der Notkirche im Oktober 1945: Als Notkirche dient der Raum für die Oberklasse in der Schule. Ein Fronleichnamsaltar ist nun Schulaltar. Die Schule hat keinen größeren Schaden. Der Raum bekam nun allmählich wieder ein Fenster nach dem anderen, wurde ausgeflickt und verputzt und erhielt endlich eine Tür. Ein Harmonium, gespielt von Maria Mülfarth, ab und zu von Hubert Mülfarth, ersetzt die Orgel. Allmählich kommt ein gesangliches Stück der Messe nach dem anderen. Eine Witwe Kochs aus Mönchengladbach lieh uns für einige Jahre ein Harmonium, das dann in meinen Besitz übergehen soll. Hubert Völker holte es kostenlos mit seinem Wägelchen Anfang Dezember herüber. Wir stellten dann auf den Altar zur Ostseite der Schule aus mehr von praktischen, nicht
| Mit Pferd und Karre wird der erste Schutt geräumt | Ab Mitte September 1945 organisiert Pfarrer Reiners die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten an der Kirche. In seiner Pfarrchronik hält er auf über 100 handschriflichen Seiten detailliert fest: Wie viele Stunden gearbeitet wurden Welche Arbeite ausgeführt wurden (Schutt laden, Steine klopfen, ...) Wie viele Karren Schutt verladen wurden Welche Personen gearbeitet haben Dabei führt er eine Statistik: Sep. '45: 145 Fuhren, 91 Personentage Okt. '45: 245 Fuhren, 184 Personentage Nov '45 bis Jan '46: 326 Fuhren, 349 Personentage Das sind in Summe 716 Fuhren und 624 Personentage, was einer Stärke von etwa 6 Personen entspricht - also 6 Personen Vollzeit 40h/Woche von September bis Januar. Noch für März 1946 sind diese Summen aufgeführt, danach nicht mehr: Mär '46: 325 Fuhren, 45 Personentage Nachfolgend zwei Auschnitte aus der Pfarrchronik zum Beginn der Aufräumarbeiten im September und einer Zustandsbeschreibung der Gebäude zum Oktober 1945.Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Der Beginn der Aufräumarbeiten im September 1945: Arbeiten und Dienste Erwachsener September 1945 nachmittags: Um 7 Uhr begann Franz Lenzen mit Leni Lang und einem Pferd und einem Hans Gereon Schmitz. Nach der heiligen Messe half Lehrer Ferdinand Schulte und Lisa Lang
| 14 Monate kein Unterricht | Am Montag, den 14. November 1945, beginnt wieder der Unterricht in der Schule, nachdem das Schulhaus am 30. Sept nach der 14:30h Sontagsandacht feierlich eingeweiht wurde. Quelle: Pfarrarchiv, Publicanda Hottorf, 1939-1954, Seite 169, Pfr. Reiners
| Pfarrhaus wird zum Lager | Seit Dezember 1945 werden Ausstattungsgegenstände und brauchbares Balkenwerk in der Kirche geborgen und auf dem Grundstück des Pfarrhauses gelagert. Ende Januar ist der größte Teil geschafft. Der letzte Schutt wird bis zum Osterdienstag 1946 (23. April) geräumt und ist die Kirche "besenrein". Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Stand der Lagerung von kirchlichen Ausstattung im Pfarrhaus Ende Januar 1946: Dezember 1945 Nachdem am 3. keiner erschien war, waren am 4. da: Maria, Hubert und Wilhelm Mülfarth, Anton Schiffer sen. Und Johann Jussen, Maria Vahsen und Katharina Lorenz. Die Mädchen sortierten mit mir Holz, bzw. halfen Heinrich Reitz drei Karren Schutt in der Wiese laden. Er kam mit der Fuhre von Kaspar Mütz, der selbst mit den anderen Männern in der Kirche die Hälfte der Kommunionbank und einen Altar ausräumte. Am 11. Dezember arbeiteten am Balkenwerk der Kirche Anton Hochstein, Wilhelm Honold, Jul. Bauch, der Pole Zusanski, Ludwig Schiffer und Anton Witorski, Witwe Esser und Heirich Berger. Die Kanzel wurde sichergestellt. Am 13. Dezember räumten die Kommunionbankhälften, den Altar auf der Evangelienseite und den Taufstein samt …… …… Viktor Verbiesen, Fran Vaehsen, Wilhelm Stocken, Heinrich Deuser und Matthias Tirtey. Januar 1946 Am 28.
| Bauausschuss entscheidet über Architekturentwürfe | Ende Januar 1945 befasst man sich zum erstem Mal mit dem Wiederaufba der Kirche. Der Baumbestand des Pfarrwaldes im Hambacher Forst und Stetternicher Wald im Hinblick auf verwendbares Bauholz gesichtet. Der Architekt Hans Laxner aus Krefeld reicht zwei verschiedene Entwürfe für den Aufbau der Kirche ein. Die Hottorfer wollen ihr altes Gotteshaus wiederhaben. Die erste Haussammlung in Hottorf vor Weihnachten erbrachte erstaunliche 3.500 Reichsmark, eine zweite Ende Januar weitere 1.500 Reichsmark. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Erste Planungen zur Wiederaufbau der Kirche: Januar 1946 Am selben 28. Januar fuhr ich mit den Kirchenvorstandsmitgliedern Peter Bergrath und Max Meyers früh zum Hambacher Wald. Oberhausmeister Hamacher kam just daher und besichtigte mit uns den Gott sei Dank nur leicht beschädigten Wald. Auf Stetternicher Gebiet stehen ca. 50 schlagreife Stockeichen. Dort sind vielleicht 2 Granateinschläge. Die vor 2 Jahren neu angelegte Buchen – und Fichtenschonung ist sehr gut angeschlagen. Am südlichsten liegt ca. 1 Morgen Tannenwald. Dort waren Stellungen drin gebaut. Einige Tannen waren durch Granaten beschädigt. Aus dem Wald holte man besonders Masten für die noch 23 Dörfer Jülichs, die noch ohne elektrisches Licht sind. Stellenweise ist der Wald ziemlich zerfetzt. Das Holz
Pfarrer Reiners beginnt am 1. Februar 1946 mit einer sehr detaillierten Pfarrchronik, die am 17. Oktober 1948 endet. Auf 78 handschriflichen Seiten schildert er tagesgenau die Ereignisse zur Beseitigung der Kriegschäden an den kirchlichen Gebäuden (Kirche, Schulhaus, Pfarrhaus und Vikarie) sowie Geschehnisse in der Pfarre, in der Schule und im Ort. In Ermangelung eines passenden Heftes bzw. Buches, nimmt er freie Seiten im Buch der Marianischen Jungfrauen Kongregation. Er hatte bereits im Jahr 1942 mit einer Chronik begonnen, die aber dirch die Besetzung abhanden gekommen ist. Er beginnt nun wie folgt: Liste aller Beiträge, die aus dieser Chronik zitieren: Erste Deutsche Einquartierung Aufruf zur Evakuierung Notkirche in der Schule Aufräumungsarbeiten an der Kirche beginnen Lehrerin Gartzweiler verlässt Hottorf nach Rückkehr aus Evakuierung Firmung von 40 Firmlingen
| ... doch Nazis sind wir nie gewesen | Aus dem Portal Rheinische Geschichte: "Anfang 1946 ergingen dann vereinheitlichende Richtlinien der britischen Militärregierung. Gemäß ihrem Prinzip, sich bei umfassender Kontrolle auf eine indirekte Herrschaft zu beschränken, wurden im Frühjahr des Jahres die Deutschen auch formal an der Arbeit und der Verantwortung für die Entnazifizierung beteiligt. In allen Stadt- und Landkreisen wurden deutsche Entnazifizierungsausschüsse eingerichtet.."Weiterhin aus LVR: "Ein Jahr später wurde die Beurteilungspraxis differenzierter. Fortan wurde zwischen 'Hauptschuldigen'/'Verbrechern', 'Belasteten'/'Aktivisten', 'Minderbelasteten', 'Mitläufern' und 'Entlasteten' unterschieden, wobei sich die Briten die Kompetenz für die ersten beiden Kategorien vorbehielten."Auch Hottorfer mussten im März 1946 zum Auschuss nach Linnich fahren.Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Zur Entnazifizierung: 2. März 1946: Bemerkenswert war in den 14 Tagen, dass alle Parteinagehörigen und Mitglieder aus NS-Organisationen und die, die in betrauten Organisationen Posten hatten, sich an 3 Tagen in Linnich persönlich melden mussten. Wohl ca. 20 nahmen die Meldungen entgegen. Wie manchem ist das ein rauer Gang geworden. Durch Frau v. Meer sind hier fast alle Frauen in der Frauenschaft gewesen, von den Männern waren nicht allzu viele in der Partei. Frau von Meer hatte sich damals an die Spitze gestellt, damit nicht die Plebs regiere.
| Tanzkurs im Saal Mütz | Die Nachkriegsjugend lernt das Tanzen. In Hottorf finden Tanzkurse statt, so dass zeitweise jeden Abend in der Woche im Saal geübt wird. Tanzleher ist Nikolaus Edlinger. Am Wochenende bieten Mai- und Kirmesfeste reichlich Gelegenheit zum Tanz - nicht nur in Hottorf, sondern auch in den benachbarten Orten. Ortspfarrer Reiners findet am Tanzen - in der Nachbetrachtung seiner Chronik - überhaupt kein Gefallen. Es fällt ihm schwer zu akzeptieren, dass die Jugend sich nach dem Krieg wieder amüsieren will, solange sich noch Hottorfer Soldaten in Krieggefangenschaft befinden. Die Dokumentation seines Mißfallens gibt einen guten Überblick zu den Festen, an denen getanzt wurde - wie z.B. an St. Martin. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – "Unzeitgemäßes" Tanzen: März 1946 Er schlug wohl ein. Ich sprach auch gegen das unzeitgemäße Tanzen und das geradezu mordhafte Schnapsbrennen. April 1946 (Osterdienstag) Zur gleichen Zeit fanden sich im Mütz’schen Saale, den die Mädchen am Ostersonntag gereinigt hatten, ca. 150 Mädchen von hier, Ralshoven, Müntz und Kofferen ein, die bei Nikolaus Edlinger tanzen lernen wollen. 20,- RM für jede macht 3000,- RM. Feines Verdienst. Die besseren Mädchen nehmen nicht teil. Bis 1. Mai ist jeden Abend um 9 hr
| Eltern stimmen ab | Im März 1946 stimmen Eltern über die künftige Schulform ab. Neben der konfessionellen katholischen Schule, für die die Hottorfer sich entscheiden, steht noch die "Einheitsschule" zur Wahl.Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Abstimmung zur katholischen Schule: März 1946 Am Tag der heiligen Gertrud musste ich das Hirtenschreiben ………. Einwilligung der konfessionellen Schule auf Wunsch der abstimmenden Eltern verlesen.Das Abstimmungsformular ist sehr kompliziert. St. Bürokratius hat Pate gestanden. Fast könnte es erscheinen, als ob die Tatsache, dass, wenn keine Eltern für diese Schule abstimmen, die Sammelschule kommt, eine Bevorzugung der Sozialisten bedeutet, die ja die „Einheitsschule“ wünschen. Die alten Mätzchen werden wieder aufgewärmt: Es gibt kein mathematisches Rechnen, keinen katholischen Fußball usw. . Es gibt aber wohl einen Katholiken, der rechnet und Fußball spielt. Aber solche Antworten weiß das verblüffte Volk oft nicht zu geben.Es ist wohl kein Zweifel, dass sich Hottorf zu einhundert Prozent für die konfessionelle katholische Schule entscheidet. Schroeder in Palenberg hat nicht die Hoffnung, dass bei ihm die Mehrheit dafür ist. In den Städten werden wir wohl Inseln minderer Religiösität erhalten. Religionsunterricht soll auch noch in den Sammelschulen sein. Auch die Evangelischen setzten sich für die religiöse Schule ein. Interessant
Am 15.04.1946 wurde der Fußballverein „Schwarz-Weiß“ gegründet. Erste Aufgabe wird die Errichtung eines Sportplatzes. Der Spielbetrieb wurde bereits 1949 wieder eingestellt. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Zum Fussballverein: Mai 1946 An demselben Abend wurde die Gründung eines Sportvereins versucht. Jakob Schürkens, Vorsitzender, Nikolaus Edlinger, 2. Vorsitzender, Jakob Pickartz, Kassierer, Matthias Flesch, Gerätewart. Als Platz hätten sie gerne das Stück Land vor der Schule, Froitzheim soll noch ein Stück seiner dahinter liegenden Wiese abgegeben. Die Engländer geben den Sportvereinen Schuhe und zwingen die Schuster, sie zu erst zu reparieren. Hottorfer sagen: Club kommt nicht zu Stande. In drei Wochen ist er erledigt. Was will das beigezogene Volk? Die Bauern machen da nicht mit. Mal sehen. Vom Amtsbürgermeister kam die Anfrage, ob die „Katholische Jugendbewegung“ gegründet sei. (15.4.1946), ob die Jugendlichen des Spielvereins „Schwarz-Weiß“ erfasst seien? Die Kath. Jugendbewegung habe eine Sammelgenehmigung und wurde nur örtlich gemeldet, der Spielverein müsse eine besondere Genehmigung für die Jugendmannschaften bei der Militärregierung einreichen. Ferner will man wissen, was zur Schaffung eines Aufenthaltsraumes und eines Sportplatzes geplant würde. In Verhandlung steht man mit Rainer Schmitz wegen eines Stückes, das Eng. Steffens jetzt am Müntzer Weg hat. Ich wollte gern eine Zusammenkunft mit dem
| 12 Kommunionkinder | Am Weißen Sonntag 1946, dem 28. April, findet die Erste Hl. Kommunion nach dem 2. Weltkrieg statt. Die 12 Kommunionkinder werden beim Hof von Meer abgeholt und zur Notkirche im geschmückten Schulgebäude geführt. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Erstkommunion 1946: April 1946 OstermittwochKommunionunterricht hielt Lehrerin Frau Gatzweiler, weil ich an der Kirche zu sehr beschäftigt bin.Fünf Kommunionanzüge (grau), die Pfarrer Kauff gestern Abend persönlich brachte, bekommen. Krieger, Breuer, Stocken, Flesch, Görtz. 20,-RM jeder. Billig. Markusprozession. Schlechtere Beteiligung. Kein Lehrer, keine Lehrerin, kein Brudermeister dabei, die Schulkinder hatten die Hände in den Hosentaschen und die Mütze auf dem Kopf. Wir gingen die Fußfälle nach.Mittags ließ ich Klara Küppers Unterricht bei den Kommunionkindern halten. Mit ihr und Gretchen Honold übte ich dann. Wieder Probe mit Kindern und Messdienern und Einübung von Liedern durch den Herrn Lehrer. Platzanweisung der Kinder. Bei Witwe Schmitz bekam ich drei Fahnen, mit denen wir das Schulgebäude schmückten, dazu die lange Fahne „Maria Himmelfahrt“ von Spengler. Dazu kleine Straßenfähnchen und einige Wimpel. 10…. Mädchen nahmen wir noch als Postierung zu beiden Seiten des Altares. Die kleine Elisabeth Honold und Grete Mütz sind Führengelchen. Die Kinder haben meist frische Blumen im Haar.
| Maibaum aus dem Pfarrwald | Die Gründung des Maivereins erfolgte im April 1945, woran sich die erste Versteigerung der Maifrauen anschloss. Das Maifest mit Umzug dees ersten Königspaares Christian Krafft mit Änne Meyers wurde dann am 1. Mai 1946 gefeiert. Die erste Nachkriegskirmes mit Karusell und Kinderbelustung erfolgte eine Woche später (siehe unten), Der Verein bestand nicht lange, denn bereits im Jahre 1959 wurde däs letzte Maifest abgehalten. Weitere bekannt Maikönigspaare sind: 1947: Paul Dederichs mit Agnes Schmitz .... 1959: Dieter Mütz mit Anneliese Berger Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – 1. Maifest 1946: April 1946 Bei Althoff war dieser Tage eine Versammlung zur Gründung einer Maigesellschaft. Ich bin dagegen, 1. sind die Zeiten zu ernst und 2. sind noch 27 Soldaten gefangen. 3. geht es doch bloß ums Tanzen, die Jugend begreift das natürlich nicht. Sie wirft (wichtig) Mülfarth und mir vor, wir steckten unter einer Decke. Mülfarth wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und will sich deswegen beim Bürgermeister und höher beschweren. Wegen dummen Geredes musste eine Frau sich schon bei ihm entschuldigen. Die Maigesellschaft holte sich den Maibaum im Pfarrwald ohne genügend Grün mitzubringen, am Abend versteigerte sie die Mädchen. Heute Danksagungsmesse durch Pfr. A.D. Heinrich
| "Hottorf hatte mir am wenigsten Freude entgegengebracht" | Lehrerin Getrud Gatzweiler wird am 1. Oktober 1934 Lehrerin an der Kath. Volkschule in Hottorf. Dabei handelt es sich um einer Strafversetzung aufgrund ihrer kritischen Haltung zum Nationalsozialismus. Sie kehrt am 20. November 1945 aus der Evakuierung zurück. Pfingsten 1946 verlässt sie Hottorf und geht auf eigenen Wunsch zurück nach Mönchengladbach. Vermutlich im Frühjahr 1946 schreibt Sie ihre Erinnerungen zum Krieg und zur Flucht nach Bromby, 30 km südlich von Magdeburg, auf (siehe weiter unten in diesem Beitrag, alternativ dazu gibt es eine 15-seitige Druckversion und das handschriftliche Original zum Download). Pfarrer Reiners schreibt in seiner Chronik über die Lehrerin Gatzweiler: März 1946: Neuerdings darf Fräulein Gertrud Gatzweiler wieder Schulunterricht halten und hilft gut mit. Ende März soll es sich entscheiden, ob Frl. Gatzweiler eine Wohnung in Mönchengladbach bekommt, um Lehrein bei ihrem früheren Pastor in Eicken zu werden, die Genehmigung in Düsseldorf drückte er durch; mit den Mönchengladbacher Behörden hat er sich verfeindet. Er scheint sehr tatkräftig zu sein, ist aber nervös. Zwölf Jahre haben sich Lambertz und Gatzweiler nicht mehr gesehen. Die Gestapo hatte beide auf dem Kieker. Am 5. April 1946 hielt ich die letzte Schulstunde vor den
| Große Beteiligung | Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Erste Fronleichnamsprozession nach dem Krieg: Juni 1946 Der erste Fronleichnamsaltar ist in der zerstörten Kirche. Große und geordnete Beteiligung bei der Prozession. Auch die Jungen beteten gut mit.Der zweite Altar war bei Frau von Meer, der dritte war der dritte Fußfall bei Heidelberg, der vierte der vierte Fußfall. Schlusssegen in der (Not-)Kirche. Leider haben uns die Kerzen die Decke über dem Altar mit der Zeit geschwärzt. siehe Beitrag "Fronleichenamsprozession" mit Fotos aus dem Jahr 1955
| Brief des S.V. Schwarz-Weiss | 24 Jugendliche unterschreiben Brief mit Bitte um einen Sportplatz Sportverein im Jahr 1949 Ortspfarrer Reiners verhandelt seine Unterstützung zur Erichtungs eines Sportplatzes mit dem Sportverein. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Sportplatz für Fussballverein: Juni 1946: Am Abend war Jakob Schürkens als Vorsitzender des Fußballvereins da. Ich soll ihm helfen, dass er zu einem Sportplatz käme. Ich sagte ihm: Unter der Bedingung, dass 1. in der Sommerzeit ist, keine Spiele von 14-16 Uhr sind, 2. keine während des Hochamtes, 3. keine am Samstag vor dem dritten Sonntag, 4. dass gesorgt wir, dass die Spieler alle in der heiligen Messe waren, 5. dass sie am 1. Sonntag im Monat zum Vortrag kommen. Ich werde dafür, wenn ich zeitig gebeten werde, die Andacht verlegen und sie in der Winterzeit um 14 Uhr halten. August 1946: Um 18 Uhr Jugendratsitzung, um dem Sportverein einen Fußballplatz zu verschaffen. Der von Steffens ist in Aussicht genommen(am Müntzer Weg). Über Tanzen, Wirtschafts- und Kinobesuch wurde gesprochen. Oktober1946: Die Sportler bekommen den Platz anscheinend nicht von Steffens – Rainer Schmitz. Schürkens will sich auch nicht an die Militärregierung wenden. Eher gibt er es dann. Ich riet ihm, nochmals mit Steffens
| Mit 136 Personen auf Ladefläche | Pfarrer Reiners organisiert die erste Wallfahrt nach Kevelar. Aus Geveldorf fahren 58 und aus Hottorf 78 Pilger auf der mit Bänken ausgestatten Ladefläche eine LKWs mit. Büssing-Ferntransporter Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Wallfahrt nach Kevelaer: August 1946Mit Lehrer Schulte fuhr ich nach Kevelaer. Gormanns will uns Ende des Monats nach Kevelaer fahren. 58 meldeten sich deswegen bei Maria Lieven.In Kempen bestellte ich Kerzen, Weihrauch, Kohlen und Wichs für das ganze Dekanat. 24 weiße Kerzen (englischer Wachs) brachte ich mit. In Kevelaer bei Bauer (14 Monate waren sie wegen Besatzung nicht im Haus und Geschäft) traf ich den Pfarrer von Baal, die Baaler wollen sich anschließen. Der Baaler Pastor hat zwei Monate die Gegend bis Kofferen seelsorglich betreut (1945: März-Mai).Gestern war mein 18. Weihejahrestag.In Kevelaer gibt es schon einiges zu kaufen. In der Basilika werden die Fenster eingesetzt. Ihre Orgel ist durch Ausländer im Priesterhaus zerstört worden. Sonst ist sie, die Gnaden- und Kerzenkapelle unbeschädigt. Von der Pfarrkirche liegt das Gewölbe am Boden. Der Kreuzgang ist endlich aufgeräumt. In den Geschäften gibt es schon einiges zu kaufen, besonders kleine Schmucksachen, meist gegen Eintausch von Silber.Heute ruhten sich alle, die … konnte,
Firmung von 40 Firmlingen (im Schulgebäude) und Visitation durch H. H. Weihbischof Friedrich Hünermann.Pfarrer Reiners berichtet den Ablauf der Firmung und und Visitation sehr ausführlich in seiner Pfarrchronik, unter anderem von:Binden von Kränzen in der Vorwochevierteiliger Empfangstriumphbogen bei von MeerFähnchen und Wimpel waren in Gevenich geliehenAbholung des Bischofs von Männern in Frack und Zylindern und Kindern mit geschmückten Fahrrädernvorgetragene Gedichte von Marie Honold und Konrad Philippen und vier Mädchen aus der OberklasseFirmung in der NotkircheEmpfang des Kirchenvorstands und Prüfung von FinanzangelegenheitenKindersegnungAus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Firmung und Visitation 1946: September 1946Gestern und heute ließ ich die Schulkinder arbeiten. Wir reinigten die Wiese am Pastorat, Hof und Straße, die Gasse an der Vikarie, die Kirche und die Straße vor dem Friedhof.Herz-Jesu-Fr.Mittwoch holte der Sportverein (meist die Alten) Tannengrün im Pfarrwald. Auch einige Bäume für Torlatten brachten sie sich mit, und Pickart Bunkerholz. Noch am selben Abend drehten 10 Mädchen ca. 50 Meter Kranz für die Kirche. Buchsbaum lieferte von Meer und Deuser Peter. Ich stiftete ihnen etwas Bier. Auch am gestrigen Tag viele Mädchen zum Kränzen da. Mühlfarth haben in Ralshoven eine Karre Sägemehl geholt, um eine Figur durch Hubert vor der Kirchentür machen zu können. Weder durch
| 86% Wahlbeteiligung | Am 15. September 1946 gab es in der französischen und britischen Besatzungszone die ersten Kommunalwahlen nach dem 2. Weltkrieg statt. Das Wahlsystem der Kommunalwahlen war ein mehrheitsorientiertes System mit Verhältnisausgleich, bei dem der einzelne Wähler mehrere Personen wählen konnte (in der Regel drei Stimmen) Von 279 Wahberechtigten geben 239 Hottorfer ihre Stimme ab und wählen 4 Vertreter der CDU und 2 Unabhängige in den Gemeinderat. Am 14. Oktober fand dann die Wahl des Kreistags Jülich statt, bei der die CDU wie im ganzen Rheinland siegte (65,5% inm Kreis Jülich). Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Erste Kommunalwahl: Das Wahlergebnis: Berechtigt: 285. Es wählten 239, ungültig 17, Abgegeben 921 Stimmen: 622 CDU, 299 Unabhängige Es erhielten: Gottfried Schiffer 115, Josef Nöthlings 111, M. Meyers 101, Johann Emmerich 81, M. Küppers 68, Wilhelm Mülfarth 77, M. Flesch 68, J. Herbergs 60, J. Spengler 56, Heinrich Mütz 47, Hubert Rixgens 44, Johann Krauthausen 20. Gewählt sind: Meyer, Emmerich, Mülfarth, Küppers, wohl durch Los, Schiffer, Nöthlings. 1-4 sind von der CDU.
| Mit Mannschaftswagen in den Wald | Weitere Finanzierungsquellen für den Wiederaufbau von Kirche, Pfarrhaus und Vikarie wie Kriesgschädeamt und Programm für Kunstdenkmäler wurden angefragt.Am 2. Dezember 1946 wurden alle Planungsunterlagen beim Bauamt in Jülich abegegeben. Die Genehmigungen und Freigaben durch die britische Militärregierung wurden erwartet, so dass nun das Holz im Pfarrwald im großen Still geschlagen und genutzt werden konnte.Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Wege der Holzbeschaffung: Juni 1946 Das Kriegsschädenamt will mit noch vorhandenen öffentlichen Geldern öffentliche Gebäude, als auch Kirchen und kirchliche Verwaltungsgebäude finanziell bezahlen, wenn Material da ist und die Arbeiten bis zum 31.3.1947 erledigt sind. Sekretär Breuer von Titz sprach darüber. Für uns käme Vikarie und Pfarrhaus in Frage und eventuell die Kirche unter Dach. Ein Kostenüberschlag sei einzureichen. Auf der K.-Notstandssitzung, der der Ortsbürgermeister und Herbergs noch beiwohnten, besprachen wir das Angebot des Kriegsschädenamtes. Wir versuchen es. Im Übrigen erkannte ich: „Sehe jeder zu, wie er es weiter bringt“: Kräftige Unterstützung findet sich selten. Josef Herbergs stellte Kostenanschlag für das Vikariatsgebäude in Höhe von 5078,95,- RM und für das Pastorat für 4563,10 RM fertig. Ich reichte ihn zweifach durch das Bürgermeisteramt Linnich beim Kriegsschädenamt ein. Den Kirchenvorstand ließ ich die Übertragung
| 20 Programmpunkte | In den Unterlagen des Pfarrarchivs befindet sich der Plan für die erste Krippenfeier nach dem Krieg im Dezember 1946. Diese umfasst neben den klassischen Weihnachtsliedern auch Liedvorträge durch den Kirchenchor, eine Predigt und eine Kollekte. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Erstes Krippenspiel nach dem 2. Weltkrieg: Dezember 1946 Sehr kalt. Generalprobe für das kirchliche Krippenspiel um 11 und um 3 für das auf dem Saal eine erste Probe. Freitag war nur eine schöne schulische Weihnachtsfeier mit Gedichten, Liedern und der heiligen Geschichte nach Mockenhaupt. Nachher gab es für jedes Kind zwei Tafeln Schokolade, von der Schweizer Spende. Erkältung stellte Zahnarzt Emmerich bei mir fest. Ich hörte in Gevelsdorf von 10-12.15 Uhr Beichte.; sehr erfreulich. Hier Pfarrer Düster. Sehr viele gingen. Nachmittags jeder bei sich. Um 6 Uhr Engelamt. Nachher „Stille Nacht“. Sehr viel Kommunizierte. Meine Freude stieg. Ich sprach zweimal über: „Schlimmstes Weihnachten wegen Millionen Heimatloser“. An den beiden Tagen kamen 525,-RM Kollekte für die Armen und für kirchliche Zwecke ein. Auf dem Tabernakel stand des Herbergs kleine Krippe. Ein Birnchen durch Brack. Vom Amt hatten wir 54 kleine Kerzen. Sie steckten zur Hälfte an den vier Tannenbäumen rechts und links des Altars.
| Prost Neujahr | Privates Schnapsbrennen war gebräuchlich und gefährlich. Die Englische Militärregierung hatten im Oktober 1947 schon Hottorfer wegen illegalem Schnapsbrennens festgenommen. Die Glocke zu Silverster wurde noch im Baum bei Mülfahrt von Hand geläutet. Das Schiessen (vermutlich mit "Katzeköpp") wurde später von der Feuerwehr übernommen und fand auch bei Polterabenden und Goldenen Hochzeiten statt. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Selbstgebranntes: Januar 1947 Mit Schnaps wurde manche Neujahrsfeier veranstaltet. Um 12 wurde geläutet. Auch geschossen (mit Katzeköpp heute noch bei der Feuerwehr). Tags vorher war um 3 Uhr Generalprobe gewesen, heute um halb vier wurde das Weihnachtsstück, das Gretchen Honold zusammenstellte und mit M. Mülfarth einprobte, im Saale Mütz aufgeführt. Mit Strohballen Brettern hatten sie eine Bühne geschaffen. Brack brachte die alte Theaterbeleuchtung an mit verschiedenen Lichten. Mit Decken waren die offenen Fenster verhängt. Ein Glück, dass es milde war und nicht zu kalt. Der Saal war sehr besetzt. 423,- RM haben die Mädchen vereinnahmt. Sehr schwierig zum Einproben war der Engelreigen. Jakob spielte Geige und Maria Mühlfahrt Harmonium. Programm: 1) Huldigung der Engel, 2) der Tiere, 3) der leblosen Kreatur, 4) des Menschen. Dabei traten kleine und kleinste Kinder in Tätigkeit. Karl Ludwig Ganser sang
| Keller unter Wasser | Schon der ganze Januar 1947 war sehr winterlich und teilweise bis zu -20 Grad Celsius kalt. Die Hottorfer fuhren dennoch fast täglich mit Pferd und Wagen und teilweise mit Traktoren zum Hambacher Wald und holten Holzstämme für die Bauarbeiten an der Kirche und Holz zum Heizen für zu Hause.Anfang Februar setzt nochmal starker Frost und Schneesturm ein. Einsetzendes Tauwetter und Regen führen dann im März 1947 zu starkem Hochwasser.Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Wetter im Frühjahr 1947: Februar 1947Sehr starker Frost, gar Schneesturm. Hubert M. brachte die Hälfte der Brotkarten und einige Gaben zu Pater Hülsbusch. Paul Seyfried, Knecht von Meyers, verlief sich im Schnee nach Hoogen, anstatt Lövenich.Die Bonner Theologen bekommen jetzt wegen der Beihilfe Hottorfs nachmittags Kaffee. Ich sprach über das Tanzen als Seelsorger. Ob es Erfolg hat? Tauwetter anstatt 30 Grad Kälte, wie angesagt.März 1947Der außergewöhnliche Frost behinderte alle Arbeiten an der Kirche bis heute. Als es dieser Tage regnete und taute, entstand bei Heidelberg und Dederichs Hochwasser. Die Männer des Ortes wurden nachts alarmiert, um die Wassergefahr zu bannen. Dederichs verdarb in der Sch…… ein Meter hoch die Frucht. Einige Keller liefen voll Wasser. Das Maar war ganz
| Theaterverein auf Tornee | Nach dem zweiten Weltkrieg wurden der Theaterverein und eine Maigesellschaft gegründet. Die erste Aufführung des Theatervereins fand am 12. April 1947 statt. Die letzte Aufführung gab es 1961. Die erste Aufführung findet sogar ausdrückliche Erwähnung in der Pfrarrchronik. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Vorstellung des Theatervereins: April 1947 Weißer Sonntag - Nachmittags um drei und acht Uhr abends Aufführung des Dramas: „Anita, die Heldin von Falkenstein“. Brechend voll war der Saal. Die Sammlung erbrachte ca. 1100,- RM. Die Musik verschlang 240,- RM. Die Kostüme kosteten auch viel. Gegen viel Schwierigkeiten unter den Spielern und von außen durch ablehnende Hottorfer und weil keine Bühne da war, setzte Hubert Mülfarth das Spiel durch. Das Spiel war für Anfänger sehr gut. Herr Ganser aus St. Tönis hatte die Spieler angeleitet und spielte selbst die Hauptrolle. Die der Anita spielte Sibille Roeben. Mitspieler waren noch Elisabeth Emmerich, Robert Heidelberg, Heinz Krauthausen, Manfred Weiß, Franz Josef Lieven, Friedel von Berg, Hubert Völker, Jakob Schiffer. Alles war des Lobes voll. Viel Volk kam von auswärts. Martin Schiffer stellte sein Klavier zur Verfügung. Von der Kirche nahmen wir den Fußboden der Frauenseite. Papier hatte noch Bergrath und wurde neu
| 8 Kinder in Hottorf | Die zweite Kinderkommion nach dem 2. Weltkrieg in Hottorf in der Notkirche, Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Erstkommunion 1947: Mai 1947 Erstes Proben mit den Kommunionkindern durch Getrud Honold PfingstenErste heilige Kommunion von Hubert Pickartz, Willi Krieger, Maria Mütz, Gr. Mütz, Gerhard Bauch, M. Honold, Franz Spengler und Käthe Küppers und in Weiden bei Köln von Maria Schmitz-Terwege. Bei von Meer wurden die Kinder abgeholt. Der Kirchenchor Damen und Herren sangen Psalmen und das Magnifikat und einen vierstimmigen Segen. Schön war geschmückt und schönes Wetter und viel war gebacken, wie ich auf meinem Rundbesuch feststellte. Für die Danksagungsandacht hatte ich kindertümliche Gebete zusammengestellt, die diese acht ein auf die Kommunionandacht allein beteten.
| 150 kg schwere Kreuz | Quelle: Kirchenzeitung Aachen "1947 wollten Krefelder Kriegsheimkehrer ein Zeichen der Buße und des Willens zur Versöhnung setzen. Aus dieser Initiative entstand ein 150 kg schweres Kreuz, mit dem Gesicht des leidenden Christus, geschaffen von Anton Wendling. Mit dem Aachener Friedenskreuz zogen katholische Männer, Gruppen, Verbände durch die Diözese. Bis in die 1960er Jahre hinein überbrachten Dutzende Wallfahrten im In- und Ausland eine kraftvolle Botschaft für Frieden und Verständigung. Das Kreuz war Ausgangs- und Mittelpunkt für zahllose Gebete, Gottesdienste, Versammlungen."aus: Bistum AachenAus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners - Friedenskreuz: Juni 1947 Am Herz-Jesu-Fest, dem 13. Juni, holten wir das schwere Kreuz, dass vier Männer tragen mussten, um halb acht an der Lövenicher Pfarrgrenze ab. Eine Minute Schweigen und Vater unser für Deutschland. Die jungen Männer – Frauen waren bei der Prozession ausgeschlossen und Kinder bis zu 17 Jahren- trugen es: Zuerst Schmitz Johann, Schürkens Jakob, Krieger Hubert und Willi. Dann Josef Schiffer-Schulte, Lorenz August, Krafft Christian, und Lieven Friedrich. Endlich Bauch Julius und Mülfarth Hubert, und noch zwei andere. So groß war das Kreuz, dass wir es nur umgekehrt in die Kirche bekamen. Ich war froh, dass es uns in der Größe und Schwere
Der Turm wird in insgesamt drei Bauabschnitten wiederhergesellt. Das erste Drittel erfolgt durch die Rheydter Firma Arnold Jansen bereits im Herbst 1947.Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners: Juli 1947Seit dem 23.7. beginnt der Aufbau, und zwar durch die Firma Arnold Jansen aus Mülforth, er selbst ist Maurer und Zimmermann.Beginn des Aufbaus der Kirche durch die Firma Arnold Jansen aus Rheydt-Mülforth.September 1947Ich rief wieder allwöchentlich zu Hilfsarbeiten an der Kirche auf: Mo 1-20 (Hausnummern) , Di 20-40, Mi 40-60, Do 60-80, Fr 80-100.November 1947Am Kirchweihfest konnte eine Dankandacht gehalten werden, weil der erste Bauabschnitt des Kirchenaufbaus abgeschlossen wurde: Mauerwerk im Schiff und an der Sakristei und ca. 10 Meter vom Turm und Dachgebälk auf dem Schiff. Eine Stunde wurde die Kirche zur Besichtigung geöffnet.Darin lagert noch viel Holz.Dezemebr 1947Den Kirchenaufbau am Turm stellten wir ein, weil man mit der Firma unzufrieden wurde. Mai 1949 Siehe: Photoalbum zum Wiederaufbau der Kirche (Quelle: Pfarrarchiv) Beiträge Turm wird weiterhin aufgebaut Der Kirchturm wurde vollendet
Im November 1946 hat der Kirchenvorstand die Arbeiten zur Herstellung des Dachstuhls der Kirche zunächst an den Zimmermann Jansen aus Ralshoven vergeben. Bereits einen Monat später hat der Neffe, Arnold Jansen aus Rheydt-Mülfort, den Auftrag übernommen. Bericht über die Fertigstellung erfolgt in der Lokalzeitung:
| Warten aaf Schiefer | Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners: Mai 1948 Ich bat um freiwillige Helfer zum Aufnageln der Bretter auf das Dach. Die Bretter schnitt uns mein Kommunionpaar Franz Hilgers aus Lindern. Nicht eben besonders gut auf seinem neuen Gattex (vermutlich Bezeichnung für eine Gattersäge). Ein Schreiner aus Ratingen, den uns Herr von Angern, der Bruder der jungen Frau von Meer, schickte, nagelte sie uns drauf und belegte sie mit Pappe, die ich nicht teeren ließ, weil ich auf Schiefer aus Nordenau wartete. Nun ist es wohl entscheiden, dass keine Dachziegel gegen den Willen des Kirchenvorstandes und vieler im Dorf draufkommen, trotzdem einer ein Schwein für Dachziegel schenken wollte.
| Stockt jetzt der Kirchenausbau ? | "Die Währungsreform von 1948 trat am 20. Juni 1948 in der Trizone, den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands, in Kraft. Ab dem 21. Juni 1948 war dort die Deutsche Mark („DM“, auch „D-Mark“) alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Die beiden bisher gültigen Zahlungsmittel Reichsmark und die (zu ihr fest im Verhältnis 1:1 notierende) Rentenmark (beide abgekürzt als „RM“) wurden zwangsumgetauscht und dabei mehr oder weniger im Nennwert herabgesetzt. Die Währungsreform von 1948 gehört zu den bedeutendsten wirtschaftspolitischen Maßnahmen der deutschen Nachkriegsgeschichte." aus: Wikipedia Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Währungsreform Juli 1948: Am 21. Juni 1948 war die große Währungsumstellung von RM (Reichsmark) auf DM. 10 Prozent wird vergütet, aber zuerst gibt es nur ein Kopfgeld an jeden von 20,- DM. Sodann 5 % als Freibetrag von der Sparkassensumme. Ich sammelte nach dem Umtausch noch RM ein, (für ) und übernehme halb zu halb für DM 5000,-RM von einem von Lövenich. So retteten wir doch über 1000,- DM. Viel Geld hatte ich in Pappe von Düsseldorf durch Herrn von Anger angelegt und Bretter, die wir einige Monate später bei ihm abholten. Die Pappe gaben wir später, da wir doch Schiefer bekamen, preiswert ab. Wir
| Früher hatten die Hottorfer es gut | Die Aachener Volkszeitung beklagt in einem Artikel am 4. Dezemmber 1948 die schlechte Infrastruktur in Hottorf und stellt am Ende die Frage, wer denn in Hottorf noch wohnen möchte? Bei den Einsiedlern von HottorfWas es vier Jahre nach Kriegsende im Kreise Jülich noch gibt.Dort, wo sich der Erkelenzer Höhenzug wie eine Halbinsel in das Jülicher Land schiebt, liegt ein schmuckes Dorf. Die ungefähr 500 Einwohner haben keine Mühen gescheut, die Folgen des Krieges zu überwinden, doch fühlen sie sich heute noch, vier Jahre nach seiner Beendigung, wie von der Welt abgeschnitten und vergessen. Dabei liegt Hottorf mitten in einem Verkehrsdreieck. Seine Bewohner haben die Auswahl zwischen 13 Bahnhöfen, um aus ihrer verlassenen Ecke herauszukommen. Der weiteste davon ist nicht mehr als 10 km entfernt, die beiden nächsten sind nach einem Marsch von nicht weniger als 7 km zu erreichen. Auf den Landstraßen um Hottorf begegnen uns mehrere kleine Karawanen, denn wer mit Koffer und Taschen reisen will, braucht eine Eskorte von Trägern.Früher hatten die Hottorfer es gut. Viermal täglich fuhr ein Omnibus von Jülich nach Erkelenz, und zweimal wöchentlich, an den Markttagen, fuhr einer von Titz nach Limich. Beide Linien berührten Hottorf und
| Die Aachener Volkzeitung berichtet: | Ein Kriegsgefangener aus Russischer Gefangenschaft kehrt nun zurück (wer?) Im Oktober wurde die Vikarie wieder hergestellt. Dort können zwei Famlien wohnen. Schuppen am Pastorat im Rohbau fertig Dachdeckermeister Moll aus Kiffelberg hat Westseite des Kirchenschiffes mit Schiefer gedeckt Pfarrer Reiner dokumentiert Schicksal der Kriegsgefangenen in seiner Chronik. Aus der Pfarrchronik der Nachkriegsjahre von Pfarrer Reiners – Die Kriegsgefangenen: Pfarrer Reiners dokumentiert, wann Kriegsgefangen zurückgekehrt sind. Leider ist die Zählweise nicht ganz nachzuvollziehen. März 1946 93 waren von hier waren während des Krieges Soldat, 19 fielen, 31 sind noch nicht zurück, 12 schickten eine Suchkarte, da sie persönlich noch nicht geschrieben haben. Von 2 oder 3 weiß man indirekt Bescheid. Josef Nöthlings geriet in russische Gefangenschaft, aus der er krank vor zweieinhalb Monaten entlassen wurde. Bis heute hat er sich kaum davon erholt. Seit Weihnachten hielt ich 3 Novenen vor dem Herz-Jesu-Freitag: Die erste in der Hauptsache um Wiedererlangung der Glocken, die in Hettstett, 3 km von der englischen Zonengrenze in der russischen Zone sind. Ob wir sie Ostern wieder haben? Sehr groß die Beteiligung der Leute daran: 50-90 Kommunikanten. Die zweite Novene für Glocken und Soldaten. Die dritte jetzt mehr für Vermisste. Die Beteiligung
| Kirchendach nun fertig gedeckt | Das zunächst mit Dachpappe provisorisch gedeckte Kirchendach wird nun in blauem Schiefer fertig gedeckt. Durch die Bemühungen von Pfarrer Reiners konnten zwei Autoladungen aus Westfalen herangebracht werden. Das Photoalbum zum Wiederaufbau der Kirche zeigt die Arbeiten am Aufbau des Kirchtenturm und das geschmückte Innere der Kirche zur Erstkommunion am 26. Mai 1949. (Quelle: Pfarrarchiv) | Erstkommunion 1949 | Am 26. Mai 1949 kann die erste heilige Messe in dem wiederhergestellten Gotteshaus gefeiert werden. Dabei wird 10 Jungen und 5 Mädchen die erste Hl. Kommunion gespendet. Mai 1949 auf dem Innenhof Gut von Meer Siehe auch:Photoalbum zum Wiederaufbau der Kirche (Quelle: Pfarrarchiv)
Der Turm wird in insgesamt drei Bauabschnitten wiederhergesellt. Im zweiten Bauabschnitt stockt die Firma Th. Schläger aus Katzem im Jahre 1949 den Turm um weitere zwei Meter auf.Die erforderlichen passenden Altziegel für die Verwendung des Restes werden im „Hand – und Spanndienst“ unter großen Schwierigkeiten beschafft. Kirchturm nach 2. Bauabschnitt Siehe:Photoalbum zum Wiederaufbau der Kirche (Quelle: Pfarrarchiv)Beiträge:Der Kirchturm wurde vollendet
| Der Richter hat das Wort | Der Streit um verschenkte Hühner geht vor Gericht
| Die beiden im Krieg demontierten Glocken kehren zurück. | Das freudige Ereignis wird in der Kirchenchronik ausführlich mit Bildern dargestellt. Im Fotoalbum der Pfarre wird das Ereignis wie folgt beschrieben:„Die Glocken kommen nach Hause!Als letzte Kriegsgefangene kehren die Glocken in die Heimat zurück! Die Glocken werden festlich abgeholt. Ein langer Zug begleitet die Glocken durch den Ort. Der Sportverein bildet die Spitze des Zuges. Dahinter folgen Messdiener und die weißen Kinder. Nun schließen sich die Schulkinder an. Jetzt kommen die Glocken und beinahe alle Bewohner des Ortes folgen ihnen. Sogar die alten Leute geben den Glocken das Ehrengeleit. Der Zug kommt an die Kirche. Die Glocken werden unter den Glockenstuhl gebracht. Mit vereinten Kräften werden die Rufer Gottes an ihren festen Platz gebracht. Und nun werden sie hochgezogen! Wie lange werden die Glocken wohl hier bleiben müssen?“
| Dies und das | Die Lokalzeitung berichtet aus HottorfGemeindebote fällt beim Birnenpflücken von der LeiterVersammlung des OrtbauernvereinsBesuch von 70 Personen bei der landwirtschaftlichen Ausstellung in KölnReger Kirmesbesuch bei Raupenkarussel und SchiessbudeFahrt zur Priesterweihe von Diakon LievenKirchengemeinde bietet Kleingärten an
| Steyler Missionare | Die Priesterweihe von Josef Lieven erfolgt am 24. September 1949 im Missionspriesterhaus in St. Augustin.Die Primiz in Hottorf findet am 2. Juli 1950 statt.Fotos von der Priesterweihe und von der späteren Primiz in Hottorf befinden sich im Fotoalbum der Pfarrgemeinde. Eine Kopie des Fotoalbums des Josef Lieven SVD anlässlich seiner Priesterweihe am 24.9.1949 befindet sich im Stadtarchiv Sankt Augustin unter SGL / Stadtgeschichtliche Sammlung - Literatur, Nr. 1280
| Bänke im barockem Stil | Zum Weihnachtsfest wird die Kirche mit neuen Bänken ausgestattet.
| Sechs Knaben und acht Mädchen | Die Lokalzeitung berichtet:
| Zwei Knaben und zwei Mädchen | Berichtenswertes aus dem Dorfleben:
| Präsident Jakob Schiffer versteigert die Dorfschönen | Die Lokalzeitung berichtet:
| Theaterverein hält Jahreshauptversammlung | Die Lokalzeitung berichtet:Johann Emmerich rückt in den GemeinderatKein Umzug der MaigesellschaftKeine Sträuße für die MaibräuteJunge Männer stellen Maibaum aufJahreshauptversammlung des Theatervereins in der Wirtschaft Althoff
| Hottorf beteiligt sich an Schulzahnpflege | Die Lokalzeitung berichtet:Haushaltsplan 1950-51 ausgeglichen4.500 DM für Instandsetzung des SchulgebäudesBeteiligung an SchulzahnpflegeSteuersätze bleiben unverändertReinigung der GräbenRuhebank unter der Kastanie am WeiherEmmerich und Mülfahrt im Gemeinderat
| Der Aufbau des Turmes und der Friedhofsmauer geht voran | Der Turm wurde in insgesamt drei Bauabschnitten wiederhergesellt.Im dritten Bauabschnitt kann die Katzemer Firma Schläger unter Mitverwendung von Steinen der Jülicher Jesuitenkirche und mit dem von der Zuckerfabrik Ameln geschenkten Kalk nunmehr den Bau vollenden.Die Zeitung berichtet: „Zwei emsige Maurer, drei Lehrbuben und drei Hilfsarbeiter aus dem Ort schafften diese Schlusswerk in kaum zwei Wochen zum Erstaunen der Gemeinde. Ein drei Meter hohes Kreuz krönt einstweilen den Turm, der noch keinen neuen Helm hat.“ Weiterhin berichtet die Tagespresse über den Abschluss der Arbeiten an der Kirche:„Verkehrsbehinderung beseitigtHottorf – Im Anschluß an die Fertigstellung des Kirchturmes wird die Firma Th. Schläger aus Katzem die Friedhofsmauer reparieren. Die Schulkinder leisteten bereits gute Vorarbeit durch Abbruch der Mauerreste und Aushebung des Fundamentes. Die Pfarrgemeinde hofft, daß die Mauer bis zur bischöflichen Visitation Ende Juli vollendet ist. Mit der Instandsetzung der Friedhofsmauer sind endlich die den Verkehr behindernden Steinstufen an der Straßenkreuzung beseitigt.“ Siehe:Photoalbum zum Wiederaufbau der Kirche (Quelle: Pfarrarchiv)
Die Lokalzeitung berichtet: Unter Mitverwendung von Steinen der Jülicher Jesuitenkirche wird der Bau des Kirchturms vollendet Ablauf der feierlichen Heimatprimiz von Pater Lieven am Fest Mariä Heimsuchung Siehe: Photoalbum zum Wiederaufbau der Kirche (Quelle: Pfarrarchiv)
| Messgewand als Geschenk | Am 2. Juli 1950 wird das Primizamt von Pater Josef Lieven gefeiert.Bericht über die anstehende Primiz und über den Primizianten in der Lokalzeitung: Der Pater wird von seinem Elternhaus abgeholt und in feierlicher Prozession zur Kirche begleitet. Als Geschenk der Pfarrgemeinde erhält er ein Messgewand.Die folgenden Bilder stammen aus dem Fotoalbum der Pfarrgemeinde: Nach der Priesterweihe in St- Agustin SA 1.7.1950 im geschmückten Ort Blumenteppich von der Kirche bis zur Vikarie Empfang durch die Dorfgemeinschaft So 2.7.1950 Abholung an der Vikarie Prozession zur Kirche Prozession zur Kirche Hottorfer Kirchenchor Kasel für den Primizianten Lied- und Gebetheft zur Primiz Festandacht: hierVon den Feierlichkeiten berichten die Zeitungen ausführlich:Nicht eingeweihte Besucher staunten Samstag in Hottorf. Viele rege Hände säuberten die Straßen, befestigte Fahnen, an Masten, spannten Wimpel über die Straße, wanden Kränze und Girlande an Triumpfbogen, machten aus eine Wald von zweigen ein wunderbares Baumspallier, und schließlich wurden sogar noch zwei Teppiche und ein Läufer aus gefärbten Sägemehl hergestellt. Christliche Symbole waren sinnvoll darin angeordnet. Die Strasse zwischen Kirche und Vikarie , dem Elternhause des primizianten, war besonderders festlich geschmückt. Aber auch die anderen Strassen waren sauber gehalten und viele Fahnen gaben dem Ort eine festliche Note.Selbst der
Firmung von 25 Firmlingen und Visitation durch Weihbischof Friedrich Hünermann.Die Tageszeitung berichtet am 2. August 1950:„Vier Reiter von Hottorf holten von der Gemeindegrenze über den Pützberg zur Empfangsstelle am Maar bei von Meer den hohen Gast ein. Pfarrer Reiners und Ortsbürgermeister Meyers begrüßten den Weihbischof. Der neugegründete Kirchenchor unter Leitung des Dirigenten Römer, Hasselsweiler, boten dem Gast den Willkommensgruß, ein Kind trug ein Gedicht von Thrasolt vor.Nachdem die Gemeinde in feierlicher Prozession Dr. Hünermann das Geleit zur festlich geschmückten Dorfkirche gegeben hatte, wurde die Gemeinschaftsmesse zu Ehren der Tagesheiligen Martha gefeiert. Nach der Segnung der Kleinkinder und Mütter schloß sich die Visitation der Kirche an. Nachmittags holten Geistlichkeit, Meßdiener und Firmlinge den Bischof ab. 22 Kinder und drei Erwachsene wurden gefirmt, Firmpaten waren Peter Bergrath und Frau Hubertine Spengler.Weihbischof Dr. Hünermann verstand es, in seiner Abendansprache im Saale Mütz die Jugend mit den rechten Worten anzusprechen und sie für ein echtes Christenleben zu begeistern.“
| kurz gefasst | Die Zeitung berichtet aus Hottorf: Buswallfahrt mit Müntz noch Neviges Tod von Schwester Beatilla, Anna Effen Überfahrt über den Straßenkanal "am Maar" beim Gut von Meer Wegweiser nach Jülich siebter Fußfall an Friedhofmauer Die Wasserkanal an der Maar hat wohl schon viele Jahre zu Probelem geführt. So berichtet Pfarrer Reiner schon zum 28. September 1946 in seiner Chronik: "In der Rinne bei von Meer quer durch die Straße blieb gestern schon wieder ein Gemüseauto stecken. Nach einer guten halben Stunde war es durch Winden frei geworden. Die Provinzialregierung muss das machen. Nun scheint alles Gemüse verkauft zu sein."Auch heutzutage bleibt die Stelle bei Starkregenereignissen kritsch, so dass die Kanaldekcel hochgepült werden. Bei der gennanten Schwester Beatilla handelt es sich um eine Großtante des Chronisten. Der Artikel stellt die Suche nach Erholung und Genesung heraus, verschweigt jedoch, dass die Schwester den Freitod durch Erhängen im Kloster gewählt hat.
| überschrift | offen: Formatierung überarbeitenAm Kirchweihsonntag gab ich eine Übersicht über die Leistungen zum Kirchbau. (vom 1.7.48 – 1.11.50).Beihilfen:1945 Der Bischof Wilhelm Berning von Osnabrück 8.000,- RM (5.000,- behielt er für sich 13.000,- RM betrugen die Kollekten meiner Tätigkeit in dem Kreis Grafschaft Hoya https://www.grafschaft-hoya.de/ vom Dezember 44 bis Ende August 1945).Am 18.3. 1948 vom Bistum Aachen 8.000,-. Aus dem Wohnungsnotprogramm1947: 1297,97 RM und am 11.5.1948: 8.184,40 RM.Darlehen: 2000,- RM vom Bistum Aachen und 2.400,- RM vom Kreis Jülich. 1800,- RM brachten die in der Flurgasse verkauften Parzellen an Kremer und Gertrud Schmitz ein. An Hauskollekten kamen ein:1945: 3.130,-, 1946: 6.591,- 1947: 5.562,- 1948: 5.949,20 RM,,1948: 1.140,65 DM, 1949: 2.355,75 DM, 1950: 1.153,45 DM.Eine Verlosung erbrachte750,- DM. Kraut: 548,60 DM, Rüben: 420,- Holz: 1214,30, Kartoffel: 340,-, Pappe: 391,-DM , Stroh 175,-DM, Blei 176,75 DM, Kamillen 96,70 DM, Verschiedenes 385,25,Messen 731,-,Zinsen und Abwertung 1.520,48;Geldspenden 4.217,64; darunter 1.903,04 DM für die Kirchenfenster bestimmt,Kollekten 554,73 DM. Ausgegeben wurden für denDachstuhl 934,96 DM. Schiefer und Transport 2523,10, Auflagen des Schiefers 1075,10, Dachrinnen 1067,35, Putzerarbeiten 3785,22, Lichtanlage 1033,25, Orgelbühne 803,85, Portal 600,-, Mitteltür 305,89, Beichtstuhl 339,95, Kirchenbänke 1044,10, Sakristei 691,45. Turm, zweiter Bauabschnitt 1395,83, dritter Abschnitt 2736,51., Friedhof 297,51, Glocken 311,50, Kreuzwegstationen 100,-, Fenster 1931,84 (von
Dogma-Verkündigung (nach Befragung aller kath. Bischöfe durch den Papst): Maria lebt als Vollerlöste "mit Leib und Seele" bei Christus im Himmel. https://de.wikipedia.org/wiki/Leibliche_Aufnahme_Mariens_in_den_Himmel
Ein "Sammelbericht" in der Lokalzeitung:kein neuer Lehrer nach Versetzung von Lehrer FaulhaberEisernes Tor in Friedhofsmauerkein geeignetes Gelände für SportplatzKath. Jugend holt Preis bei SternfahrtSchneiderlehrling Rixgens bestand GesellenprüfungTheaterverein plant zwei TheaterabendeKirchenchor Cäcilia veranstaltet ZuckerrübensammlungBorromäus-Bibliothek erhält Zuschuss
| Beitritt zum Wasserleitungszweckverband | Asu dem Gemeinderat: Wiederwahl Meyers und Bergrath Beitritt zum Wasserleitungszweckverband Friedhofsordnung Motorspritze mit Schläuchen Schulbücherei Jagdpacht Straße Gevenich-Hottorf Versetzung Lehrer Faulhaber
| Schwank und Schauspiel | Die Lokalzeitung berichtet:
| Hubert Faulhaber scheidet aus | Bericht in der Zeitung:
| und gemütlicher Dorfabend | Vereinigte Kirchenchöre Hasselsweiler und Hottorf sowie Ortsbauernschaft feiern zur Jahreswende 1950 im Saal Mütz
| Frauen, Kinder und Invalide NICHT als Brandbekämpfer | Feuewehr stellt klar, dass "jüngere männliche Kräfte" im Einsatz waren und beklagt die Alarmierungsmöglichkeiten
| Neue Georgsglocke | In Gescher in Westfalen wird die kriegsbeschädigte Glocke umgegossen. Am ersten Sonntag im März (04.03.1951) erhält sie ihre kirchliche Weihe auf den Namen des Pfarrpatrons St. Georg zum bleibenden Andenken an die Opfer zweier Weltkriege. Sie wird künftig zum Totengeläut eingesetzt.Ihre Inschrift lautet: „Ich beläut der Männer zweimal blutig sterben, einundvierzig mögen bald den Himmel erben. St. Georg 1951“ Die Lokalzeitung berichtet: Siehe:Überblick der Hottorfer Kirchenglocken
| Neue Klasseneinrichtungen für Volksschule | Die Lokalzeitung berichtet aus dem Gemeinderat:Zustand der Landstraße nach GevenichInstandsetzung der Außenfront an der SchuleGeländetausch für Sportplatz
Am Weißen Sonntag (1. April 1951) empfangen 10 Mädchen und 5 Jungen die Erste Hl. Kommunion
| Mit Zeitkapsel dokumentiert | Der Abschluss des Wiederaufbaus der Kirche wird mit einer Flaschenpost dokumentiert, die beim späteren Umbau 1987 gefunden wird.Hier der Text der Urkunde:„Durch Kriegseinwirkungen von 1944 wurde unsre Kirche zu Hottorf am 2o. November 1944 zerstört.Die Kirche wurde erbaut 1777, der Turm aus dem Jahre 1855. 1947 wurde unsere Kirche wieder neu aufgebaut, unter reger Beteiligung und mit selbstständiger Arbeit unter Herrn Pfr. Hubert Reiners, Pfarrer zu Hottorf, und als Kirchenvorstand als Kirchenrendant Peter Bergrath , sowie als Mitglieder des Kirchenvorstandes Spengler Josef , Meyers Max, Jülicher Anton, Lemm Martin u. Rixgens Hubert. Putz - sowie Mauerarbeiten , wurden durch Schläger, Katzem Kreis Erkelenz ausgeführt . Zimmerarbeit wurde ausgeführt von Johann Jansen aus Rheydt bei Mönchengladbach. Am 09. April 1951 wurde mit den Arbeiten des Fußbodens begonnen. Ausgeführt wurde diese durch Herrn Josef Herbergs und Sohn Franz Reiner als Schreinermeister aus Hottorf.“ Siehe auch:Photoalbum zum Wiederaufbau der Kirche (Quelle: Pfarrarchiv)
| Bericht aus der Gemeindeverwaltung | Die Lokalzeitung berichtet:Haushaltssatzung 1951Neubau Straße an der MaarSportplatzfrage offenJagdpachtveträge genehmigtÄbwässer in der MaarLandtraße nach Gevenich wird ausgebessert
| In Wort und Bild eines Missionars | Die Lokalzeitung berichtet:
| Hottorfer Brief | Die Lokalzeitung berichtet:Dreijährige Zwillingsbrüder bekommen ZwillingsschwesternDrei Zwillingspaare in der VolksschuleWaschvorführung in der Wirtschaft AlthoffFilmvorführung Ausflug des Kirchenchores
| Ortsbauernschaft lädt in den Saal Mütz | Die Lokalzeitung berichtet:
Die Lokalzeitung berichtet vom Tod und von der Beisetzung von Pfarrer i. R. Heinrich Schmitt Siehe: Übersicht der Hottorfer Pfarrer
| Kirchenchor singt vierstimmig | Ein mit "Tagebuchblätter aus Hottorf" betitelter Zeitungsartikel fasst zusammen:Kirchenchor singt MitternachtsmesseFilmvorführung im Saal MützWasserspiegel in öffentlichen Brunnen abgesunkenZwei Aufführungen des Theatervereins
Der Hottorfer Pastor Reiners wird Dechant des Dekanates Hasselsweiler, das er bis 1966 führen wird.
| Keine Straßen sondern ein See | Die Lokalzeitung berichtet auf Bitte des Gemeinderates
| Gemeinderat und Elternschaft bitten Schulrat | Brief an den Schulrat
Über den Fortgang der Wiederherstellungsarbeiten an den Altären berichtet die im Mai die Zeitung „Unsere Heimat“ unter der Überschrift „Ein altes Barockkirchlein“ wie folgt: Auszug: „Ein freudige Überraschung erlebte die Pfarrgemeinde Hottorf an den Ostertagen 1952, als sie ihren Pfarrpatron, den stolzen Ritter und Drachentöter St. Georg, und ihre Madonna wieder heil und in ihrem neuen goldverbrämten Farbenkleid auf den noch provisorischen Altären sah. Dazu (einstweilen in Fensternischen) die seit 1944 nicht mehr gesehenen Statuen des heiligen Antonius von Padua und des Herzens Jesu. Bildhauer Josef Esser aus Kirchberg hatte sie in der Fastenzeit von ihren Kriegswunden durch den Granatbeschuß aus dem schrecklichen Winter 1944/45 geheilt.In absehbarer Zeit wird auch wieder die Statue des heiligen Josef da sein. Den „Salvator mundi", das wertvolle Stück, schafft Bildhauer Esser noch in diesem Jahre neu nach dem alten Vorbild. In den Kartagen gab der Kirchenmaler Aegidius Emonts-Alt aus Aachen dem Pfarrpatron, der Muttergottes und dem heiligen Antonius das passende Gewand. Daß es allen Pfarrangehörigen gefiel, konnte der Pfarrer an der Kollekte merken. An der Tauf-Balustrade und der geschweiften Kommunionbank arbeitet seit Wochen ein Schreiner des Ortes, um in mühseliger Kleinarbeit ihre großen und kleinen Schäden zu beheben.Wenn er damit fertig sein wird, kann
| Aufführung zu MIttfasten | Die Lokalzeitung berichtet: Aus einem Familienarchiv stammt dieses Bild. Es ist nicht bekannt, aus welchem Jahr oder aus welcher Aufführung es stammt. Es zeigt Alois Braun als Priester.
| Das ganze Dorf feiert mit | Der Artikel der Lokalzeitung zur Goldhochzeit der Eheleute Wilhelm Krenzeler und Gertrud geb. Lingens beschreibt wie in Hottorf über Jahrzehnte Goldene Hochzeiten gefeiert wurden, mit: Schmücken des Hauses Fackelzug durch den Ort Gottesdienst mit Segen Feier mit allen Vereinen im Saal
| Nach guter Ernte froher Dank | Die Lokalzeitung berichtet:
| 234 Wähler | Allle Stimmen zur Wahl des Gemeinderat gehen an die Kandidaten der CDU. Somit werden gewählt (meiste Stimmen zuerst): Meyers Erich von Meer Emmerich Bergrath Nöthlings Mülfahrt
| Eröffnungsitzung im Saal Mütz | Zur sitzung der Kath. Jugend im Dekanat Hasselsweiler berichtet die Lokalzeitung:
| Entlassungsfeier nach dem Hochamt | Die Lokalzeitung berichtet:
In regelmäßigen Abständen wird für die Anliegen der Mission gebetet, so auch vom 24. Juni bis 12. Juli 1953
Am 6. August 1953 feiert Dechant Reiners sein silbernes Priesterjubiläum.
| Bohrungen bei Hasselsweiler | Auszu aus derm Artikel "Alt-Linnich seit 1906 wasserversorgt" Jülicher Volkszeitung, vom 30. August 1976
Firmung von 35 Firmlingen und Visitation durch Weihbischof Friedrich Hünermann.
Die jährliche Fronleichnamprozession führt durch den geschmückten Ort zu den Segensaltären: bei Lübbers an der Kapelle ich Richtung Lövenich am Bildstock „Cöllesch Heiligenhäuschen“ oder später an der Herz Jesu Kapelle an der (alten) Schule 1955-06-09 Fronleichnamsprozession bei Lübbers
| Haushaltsrechnung für 1954 | Die Lokalzeitung berichtet:
| Pumpen treten in den Ruhezustand | Die Lokalzeitung berichtet über Fortschritte beim Aufbau der zentralen Wasserversorgung.
Aufnahme der zentralen Wasserversorgung für Hottorf. Zuvor standen im Dorf mehrere Schwengelpumpen zur Entnahme von Trinkwasser. Schwengelpumpe an der Maar (1949)
Der Abschluss der Wiederherstellungsarbeiten an der Kirche wird in Form einer Postkarte dokumentiert.
Die Lokalzeitung berichtet aus dem Rat der Gemeinde Hottorf:
Der Beichtstuhl fällt einem Schwelbrand zum Opfer.Die ganze Kirche ist verrußt und muss renoviert werden.
Johannes XXIII. wird zum Papst gewählt. Er ist ökumenisch gesinnt, will Aggiornamento (Verheutigung) der Kirche, fördert die "Menschenrechte", würdigt positive Errungenschaften der Moderne. https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_XXIII.
| Zwei Hottorfer Soldatengräber | Der jährliche Ausflug der Kirchenchores führt im August 1959 unter anderem zum belgischen Soldatenfriedhof Lommel, dem größten deutschen Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkriegs im westeuropäischen Ausland. Die Lokalzeitung berichtet: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Soldatenfriedhof_Lommel
Gründung des „Hottorfer Sportvereins“ am 18. Mai 1960. Der Spielbetrieb wurde Anfang der 1990-er Jahre eingestellt.
Firmung von 49 Firmlingen und Visitation durch Bischof Johannes Pohlschneider.
| Schutz Gottes für die Fahrer und Nutzer | "Die Fahrzeugsegnung ist eine Segnung der katholischen und orthodoxen Kirche. Mit ihr werden Fahrzeuge gesegnet, um für ihren Gebrauch Schutz und Heil von Gott zu erbitten. Der Segen wird vom Priester oder Diakon durch das Segensgebet gespendet, dabei werden die Fahrzeuge zudem oft mit Weihwasser besprengt. Die Segnung kann für ein einzelnes Fahr- oder Flugzeug erfolgen. Verbreitet werden jedoch auch einmal jährlich vor allem neue Kraftfahrzeuge im Rahmen eines Gottesdienstes gesegnet."aus: WikipediaIn Hottorf findet diese Fahrzeugsegnung jährlich im Mai statt. Dabei werden auch Traktoren und Fahrräder gesegnet.Nachfolgend einige Bilder aus dem Jahr 1961: Segensgebet bei der FahrzeugsegnungHerr und Gott, wir stehen vor deinem Angesicht und rufen zu dir. Segne diese Fahrzeuge und beschütze alle vor Unglück und Schaden, die sie in Beruf und Freizeit benützen. Gib, dass wir im Straßenverkehr allezeit verantwortungsbewusst bleiben; mach uns rücksichtsvoll und hilfsbereit. Lass uns in allem, was wir tun, deine Zeugen sein. Das gewähre uns durch Christus, unseren Herrn. Amen.aus: Kirche und Leben
| Bericht aus dem Gemeinderat | Feststellung baureifer GrundstückeNachtragsetatGrundstückstausch auf dem freidhofInstandsetzung Straße an der MaarSportplatzfrage geklärtDie Lokalzeitung berichtet:
| Kirche öffnet sich bewusst moderner Welt | Glaubenserneuerung aus der Bibel; Dialog mit Wissenschaft, anderen Kirchen (Ökumene), Religionen u. Atheisten; Religionsfreiheit, Reform der Theologie, Liturgie und Kirchenstrukturen, Aufwertung d. Laien u. Bischöfe (im Verhältnis zum Papst). https://de.wikipedia.org/wiki/Zweites_Vatikanisches_Konzil
In regelmäßigen Abständen wird für die Anliegen der Mission gebetet , so vom 1. bis 19. Mai 1963
Paul VI. besucht im Jahr nach seiner Wahl das Hl. Land (1964). Er führt Bischofssynoden als Beratung für den Papst ein und unternimmt Pastoralreisen.
Firmung von 53 Firmlingen und Visitation durch Weihbischof Joseph Buchkremer.
Dechant Reiners ist seit 25 Jahren Hottorfs Pfarrer. Als Geschenk stiftet die Gemeinde die Altarwand am Maria-Hilf Bild.Die Jülicher Zeitung berichtet:„In seiner Dankesrede zum Abschluß des silbernen Ortsjubiläums brachte Dechant Reiners zum Ausdruck, daß ihm dieser Tag gezeigt habe, wie sehr stark der Zusammenhang unter der Hottorfer Bevölkerung sei und wie sehr auch diese Gemeinde an ihm, ihrem Pfarrer hänge.Das hatte man wirklich an diesem Tage gespürt, nicht zuletzt aber konnte man es in Ziffern ablesen. Die Gemeinde hat nämlich eine hohe Summe aufgebracht, um den Wunsch des Pfarrers zu erfüllen, der sich jedes persönliche Geschenk verbat, statt dessen anregte, etwas für die Ausschmückung der Dorfkirche zu tun. Man beauftragte daraufhin den Kirchberger Holzbildhauer Esser und den Jülicher Schreinermeister Oster, die 1963 auch die Altäre wieder hergestellt haben, unter der Orgelbühne als Rahmen für das dort hängende Mariahilfbild eine wertvolle Altarwand zu schaffen. Das Werk ist zwar bereits zum eigentlichen Gedenktag der Pfarrereinführung vor 25 Jahren, zum 2. Februar fertig gewesen. Die Enthüllung aber wurde in der Nachmittagsandacht beim jetzigen Festtag vorgenommen. Dechant Reiners, der über das prächtige Geschenk sehr gerührt war, nahm selbst die Segnung der neugeschaffenen Marienstätte vor.“ Das Altarbild wurde bei der Renovierung im Jahr 1987 in
Krankheitsbedingt wird Dechant Reiners vom Amt des Dechanten befreit und zum Ehrendechant des Dekanates Hasselweiler ernannt.Die Lokalzeitung berichtet im Jahr 1966:
In Hottorf endet 1969 der eigenständige Schulbetrieb. Die Grundschüler besuchen jetzt die Grundschule in Gevenich.
Nachdem Pfarrer Reiners im Jahr 1968 in den wohlverdienten Ruhestand versetzt wurde, tritt Dr. Dirk Deden aus Roermond seine Nachfolge an.Am 24 November 1968 wird Dr. Deden von ganzen Dorf willkommen geheißen und in das Amt eingeführt. In der Wirkenszeit von Dr. Deden werden die heutigen Kirchenbänke (Klappbänke) in Holland gekauft. Auch der Tischaltar stammt aus dieser Zeit. Siehe:Übersicht der Hottorfer Pfarrer
Auf Anregung von Pastor Deden wird die Katholische Frauengemeinschaft Hottorf-Ralshoven gegründet. Erste Vorsitzende wird Margarete Honold.
| Vikarie | Nachdem die Vikarie über viele Jahre vermietet war und nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzt wird, erfolgt der Verkauf im Mai 1969 aus wirtschaflichen Überlegungen an den damaligen Mieter Lothar Frömberg. Aus den Einnahme wurde der Bau des Jugendheims finanziert. Blick von der Vikarie auf die Kirche – Wer kennt die hier Abgebildeten oder das Datum der Aufnahme? Ehemalige Vikarie im Jahr 2025 | Erbschaft Johan Josef Heister | Im Dezember 1968 vermachte Johan Josef Heister sein Vermögen an die Kirchengemeinde St. Georg. Im Oktober 1969 wurde das Wohnhaus gegenüber dem Ehrenfriedhof an Heinrich Zalewski und dahinter liegende Gartengrundstücke an Alois Braun und Anton Schiffer verkauft. Der Eblasser hatte verfügt, dass die Einnahmen dem Kirchengebäude zukommen sollten. So wurde unter anderem das Glockengeläut elektrifiziert. Bis dahin wurden die damaligen drei Glocken "von Hand" aus dem "Paulushäuschen", dem Eingangbereich der Kirche, geläutet. Ein Restbetrag bildete den Grundstock für die Anschaffung der Orgel Ende der 1970er Jahre. Ehrenfriedhof im Jahr 1960 mit Haus Heister im Hintergrund Siehe auch: Bau des Vikariehauses
Firmung von 31 Firmlingen und Visitation durch Weihbischof Gerd Dicke
Aus alten Stallanlagen wird ein Jugendheim herrichtet. Zur Finanzierung wird die Vikarie verkauft. Hierbei wird ein Großteil in Eigenleistung errichtet. Etwa 124 qm neuen Platz gewinnt die Pfarrgemeinde durch die von Architekt Finkeldei betreuten Arbeiten. Das Jugendheim wird am 13. August 1972 durch Dr. Deden eingesegnet.
Mit der kommunalen Neugliederung verliert die Gemeinde Hottorf ihre Eigenständigkeit. Das Dorf Hottorf ist nun ein Stadtteil von Linnich. https://www.archive.nrw.de/sites/default/files/media/files/Kommunale%20Neugliederung%20Linnich.pdf
Pater Dr. Deden kehrt aus Gesundheitsgründen nach Holland zurück. Als Pfarrverwalter wird der Pastor von Tetz, Heinrich Joussen, eingesetzt.Im ersten Pfarrbrief, am 21. September 1972, stellt Pfarrer Joussen sich der Gemeinde vor:Zunächst Euch allen einen ganz herzlichen Gruß von eurem neuen Pfarrverwalter! Im Auftrag unseres Bischofs schrieb mir der Regionaldekan der Region Düren vor einigen Tagen "Unbeschadet ihre Aufgaben als Pfarrer von Tetz bestelle ich sie gleichzeitig zum Pfarrverweser der Pfarre St. Georg zu Hottorf...". Da habe ich mir zunächst gedacht: Was soll nun werden? Zwei soweit voneinander entfernt liegende Orte, dazu die Schulen wieder in einem anderen Ort! Aber Ihr wisst auch, daß infolge des enormen Priestermangels es dem Bischof kaum noch möglich ist, in die kleineren Pfarrreien wie bisher einen Priester zu senden. Nun müssen wir gemeinsam überlegen, was in dieser Situation zu tun ist. Bisher habe ich in Hottorf, viel Gutes und Erfolgsversprechendes gesehen. Das beweist, daß ein guter Wille in der Bevölkerung vorhanden ist. Und nun müssen wir uns gemeinsam bemühen, aus der vorhandenen Notlage das Beste zu machen. Dabei bin ich der Unterstützung der Damen und Herren des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates gewiß. Zwar kann ich im Augenblick kein fertiges Programm für die zukünftige Arbeit
Die Pfarre St. Georg, die noch zum Dekanat Hasselsweiler gehörte, zu Hottorf wird dem Dekanat Linnich zugeführt. Damit erfolgt auf Dekanats-Ebene eine räumliche Überdeckung mit der kommunalen Struktur.
| Dank an Maria Philippen | Nach der Errichtung des Jugendheims ist auch die Büchereie aus der Vikarie dorthin eingezogen. Jeden Sonntag nach der Messe konnten Bücher augeliehen werden. Jedes Jahr in der Adventszeit wurden in einer Buchausstellung zahlreiche neuerscheinungen auf dem Buchmarkt vorgestellt und zum Kauf angeboten.Der Pfarrbrief von Februar 1973 enthält einen Dank an Maria Philippen:Seit vielen Jahren hat Fräulein Philippen die Pfarrbücherei des Borromäusvereins treu und gewissenhaft geführt, so daß kaum jemand, es hätte besser machen können. Ihre Kenntnisse auf literarischem Gebiet sowie in der Buchführung und im Rechnungswesen konnte sie bei dieser Arbeit wertvoll nutzen. Besonders aber, war es ihr Eifer, dem guten Schrifttum, Raum und Geltung zu verschaffen, der hier in löblicher Weise erwähnt werden muß. Fähigkeit und vor allem Liebe sind für dieses Ehrenamt erforderlich, für das man nur selten Dank erntet. Auch die Buchausstellungen, die sie alljährlich vor Weihnachten veranstalte, waren Zeugnis ihres uneigennützigen Fleißes, für die Pfarrgemeinde, aber ein wertvoller, kultureller Gewinn. Die gesamte Pfarrgemeinde schuldet ihr dafür und für Ihre Mitarbeit im Pfarrgemeinderat, Dank und Anerkennung.
| Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr | Die Löschgruppe Hottorf lässt voller Stolz ihre neue Standarte in einem Festgottesdienst am 12. März 1973 feierlich einsegnen. Auf einer Seite zeigt sie zwei Feuerwehrsymbole und den Wahlspruch einer jeden Wehr „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“. Die Lokalzeitungen berichten:
Pfr. Joussen schreibt dazu:Bei meinem Dienstantritt mußte ich bedauerlicherweise feststellen, dass die Pfarrkirche erhebliche bauliche Mängel aufwies. Vor allem waren die Feuchtigkeitsschäden an der Innenseite des Westgiebels ziemlich stark. Auch an der Decke waren Schäden infolge Feuchtigkeitseinwirkung deutlich sichtbar. Ebenfalls war das Dach dringend reparaturbedürftig. Die Beseitigung all dieser Mängel hatte zur Folge, dass auch die Elektroinstallationen neu verlegt werden mußte. Und schließlich war der Innenanstrich der Kirche erneuerungsbedürftig....Als Geld zur Verfügung stand, konnte sofort mit den Reparaturarbeiten begonnen werden. Sie wurden zügig durchgeführt und kamen im Frühsommer 1973 zum Abschluß.Zusätzlich zu den geplanten und vom Bistum genehmigten baulichen Maßnahmen ließ ich noch einige Ergänzungsarbeiten vornehmen. Die Zwischentür im Eingang wurde durch eine Glastür ersetzt. Die hielt ich für notwendig, weil der Raum unter dem Turm vorher ein abgeschlossener Raum, in dem sich die Männer während des Gottesdienstes aufhielten, getrennt von den übrigen Gläubigen. Hinter der Glastür ist jedoch jeder sichtbar und kann auch selber auf den Altar und den Chorraum schauen.Ferner ließ ich in die Sakristeimauer einen Tresor einbauen, so daß die Wertgegenstände, vor allem Kelche und Monstranzen nun möglichst diebessicher untergebracht waren. Quelle: Pfarrachiv, Pfarrchronik Pfr. Joussen
| Lichtbildvorträge von Pfarrer Joussen | Im Oktober 1973 stellt der Pfarrgemeinderat ein umfangreiches Herbst- und Winterprogramm vor, welches nun durch die neue Räumlichkeit "Jugendheim" erst möglich geworden ist. Dieses beginnt mit einem Vortrag für die Frauen über deren Probleme und einem Gespräch mit der Jugend, zu welchen Themen künftig Referenten eingeladen werden sollen. Es folgen - auch in den nächsten Jahren - weitere Veranstaltungen wie: Dez. 1973: Gewissen, anerzogen oder angeborenen Jan. 1974: Jugendforum "Was gehen mich die anderen an?" Jan. 1974: Generationenproblem Feb. 1974: Frühschoppen mit Diskussion zum Leinismus Mär.: 1974: Lichtbildvortrag über Rom, die ewige Statd Feb. 1974: Frühschoppen mit Diskussion zum Marxismuns Jun. 1974: Jugendforum "Ich und Du" Nov. 1974: Lichtbildvortrag über die Entstehung der Hl. Schrift. Jan. 1975: Lichtbildvortrag über Moskau, das dritte Rom Feb. 1975: Lichtbildvortrag zum Heiligen Jahr 1975 Dez. 1976: Lichtbildvortrag über Israel - Teil 1 Dez. 1976: Lichtbildvortrag über Israel - Teil 2 Feb. 1980: Lichtbildervortrag über den Buddhismus in den 1980er Jahre finden viele weiter Veranstaltungen und Kurse im Pfarrheim bzw. Pfarrhaus statt, z.B. Blumen-Stecken, Bastel-, Koch- und Nähkurse, Gymnastik, Krabbelstube für Kleinkinder, Basteln für Kinder (z.B. Palmzweiger, Ostereier bemalen), Flötengruppe, monatliche Fußpflege für Senioren, u. v. m.
Im Dezember wird ein Teil der alten Schule zur Leichenhalle umgebaut und von Pfarrverwalter Heinrich Joussen eingesegnet. Damit ist ein Wunsch der Bürger Hottorf in Erfüllung gegangen, die nun ihre Toten nicht mehr in Nachbarorten aufbahren müssen.
| Erster Mieter wurde Familie Hölscher | Pfarrer Joussen schreibt dazu in seiner Pfarrchronik: Seit dem Auszug des Pfarrverwesers, Herrn Dr. Deden, stand das Pfarrhaus leer und blieb lange Zeit unbewohnt. Lediglich zwei Zimmer, eines zur Straßenseite und eines zur Gartenseite dienten als Büroräume der pfarrlichen Nutzung. Im Frühjahr 1973 sollten drei Patres, die im Auftrage des Landschaftsverbandes als Spezialisten den Drogensüchtigen arbeiteten, dort einziehen. Nach eingehenden Überlegungen wählten die Patres, die in Düren stationiert waren, das Pfarrhaus in Bourheim als ihren Wohnsitz. Im Juni 1973 wurde mir vom Generalvikariat Aachen mitgeteilt, dass der bereits im Ruhestand lebende Pfarrer Johannes Roderburg von Düren nach Hottorf ziehen werde. Er solle im Pfarrhaus wohnen und sei zur Mitarbeit in der Seelsorge bereit... Im Sommer 1973 ließ ich am Pfarrhaus verschiedene Reparaturarbeiten vornehmen, um das Haus für den pensionierten Pfarrer möglichst wohnlich zu gestalten. U.a. wurde in der Diele eine Trennwand aus Glas mit einer Durchgangstür eingebaut, um Privat- und Dienstzimmer voneinander zu trennen. ... Als schließlich alle Arbeiten beendet waren, konnte Pfarrer Roderburg einziehen. Einige Tage später stellte er sich dem Kirchenvorstand vor. Leider war sein Aufenthalt in der Pfarre Hottorf jedoch von kurzer Dauer. Infolge einer alten Erkrankung mußte er nach
In Köln werden die neuen Kreuzwegstationen aus Buntmetallguß angeschafft. Neben den 14 Leidensstationen zeigt eine 15. Tafel die Auferstehung Jesu.
Gründung der Karnevalsgesellschaft „Holzköpp“ am 16. Juli 1974. Die Aktivitäten wurden im Jahr 2003 eingestellt.
| Grabkammer entdeckt | Am 7.11.1974 wird Ehrendechant Reiners in der Nähe der Kirche auf dem Hottorfer Friedhof beigesetzt. Jülicher Nachrichten berichten am Vortag der Beerdigung: Pfarrer Joussen berichtet dazu in seiner Pfarrchronik: In memoriam Dechant Huber Reiners Nach langer und schwerer Krankheit verstarb am Allerseelentage, dem 2.November1974, der Hochwürdige Herr Ehrendechant Hubert Reiners, der frühere Pfarrer in Hottorf. Folgenden Nachruf veröffentlichte ich in der Presse: „Tief bewegt nimmt die Pfarrgemeinde St. Georg zu Hottorf Abschied von diesem aufrechten und charaktervollen Mann, von dem tieffrommen und äußerst eifrigen Priester. Der Verstorbene war ein Mann mit einem stark ausgeprägten Willen, der ihn den Weg treuer Zielstrebigkeit gehen ließ, unbekümmert um Lob oder Tadel der Menschen. Anfang des Jahres 1941 kam er als Pfarrer nach Hottorf und war in der Zeit schlimmster Verirrungen und Wirrungen ein wahrer Sorger der ihm anvertrauten Seelen, Hirt und Vater seiner Gemeinde, mit der er Freude und Leid aufrichtig teilte. Sehr schwer trug er an der Zerstörung seines Pfarrortes und seiner schönen Kirche, deren Wiederaufbau er seine ganzen Kräfte widmete, die ihm aber auch seine Gesundheit raubte. Sein wichtigstes Anliegen aber war die religiöse Neubelebung nach dem Kriege. In der Umgebung des Ortes ließ er verschiedene Kreuzwegstationen
| Pfarrgemeinderat und Frauen- und Müttergemeinschaft laden ein | Die neuen Räumlichkeiten des Jugendheims werden für eine jährliche Seniorenfeier genutzt.Die Lokalzeitung nimmt das vierte Treffen als Anlass für einen Bericht:
| Haus und Benutzungsordnung erlassen | Das 1970 erbaute Jugendheim wird von vielen Gruppen der Pfarrgemeinde genutzt (z.B. Frauengemeinschaft, Messdiener, Caritas). Neben der Nutzung durch die Jugendlichen finden hier untern anderem auch Seniorennachmittage, verschiedene Kurse, Versammlungen und Ausstellungen statt. Daher wird die Räumlichkeit zunehmend als Pfarrheim bezeichnet. Eine als sinnvoll bezeichnete Nutzung durch die Jugend war von Anfang an Diskussionsgegenstand in der Pfarrgemeinde. Im August 1972 wird der erste Benutzungsplan aufgestellt. Im Oktober schreibt Pfarrer Joussen dazu im Pfarrbrief: "Kirchenvorstand und Pfarrrgemeinderat haben eingehend über eine sinnvolle Nutzung des Jugendheimes beraten. Das Jugendheim steht allen Jugendlichen zu Spiel und sonstiger Freizeitgestaltung offen. Eine sinnvolle Freizetbeschäftigung der Jugendlichen ist gerade heute besonders wünschenswert. Erfahrungsgemäß ist jedoch ein Zusammensein von Jungen und Mädchen ohne verantwortliche Aufsicht durch eine dazu beifähigte Person geradezu unmöglich. Die-jenigen, die das nicht wahrhaben wollen, mußten bisher stets bittere Enttäuschungen erleben. Übrigens maehen die kommunalen Behörden ihre Unterstützugen und Beihilfen für das Jugenheim vonder Gewährung einer strikten Hausordnugn abhängig. Allen Jugendlichen, die bei Spiel und Vergnügen auch den Ordnungssinn bewahren, steht das Jugendheim offen. Verhaltet Euch s0 wie in der eigenen Wohnung daheim!" Im Januar 1973 sieht der Nutzungsplan wie folgt aus:Montag: PutztagDienstag: von 16-18 Uhr für Kinder
| Festkommers im Festzelt | Bei dem 40-jährigen Stiftungsfest der Feuerwehr Hottorf kann Pfarrer Joussen von seinem Steckenpferd, den geschichtlichen Nachforschungen zum Jülicher Land, beitragen. So berichten die Jülicher Nachrichten am 29. April 1975: „Eindrucksvoll war die Rede von Pfarrer Joussen, der die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Hottorf aus den frühesten Anfängen bis hin zur kommunalen Neugliederung, beleuchtete. Aus Aufzeichnungen alter Pfarrbücher, kaiserlichen Edikten und Gerichtsakten zeichnete er das Bild einer aktiven Dorfgemeinschaft, deren Ursprung weit in das Mittelalter hineinreicht.“ Das Manuskipt für die Rede befindet sich im Pfarrachiv und kann hier angesehen werden.
Firmung von 45 Firmlingen (25 Jungen und 20 Mädchen) und Visitation durch Weihbischof Gerd Dicke Pfarrkirche in der Osterzeit (zwischen 1975 und 1986)
| Christus und die Emmaus Jünger | Pfarrer Joussen berichtet dazu in seiner Pfarrchronik:Anfang des Jahres 1976 beschloß ich, diese Grabstätte, die bis dahin nur durch ein kleines Kreuz gekennzeichnet war, durch ein würdiges Grabdenkmal zu verschönern. Darum fuhr ich mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Herrn Fritz Lieven, dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Herrn Hermann Lübbers, und der Küsterin, Frau Maria Krafft, zu den Kunstwerkstätten nach Maria Laach. Dort ließen wir einen Entwurf für das Denkmal anfertigen, der eine Reliefdarstellung „Christus und die Emmaus-Jünger“ darstellte. Dieser Entwurf fand unser aller Zustimmung. Quelle: Pfarrarchiv, Pfarrchronik Pfr. Joussen
| Das ganze Dorf ist auf den Beinen | Wenn der Frühling Einzug hält und sich der St. Georgstag Ende April nähert, richtet der Hottorfer Sportverein (HSV) in den 1970er Jahren die traditionelle Frühkirmes aus. Über Jahre hinweg sorgt der Verein dafür, dass die Kirmes nicht nur ein Fest bleibt, sondern ein Erlebnis für die Dorfgemeinschaft.Fester Bestandteil der Frühkirmes ist das festliche Hochamt und oft auch ein Festzug am Sonntag Nachmittag.Der Tanzabend mit Live-Musik im Saal Mütz lässt die Kirmesgäste feiern, tanzen und Gemeinschaft erleben. Jung und Alt kommen zusammen, schwingen das Tanzbein und feiern bis tief in die Nacht.Für die kleinen Besucher ist das Karussell auf dem "Karusseleplei" (der heutige Platz gegenüber der Begegnungsstätte) das unumstrittene Highlight! Der HSV ermöglicht Kindern Freifahrten und lässt damit Kinderherzen höherschlagen.In der Budenstraße auf dem Parkstreifen an der Maar entlang der Georgstraße war bei der Schießbude immer wieder Anlaufpunkt.Große Fahrgeschäfte wie eine Raupenbahn oder ein Autoscooter wurden damals auf der Wiese gegenüber dem Spielplatz an der Bergstraße aufgebaut. Heute stehen dort Wohnhäuser an der Straße "Am Bildstock". Auf dem Karussell Typ: Bodenkarussell Schausteller: Rey (Würselen)Baujahr: 1913Maße (BxTxH): 10 mQuelle: https://ride-index.de/2007/12/23/bodenkarussell-rey/ Impressionen vom "Schlüsselziehen" und vom "Kotzkarussellchen" Beim Schlüsselziehen Beim Schlüsselziehen Beim Schlüsselziehen “Kotzkarussel”
| Beitrag in Arbeit !!! | genaues Datum?Referenz zur anderen Artikeln"große" Dorffeier mit Facklelzug und Fier auf dem Saal EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1 EXIF_HDL_ID_1
| Lobenswerte Tat | Dazu schreibt Pfarrer Joussen im Pfarrbrief: "Zu einer lobenswerten Tat haben sich die Frauen unserer Pfarre entschlossen. Im monatelangen Fleiß haben die Frauen der Frauen- und Müttergemeinschaft wertvolle und brauchbare Handarbeiten angefertigt. Diese sollen am 19. und 20. November bei einer Ausstellung im Pfarrheim zum Verkauf angeboten werden. Der Erlös ist ausschließlich für die Anschaffung unserer neuen Orgel bestimmt. Besucht die Ausstellung...! Auch wer nichts kaufen will, möge die Arbeit der Frauen anschauen, um durch sein Interesse den Fleiß zu würdigen. Wieviel Zeit wird daheim oft unnötig vertan. Bemühungen für die Erfordernisse der Allgemeinheit sind in unserer Gemeinde selten. Wir sollten die Initiative der Frauen dankbar anerkennen." Die jährliche Ausstellung lockt in den weiteren Jahren viele Besucher, auch von außerhalb, nach Hottorf. Aus dieser Zeit stammt auch der nachfolgende Zeitungsartikel.
| Helmut Schiffer erforschte das Hottorfer Geschichtsbild | „Hottorf - ein kleines Dorf am Rande des Jülicher Landrückens“ unter diesem Titel erscheint das einzige Buch über Hottorf. Um Interessierten den Inhalt der vergriffenen Auflage zur Verfügung zu stellen, befindet sich hier eine PDF-Fassung zum Download - mit Zustimmung des Autors. Anclicken für PDF Download Die Lokalzeitung berichtet über die Vorstellung des Buches im Hottorfer Pfarrheim: Im Januar 2025 hat Helmut Schiffer der Dorfgemeinschaft freundlicherweise eingeräumt, auf dieser Webseite interessante Passagen aus seinem Buch als Zitate wiederzugeben. Vielen Dank dafür!
Der Hottorfer Kirchenchor wird neu gegründet. In Erwartung der neuen Orgel soll auch der Chorgesang nicht zu kurz kommen. Werner Schiffer, Lehrer-Referendar aus Tetz, übernimmt die Chorleitung. Der erste "Auftritt" erfolgt bei der Christmette 1978.
Johannes Paul I., der "lächelnde Papst", ist nur 33 Tage im Amt.Johannes Paul II., Karol Wojtyla, nimmt sein Amt auf. Viele Enzykliken u. Pastoralreisen; Initiator von Weltjugendtreffen; viele Heilig- u. Seligsprechungen; Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit vielen Staaten.
Am 7. Januar 1979 wird die neue Orgel in einem feierlichen Gottesdienst mit Orgelkonzert eingeweiht. Die Kirchenzeitung berichtet:„Die Pfarrgemeinde St. Georg zu Hottorf im Dekanat Linnich hat eine neue Kirchenorgel. Zur Christmette erklang sie zum ersten Male, und am 7. Januar wurde sie durch Regionaldekan Haas, Düren, in einer nachmittäglichen Eucharistiefeier geweiht. Als Dekan Haas sagte: „Erklinge nun, Orgel, zum heiligen Dienst", erklang festliche Musik, intoniert vom Orgelreferenten unseres Bistums, Münsterkantor Viktor Scholz, Mönchengladbach. Er schöpfte in seinem Spiel gleich die klanglichen Möglichkeiten dieser Orgel voll aus.Pfarrverwalter Dechant H. Joussen, Pfarrer von Tetz, erklärte, daß diese Orgel Ersatz für das im Kriege zerstörte Instrument sei: Mit ihren zehn Registern erreicht sie für die räumlichen Verhältnisse der Pfarrkirche Hottorf ein sehr hohes Niveau. Der Prospekt des Instruments wurde von der Orgelbauanstalt Gebr. Stockmann in Werl/ West, in Zusammenarbeit mit dem Generalvikariat Aachen entwickelt. Bei Wahrung aller orgelbautechnischen Prinzipien wurde eine Schauseite konstruiert, die auf die übrige Ausstattung der Kirche Bezug nimmt, ohne die Aussage unserer Zeit zu leugnen. Das Eichenholz wurde nur mit flüssigem Bienenwachs behandelt; dadurch bleibt der natürliche Farbton erhalten und erreicht nach gewisser Zeit die Patina der barocken Kirchenausstattung. Die Disposition der Orgel wurde vom Orgelreferent des Bistums
| Holzaktion nach Ratbeschluss | Die Lokalzeitung berichtet
KfD in Aktion für Kinder Nicht erst im Jahr 1981 veranstaltet die Frauengemeinschaft verschiedene Aktivitäten für die Kinder in der Ferienzeit. Neben Ausflügen gehörten schon in der Vergangenheit auch Ferienspiele z.B. mit Sackhüpfen und Eierlaufen auf dem Sportplatz dazu. Pfarrgemeinderat in Aktion für Kinder In den Pfarrbriefen im Herbst 1980 erscheint der Aufruf zu Spiele- und Bastelnachnachmittagen für Kinder bis zu 10 Jahren. Es werden interesssiserte Betreuer aber auch Spiel- und Bastelmateirel gesucht. Am 25. September 1980 findet dann der erste Spielenachmittag im Pfarrheim statt.
Reparaturen am Kirchendach, Erneuerung der Bedachung und der Blitzschutzanlage Erneuerung der Brüstung an der Orgelempore mit Anpassung am Prospekt der Orgel Neues Eingangsportal (Türe)
Papst Johannes Paul II besucht Köln anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Domvollendung Stadt und Kathedrale.Hottorfer Christen reisen mit dem Bus zur Papstmesse auf den Butzweiler Hof.Auch am 1. Mai 1987 reisen wieder Hottorfer und Boslarer Christen gemeinsam zur Pabstmesse ins Müngersdorfer Stadium nach Köln.
Pater Kurt Hoberg übernimmt die Hottorfer Pfarrei, nachdem er schon zwei Jahre zuvor die Gemeinde in Boslar übernommen hat. Siehe:Übersicht der Hottorfer Pfarrer
Firmung von 13 Firmlingen und Visitation durch Bischof Klaus Hemmerle.
Pfr. Joussen schreibt dazu:Dieses sollte bereits im Jahre 1974 oder 1975 stattfinden. Die Vorsitzenden der kirchlichen und weltlichen Vereine wurden deshalb an einem diesbezüglichen Gespräch eingeladen. ... das Ergebnis und die Beschlüsse der Versammlung teilte ich im nächsten Pfarrbrief der Pfarrgemeinde mit. Nach meiner Rückkehr aus meinem Urlaub erfuhr ich ganz zufällig, daß die weltlichen Vereine nicht mitmachen wollten. Schließlich ergriff im Jahre 1981 der Kirchenchor die Initiative und beschloß mit Hilfe der kirchlichen Gremien ein Pfarrfest zu veranstalten. Der Erlös sollte für die Anschaffung eines Klaviers, welches der Chor für die Proben dringend benötigte, Verwendung finden. ... Nach intensiven Vorbereitungen der meisten Mitglieder des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates sowie unter Mitwirkung der katholischen Frauengemeinschaft und des Kirchenchores wurde das Pfarrfest am 27.9.1981 das erste Pfarrfest in Hottorf zu einem vollen Erfolg. Fast alle kamen, um im Pfarrheim oder in dem dahinterliegenden Garten die Darbietungen zu erleben. Viele kamen aus Neugierde, andere, um eine gute Sache zu unterstützen. Alle erlebten das Pfarrfest in der ihnen eigenen Art, die meisten jedoch in reiner Freude. Quelle: Pfarrachiv, Pfarrchronik Pfr. JoussenIn den Jahren danach finden weitere Pfarrfeste statt:am 3 und 3. Oktober 1982am 2. Oktober 1983am 24. Juni 1984am 5. Oktober 1986am 2.
| Neue Impulse für die Jugendarbeit | Der Pfarrgemeinderat bildet erstmals einen Jugendausschuss mit Wilfried Palitza (Vorsitzender), Hubertus Lübbers (Stellvertreter), Maria Franken, Hans Willi Schumacher und Konrad Berger. Zu Mitfasten (am 20. März 1982) findet eine Jugenddisco im Pfarrheim statt. Weitere Formate der Jugendarbeit werden auch in den Folgejahren immer wieder angeboten, so auch eine Teestube im Oktober 1988.
Aus dem Pfarrbrief vom Mai 1983 Siehe auch: Geistliche aus Hottorf
| Gut Schlauch | Das 10-jährige Bestehen der Frauengruppe in der Feuerwehr Hottorf greifen mehrere Medien auf. So werden unter anderem die folgenden beiden Beiträge im WDR Fernsehen ausgestrahlt.https://chronik.hottorf.de/wp-content/uploads/1983-WDR-Bericht-10-Jahre-Frauenfeuerwehr-Hottorf.mp4 Quelle WDR, Landesstudio Köln
| Maria zu Dir kommen wir | In den 1980-er Jahren fährt eine Gruppe von Senioren aus Hottorf mit dem Fahrrad zum Wallfahrtort Kevelaer. Die Gruppe hat sich vorher bereit zu wöchentlichen Radfahrten um Hottorf herum getroffen Weiterhin findet im Herbst eine jährliche Buswallfahrt statt. Im Pfarrbrief vom 15. September 1983 erscheint ein Bericht zur ersten Radwallfahrt. Im Pfarrbrief vom 16. August 1985 erscheint ein Bericht zur zweiten Seniorenradwallfahrt. Weitere Radwallfahrten der Seniorengruppe nach kevelaer: 7.7. bis 9.7.1986 mit 12 Teilnehmern 13.7. bis 15.7.1987 Der Brauch der jährlichen Radwallfahrt nach Kevelaer wird von Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) im Jahr xxxx wieder aufgenommen. tbd Datum der weiteren Wallfahrten
| Musikalischer Frühshoppen | Reichhaltige Akitivitäten im Pfarrheim nach der Entedankmesse
| Sommerfest der Karnevalsgesellschaft | Die KG Holzköpp richten mehrere Jahre im Sommer ein Dorfest aus. Das letzte "Maarfest" findet am 26. August 1984 statt.
| Jugendausschuss des PGR | Nachdem der alte Stall zwischen Pfarrheim und Pfarrhaus entsprechend hergerichtet wurde, wird im April 1985 der neue Jugendraum eröffnet. Zuvor hat der Jugendausschuss der Pfarrgemeinderates seit Anfang 1984 Altpapier- und altkleidersammlungen im Ort druchgeführt, um entsprechnde Umbaumaßnahmen zu finanzieren. Dazu berichtet der Pfarrbrief:
| Stadtpokal und "Unser Dorf spielt Fußball" | Im August 1985 feiert der Hottorfer Sportverein (HSV) sein 20-jähriges Bestehen. In der Zeit vom 7. bis 18. August wird der Stadtpokal, ein D-Jugend-Turnier, ein Alte-Herren-Turnier sowie "Unser Dorf spielt Fußball" ausgetragen. Beim Festkomers wird die Festschrift vorgestellt. tbd Festschrift besorgen, u.a. im Ladesarchiv
| Sibilla Schiffer | Aus dem Pfarrbrief vom 16. September 1985
| Dorfest im Pfarrheim | Die Maarschützen feiern ihr einjähriges Bestehen mit Pokalschiessen, gemeinsamem Kirchgang, musikalischem Frühschoppen und Cafeteria als Dorffest am 31. Mai und 1. Juni 1986.
Firmung von 20 Firmlingen und Visitation durch H. H. Weihbischof Gerd Dicke
| 50 und 25 Jahre Chorzugehörigkeit | Bericht im Pfarrbrief Dezember 1986
| Erneuerung der Orgelbühne | In den Jahren 1987/88 wird die Pfarrkirche St. Georg in Linnich-Hottorf restauriert. Gleichzeitig wird die Sakristei erweitert. Die nicht mehr tragfähige Orgelempore wird abgebrochen und durch eine neue, auch dem Chor ausreichend Platz bietende Empore, ersetzt. Zusätzlich wird der Treppenaufgang zur Empore aus dem Turm nach Außen an die Nordwest-Seite der Kirche verlegt.Die Arbeiten werden am 25.08.1987 durch den Kirchenvorstand begonnen. Er führt die Abbrucharbeiten der Orgelbühne und den Erdaushub für die neue Kirchenheizung in Eigenleistung aus. Die Elektronachtspeicherheizung entsprach nicht mehr den Anforderungen an eine gute Kirchenheizung.Die Jülicher Volkszeitung berichtet am 30.10.1987: Weihnachten 1987 sind die Arbeiten im Inneren der Kirche abgeschlossen. Neben der Orgelbühne werden auch die Bankpodeste in kleinerer Form erneuert. Die restlichen Bodenflächen mit Naturstein belegt. Der im Chorraum untergebrachte Taufstein findet einen neuen Platz in einer konchenartigen Nische der Nordwand im Westen des Kirchenschiffes.
Die Kirche erhält einen neuen Innenanstrich.Am 08.01.1988 beginnen die Arbeiten zur Sakristeierweiterung.
| Neue Christkönigs-Glocke | Der der nach Kriegszerstörung notdürftig reparierte Glockenstuhl wird erneuert.Großzügige Spenden der Pfarrgemeinde ermöglichen den Zuguß einer neuen Christkönigs-Glocke, die am 19.03.1988 in Brockscheid gegossen wird. Die Pfarrgemeinde fährt mit dem Bus in die Eifel und schaut sich den Glockenguss an.Bereits am 21.11.1987 wird die Georgsglocke (g‘) umgegossen. Ihr Geläut passte nicht harmonisch in das Klangbild aller vier Glocken. Auch hier nehmen 16 Pfarrangehörige an einer Führung durch die Glockenhalle in Brockscheid teil und erleben dern Guss von ingesamt 11 Glocken am 21.11.1987.Die vier Glocken werden am Palmsonntag 1988 durch Dechant Joussen geweiht.Am 29.03.1988 berichten die Jülicher Nachrichten auf der Titelseite des Lokalteils: | Abschluss der Renovierung| Im März 1988 beginnen die Arbeiten zur Sanierung des Außenmauerwerks. Sämtliche Fugen werden ausgestemmt und neu verfugt. Gleichzeitig werden die Turmjalousien erneuert. Nach Fertigstellung der Sakristei - im Mai 1988 - erhält sie noch eine neue Inneneinrichtung. Zum Abschluss der Arbeiten sind die Außenanlagen ergänzt worden.Die Ausführungen in der gesamten Renovierungphase erfolgten folgende Firmen:
| Einblick in die Chorarbeit | Im Sommer 1988 gibt der Kirchenchor einen Einblick in die Chorarbeit und hält die Sänger namentlich und in Bildern für das Fotoalbum der Gemeinde fest. Chorleiter: Josef StefensSopran: Maria Lorenz, Waltrude Mütz, Margarate Schiffer, Hildegard Kroker, Marianne Schiffer, Sibilla EngelsAlt: Agnes Josten, Helene Palitza, Katharina Esser, Maria Franken, Maria Schumacher Tenor: Friedrich Lieven, Ingo Kroker, peter Spengler, Wilhelm Engels, Peter BläsenBass: Alois Braun, Konrad Berger. Anton Esser Quelle: Pfarrarchiv, Fotoalbum 1987-2003
| Hubert Mütz stirbt an Rauchgasvergiftung | Familie Josef und Gertrud Mütz aus der Georgstraße sind am Sonntag, den 25.09.1988 von einer tragischen Brandkatastrophe heimgesucht worden, bei dem Hubert Mütz um Leben kommt. Die Feuerwehr kann ein Ausbreiten des Brandes vermeiden, aber das Wohnhaus brennt bis auf die Grundmauern nieder.Die Pfarrgemeinde sagt das geplante Pfarrfest ab und spendet die Einnahmen aus dem bereits durchgeführten Losverkauf an die Familie Mütz. Sie richtet ebenso ein Spendenkonto ein und stellt ab Oktober die Wohnung im Obergeschoss der Pfarrhauses zur Verfügung, wobei noch Instandsetzungsarbeiten in Eigenleistung erforderlich waren.
Firmung von 12 Firmlingen der Selgersdorfer Schule und Visitation durch Weihbischof Karl Reger. Unter den Firmanden sind zwei Jugendliche aus Hottorf.
Aus dem Pfarrbrief: „Was sich unser Kirchenvorsteher, Herr Martin Lemm, vor längerer Zeit in den Kopf gesetzt hat, das ist nun Wirklichkeit geworden. Das Kapellchen zur Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu . Eine noble und fromme Geste, die Achtung und Respekt verdient. Wir, die ganze Pfarrgemeinde, freuen uns darüber, da unser Ort um eine besinnliche Oase innerhalb der hektischen Welt bereichert worden ist, einladend zum Gebet und zur Besinnung.An Fronleichnam soll hier in Zukunft der dritte Segen erteilt werden. Zunächst soll aber die Einsegnung vorgenommen werden am Pfingstmontag nach dem Hochamt“. Mehr zur Herz-Jesu Kapelle
Der Kirchenvorstand übergibt nach Freigabe durch das Bistum Aachen einen Teil des Pfarrgartens an die Stadt Linnich zum Bau einer Einsegnungshalle. Die Auftragsvergabe erfolgt am 13. Juni 1989. Acht Monate später erfolgt die feierliche Übergabe nach dem Sonntagsgottesdienst. Die Baukosten betragen 125.000 DM. Durch diese Einsegnungshalle ist es in Hottorf als einziger Ortschaft der Stadt Linnich möglich, direkt in unmittelbare Nähe der Pfarrkirche bestattet zu werden. Die Jülicher Nachrichten berichten am 16. Oktober 1990:
| Tag der Harmonie | Pater Hoberg verabschiedet sich im Pfarrbrief von den Pfarrangehörigen in Boslar-Hompesch und Hottorf : Foto von der Verabschiedung im Pfarrheim Die Volkszeitung berichtet am 13. März 1991: | Kaplan Philippen übernimmt Seelsorge | Kaplan Philippen, der im November 1990 seinen Dienst in Boslar und Hottorf angetreten hat, übernimmt die Seelsorge und später auch die Leitung der Pfarreien.
Firmung von 11 Firmlingen und Visitation durch Weihbischof Karl Reger.
| Erlös für Bestuhlung des Jugendraums | Reichhaltige Akitivitäten im Pfarrheim nach der Entedankmesse
| Umtrunk mit Ortsvereinen und Dorfbewohnern | Alois und Maria Braun feiern 50-jähriges Ehejubiläum. Die Lokalzeitungen berichten:
| Bittage | Im Jahr 1993 erstellt das Bistum Aachen eine Dokumentation der in den Pfarren durchgeführten Prozessezionen. In Hottorf gehören die im Rheinland üblichen Bittprozessionen auch dazu. Bittgänge sind ein jahrhunderte altes geschätztes Zeichen, den Glauben an Gott, an die Macht des vertrauenden Gebets und die helfende Fürsprache der Heiligen zu bekunden. Aus Augenblick mal!: Traditionell sind die drei Tage vor Christi Himmelfahrt sogenannte „Bitttage". Bereits im 4. Jahrhundert wurden sie in der Kirche eingeführt. Bis heute haben sich die daraus entstandenen Bitt- bzw. Flurprozessionen auch in NRW erhalten. Die Pfarrgemeinde beschreibt die Prozessionswege wie folgt:1. Tag: Fasanenstraße weiter Richtung Kofferen bis ans Kreuz rechts ab Privatweg Lübbers bis an die Maar Georgstr. zurück zur Kirche2. Tag: Georgstraße - an der Maar - Bergstraße, Heerbahn zurück zur Kirche3. Tag: Vorbei an Gut Schmitz Richtung Hompesch 10 Minuten auf diesem Weg, dann Umkehr auf demselben Weg zurück zur Kirche Bis zum Jahr 20xx gehen die Bittprozessionen an allen drei Tagen. Mangels Teilnehmer findet die Flurprozession nur noch am Montag statt. Sie geht entlang der beiden ersten "Fussfall"-Stationen (hin- und zurück). tbd Jahreszahl prüfen
| Mühsame Handarbeit | Aufruf im Juni Pfarrbrief 1993 zur Sonderkollekte, um die Kosten für die Restaurierung des Baldachins zu decken.
| Vollständige Sanierung und innere Umgestaltung | Anfang 1986 beauftragte der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde Hottorf das Architektenbüro Helmut Classen in Mönchengladbach zu begutachten und eine Kostenschätzung Uber die erforderlichen Arbeiten zu erstellen. Nach Vorlage dieser Schätzung im März 1986 beantragte der Kirchenvorstand beim Generalvikariat in Aachen die erforderlichen Finanzierungsmittel. Die Finanzierung erfolgte teils mit Landesmittel,teils aus Kirchensteuermitteln und zum Teil aus Eigenleistung der Pfarrei. Die Planung sah eine vollständige Sanierung und innere Umgestaltung des Pfarrhauses vor. lm Erdgeschoß wurde eine kleine Wohnung als Übernachtungsmöglichkeit für Gastpriester geschaffen. Ein Zimmer sollte als Paramentenraum genutzt werden. Für die Pfarrarbeit war ein Büro und ein Sitzungsraum für Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Caritasgruppe vorgesehen. lm Obergeschoß wurde eine abgeschlossene Wohnung erstellt. Als ersten Bauabschnitt wurde dann im September 1987 das Dach erneuert. Im Oktober 1990 begannen die Arbeiten des zweiten Bauabschnittes. Zunächst musste der Zementputz auf der Westseite abgeschlagen werden. Durch eine absperrende Wirkung waren die Balkenköpfe der Holzdecken innerhalb des Mauerwerkes abgefault und wurde ausgewechselt.Da der Zementputz so fest auf dem Mauerwerk haftete schälte man die Fassade einen halben Stein ab und mauerte mit artgleichen Steinen wieder neu auf. Die Dispersionsfarbe auf der Süd- und Ostseite musste ebenfalls entfernt werden. Nach einer Neuverfugung des
| Gottesdienst und Feierstunde | Die Einladung erfolgt unter dem Motto: gehen - sehen - handeln
| Römische Caseln | Zwei von sieben vorhandenen römischen Meßgewändern können mit Spendenmitteln (unter anderem durch die Frauengemeinschaft) restauriert werden.Dazu Bericht im Pfarrbrief:
| Maar über Regenwasserkanal gespeist | Im Jahr 1995 wird Hottorf an das zentrale Kanalsystem von Linnich angeschlossen. In einigen Straßen wie in der Georgstraße wird ein Trennkanal errichtet, so dass die Maar weiterhin mit Regenwasser gespeist wird. An den meisten Straßen leiten die Haushalte alle Abwässer in einen Mischkanal ein. Unter dem Spielplatz befindet sich ein Sammelbecken. Über eine Druckleitung in den Straßen An der Maar, Georgstaße und Fasananstraße wird das Abwasser bis Kofferen geleitet und gelangt von dort aus in die Linnicher Kläranlage.
Firmung von 14 Firmlingen und Visitation durch H. H. Gerd Dicke am Vorabend von Fronleichnam
| Chorleiter Stefens verstorben | Nach dem Unfalltod von Josef Stefens übernimmt Peter Odenius die Leitung des Hottorfer Kirchenchores.Der Pfarrbrief berichtet:
| Pfarrverbund Boslar - Hottorf - Tetz entsteht | Nach 35 Jahren im Dekanat Linnich geht Ehrendechant Heinrich Joussen zum 1. Oktober 1999 in den wohlverdienten Ruhestand.Bericht dazu im Pfarrbrief:
Die Menschheit erreicht die 6-Milliardengrenze. Die Katholikenzahl beträgt 1 Milliarde Menschen, Christen insgesamt 1,8 Milliarden. https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-weltbevoelkerung-sechs-milliarden-100.html
Das Wegekreuz an der Ecke Landstraße 266/Düsseldorfer Straße zwischen Hottorf und Ralshoven ist wieder vollständig.Das Wegekreuz wurde vermutlich 1876 aus gelben Sandstein errichtet und ist zirka 3,20 Meter hoch. Die Inschrift lautet: „Zur frommen Erinnerung an die wohlachtbare Frau Sibylla Cath. Gröbel, geb. Roben, geb. zu Kofferen d. 13. Dec. 1787, gest. d. 26. Oct, 1862, verehlicht vom 22. Febr. 1811 mit Heinrich Gröbel, geb. 13. Jan. 1778 gest. .... Sept. 1867".Das Originalkreuz an der Spitze des Denkmals ist nach dem Krieg verloren gegangen.Bei einem Verkehrsunfall am 27. Februar 1997 wurde das Wegekreuz vollständig zerstört, es zerbrach in 85 Teile. In Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege ließ das Straßenbauamt Aachen das Wegekreuz von einem Steinmetzbetrieb restaurieren.Bereits im Sommer 1989 war das Wegekreuz wieder aufgestellt worden worden, allerdings noch ohne "Spitze", also Kreuz.Die Lokalzeitungen berichten ausführlich:
| Freundliches Begegnungszentrum | Beitrag in Arbeit
Die durch Spenden ermöglichten Arbeiten an der Georgsfahne werden von der Restauratorin, Frau Zumkley, im Pfarrheim vorgestellt. Foto: ZumkleyDie Lokalzeitungen berichten: Siehe auch:Pfarrkirche St. Georg
| Neuer Vorstand| Personelle Veränderungen in der Frauengemeinschaft und in der Carita Gruppe im Frühjahr 2001.Aus dem Pfarrbrief:
| Sieben Fußfälle wieder komplett | Die Lokalzeitungen berichten von der Erneuerung des Bildstocks am Patterner Hof siehe auch: Sieben Fußfälle
| Im priestlichen Dienst auch in den Pfarrgemeinden | Siehe auch:Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
An ihrem 75. Geburtstag tritt Frau Maria Krafft in den Ruhestand. Die Jülicher Zeitung berichtet: „Maria Krafft ist in Hottorf eine Institution ‑ Mit Leib und Seele wirkte sie seit ihrem 15. Lebensjahr als Küsterin und Organistin in ihrer Heimatpfarre.“ Ab dem 01. Juli 2002 übernimmt Herr Willi Küpper zusätzlich zu Boslar auch den Organistendienst in Hottorf und Tetz.
Im Rahmen des Cäcilienfestes im Dezember 2002 wird Chorleiter Peter Odenius für seine 50-jährige Tätigkeit als Kirchenmusiker im Pfarrheim geehrt. Als besondere Anerkennung wird dem Jubilar das goldene Ehrenzeichen des Diözesan-Cäcilienverbandes Aachen und eine Urkunde überreicht.Es wurden weitere Sänger für ihre Tätigkeit im Kirchenchor ausgezeichnet, darunter Marianne Schiffer für 40 Jahre Chorgesang.
| Heizung auf Erdgas umgestellt | Die Firma Overbeck erhält den Auftrag zum neuen Innenanstrich der Pfarrkirche. Rechtzeitig zu Ostern 2003 sind die Arbeiten abgeschlossen.Weiterhin erfolgt die Umstellung der Heizungsanlage in der Kirche von Flüssiggas auf Erdgas. Die Lokalzeitungen berichten:
| Mit Feuerwerk| De Dorfgemeinschaft feiert das 10-jährige Jubiläum des Dorfestes an drei Tagen.Die Jülicher Zeitung berichtet:
Am Vorabend des ersten Advents 2003 begeht der Kirchenchor sein 25-jähriges Bestehen.Die Kirchenzeitung berichtet:" ... Zum 25-jährigen Jubiläum des Kirchenchores feierte Pfarrer Heinz Philippen mit der Gemeinde in der Pfarrkirche St. Georg in Hottorf einen festlichen Gottesdienst, in Konzelebration mit Ehrendechant Heinrich Joussen. Die Feier wurde von 23 Sängerinnen und Sängern mitgestaltet. Dabei fehlten nicht der „Halleluja-Ruf" und als Danksagung das Gospel „Amen". Bei einer anschließenden Begegnung im Pfarrheim wurden fünf Mitglieder geehrt, die schon seit Gründung des Chores dabei sind..."
| Für den Weltfrieden | Am 24. März wird Papst Johannes Paul II als Anerkennung für seinen Einsatz für den Weltfrieden der Aachener Karlspreis in Rom übergeben.
| Pontifikalamt mit H.H. Bischof Heinrich Mussinghoff | Auschnitte aus dem Grußwort von Josef Lieven (stellv. Vorsitender des Kirchenvorstands):"... Wir sagen Danke für 2 Jahrhunderte selbstständige Pfarrgemeinde St. Georg, wir sagen Danke für 20 Jahrzehnte eigenverantwortliches Handeln in der Kirchenverwaltung und wir sagen Danke für 200 Jahre christliches Leben um den Hottorfer Kirchturm. In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir bei der Vorbereitung dieses Festes gemerkt, was das alles bedeutet. Als Pastor Philippen uns vor etwa 3 Jahren auf dieses runde Ereignis aufmerksam machte, hätte ich nicht gedacht, was wir in dieser kleinen Gemeinde noch alles auf die Beine stellen. Beginnend mit der gelungenen Innenrenovierung der Kirche im letzten Jahr können wir uns mit dem heutigen Festtag über weitere sakrale Ausstattungsgegenstände erfreuen. Ich darf Ihnen gleich die Jubiläumskerze und die Festschrift vorstellen. Weiterhin folgt im Juni eine Fotoausstellung und im November dürfen wir uns auf eine musikalische Reise durch das Kirchenjahr begeben. Schon jetzt darf ich mich bei allen, die dazu beigetragen haben und beitragen werden, herzlich bedanken. Ein besonderer Dank gilt Pastor Heinz Philippen, der alle Aktivitäten koordiniert hat. ... Persönlich ans Herz legen darf ich Ihnen auch unsere 60-seitige, im Farbdruck erstellte, Festschrift. Hierin können Sie in
| Sing mit mir ein Halleluja | Link auf Liedvortrag des Kirchenchores Auschnitte aus dem Dankeswort von Josef Lieven (stellv. Vorsitender des Kirchenvorstands):"...Mit der heutigen Feierstunde lassen wir unser Jubeljahr im wahrsten Sinne des Wortes ausklingen. Wir blicken zurück auf zweihundert Jahre christliches Leben um den Hottorfer Kirchturm. ... Ich darf erinnern an das Pontifikalamt und die anschließende Begegnung mit unserem Bischof Mussinghof im Mai diesen Jahres. Persönlich habe ich mich sehr über die vielen Gespräche und Begegnungen anläßlich der Photoausstellung gefreut. Auch das Studium der Festschrift hat in unseren Familien zu vielen Gesprächen zur Geschichte unserer Pfarrgemeinde und den damit verbunden Traditionen geführt. Nichtzuletzt leuchtet das Licht der Jubiläumskerze mit dem Abbild unseres Gotteshauses in vielen Häusern unseres Ortes...."
| Das Dorf Hottorf | Am 16. März 2006 sendet der WDR in der Lokalzeit Aachen diesen Bericht über Hottorf in der Serie "Das Dorf". https://chronik.hottorf.de/wp-content/uploads/2006-03-16-WDR-Lokalzeit-ueber-Hottorf.mp4#t=2 Quelle: WDR Lokalzeit Aachen
| Statt Glockengeläut | Nach dem Gloria in der Hl. Messe am Gründonnerstag schweigen die Glocken und Orgel in den kath. Kirchen bis zum Gloria der Osternachtsfeier am Karsamstag. Der Volksmund sagt "die Glocken fliegen nach Rom". Daher übernehmen die Meßdiener mit ihren Rasseln und Klappern in dieser Zeit den Läutedienst zum Angelus, also um 7:00, 12.00 und 19h Uhr, und jeweils vor den Gottesdiensten. Ebenso sammeln die Meßdiener in den Tagen vor Ostern ihre wohlverdienten "Ostergroschen" bzw. Ostereier an den Haustüren. In der Wahrnehmung des Chronisten findet das "Rasseln" zuletzt im Jahr 2010 statt. Über die vorhergehenden Jahre hat die Anzahl der Messdiener kontinuierlich abgenommen, so dass diese Tradion nicht aufrecht erhalten werden kann. siehe auch: Klappern vor Ostern tbd: Jahreszahl prüfen
| Ehrendechant stirbt mit fast 94 Jahren | Nachruf zum Tod von Ehrendechant Joussen in Jülicher Woche Die Aachener Nachrichten berichten am 9. Januar 2015:Ehrendechant aus Tetz stirbt mit fast 94 Jahren Trauer herrscht in Linnich um Ehrendechant Heinrich Joussen, der bereits am 6. Januar gestorben ist, kurz vor Vollendung seines 94. Lebensjahres. Zuletzt hatte der Seelsorger beim Andreasmarkt-Empfang Bürgermeister Wolfgang Witkopp mit einem Fernglas für Durchblick und Weitsicht beschenkt, nachdem er Anfang Juni mit einer Dankandacht in St. Lambertus Tetz sein goldenes Ortsjubiläum begangen hatte, 50 Jahre nach Einführung als Pfarrer. Am 20. Dezember 1947 war Joussen vom Aachener Weihbischof Johannes Joseph van der Velden zum Priester geweiht worden. Aus Anlass seines 65-jährigen Priesterjubiläums eilte der Aachener Weihbischof Karl Borsch 2012 zum Festgottesdienst nach Tetz und würdigte den Jubilar. Der „eiserne Heinrich“ im Kirchendienst wurde am 26. Januar 1921 in Mausbach geboren, wuchs in Echtz auf und besuchte in Düren das Gymnasium. Schon früh wollte er Priester werden und nahm nach dem Abitur ein Studium in Bonn auf, bevor er zu Arbeits- und Militärdienst eingezogen wurde. Erst 1945 konnte er seiner Berufung wieder folgen. 1964 übernahm er die Pfarre St. Lambertus Tetz und wirkte 17 Jahre lang als Dechant
| Dank für Wirken und Ausdauer | Erinnerung an das Silberne Priesterjubiläum von Heinz Philippen am 11. Juli 2011 Die Jülicher Nachrichten berichten von der Fest- und Dankmesse zum 25-jährigen Ortsjubiläum in Boslar und Hottorf:"Danke für dieses Geschenk und Danke an alle, die mit mir und für mich beten und so mein Priestersein stützen“, sagte Pfarrer Heinz Philippen anlässlich der Messfeier zu seinem silbernen Ortsjubiläum. Foto Kròl - Jülicher Nachrichten 1961 in Gevenich geboren, absolvierte der Geistliche sein Abitur im Haus Overbach und begann kurz darauf sein Studium der Theologie und Philosophie in Bonn und Regensburg. 1985 wurde er in Übach-Palenberg zum Diakon geweiht und empfing ein Jahr später in Aachen die Priesterweihe. Bis 1990 war er als Kaplan in St. Bonifatius Düren tätig und kam am 15. Oktober 1990 nach Boslar. Gleichzeitig übernahm er auch die Pfarre in Hottorf. 1999 kam noch Tetz hinzu, 2008 Floßdorf und Glimbach und seit 2010 ist er Leiter der GdG Aldenhoven/Linnich.Sein Ortsjubiläum wollten die Hottorfer und Boslarer Christen nicht unbeachtet verstreichen lassen und feierten mit ihrem Pastor eine Fest- und Dankmesse. Herzlich hieß Josef Lieven, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender der Pfarrei St. Georg Hottorf, die Gläubigen in der Pfarrkirche St. Gereon willkommen. Er ging kurz
Nachruf der Feuerwehr Linnich: Nachruf der Stadt Linnich: Heinz Hölscher war viele Jahre Vorsitzender der Dorfgemeinschaft und hat sich für deren Belange immer wieder eingesetzt.Zu ergänzen: von wann bis wann??? Siehe auch: Linfo 2019 März, Seite 8
| Stiftung zum Kreuz am Pützberg von 1771 | Vier Tage vor dem Fronleichnamsfest, am Dreifaltigkeitssonntag, zieht in Hottorf die Dreifaltigkeitsprozession von der Kirche zum Segensaltar auf dem Pützberg. Im Gegensatz zur den in katholischen Gegenden üblichen Fronleichnamsprozession gibt es die Dreifaltigkeitsprozession vermutlich nur in Hottorf. Die genaue Herkunft dieses Brauches ist unklar. Es wird vermutet, dass es sich vergleichsweise zur Karfreitagsprozession ebefalls um eine Stiftung hadelt, die im Umfeld des unter Denkmalschutz stehenden Holzkreuzes an Pützberg aus dem Jahr 1771 handelt Im Jahr 2020 (???) fand bislang die letzte Dreifaltigkeitprozession statt. tbd: Jahr und Datum prüfen
Die in katholischen Gegenden üblichen Fronleichnamsprozession findet in Hottorf zuletzt im Jahr xxxx statt. Seitdem die Pfarrer mehrere Pfarren leiten, wird die Prozession immer wieder auch von Vertretern wie den Patres aus Overbach durchgeführt. Seit den 1980 Jahren findet die Prozession am Nachmittag oder erst am Sonntag nach Fronleichnam statt. Aus dem Pfarrbrief 1985 ist die Aufstellung der Prozession und der Weg ersichtlich: tbd: Jahr und Datum prüfen
| Pfarrer in Hottorf, Boslar und Gevenich | Die Kirchegemeinde in Mechernich berichtet auf ihrer Webseite ausführlich (auch mit Fotos) über Pfarrer Kurt Hoberg, der in Kalmut zuletzt als Pfarrer tätig war. Nach dem Eintritt in den Ruhestand 2012 hat er in seinem Elternhaus in Wissen im Westerwald gelebt.Kurt Hoberg war als Pater der Oblaten des Hl. Franz von Sales (Overbach) zum Pfarrer von Hottorf tätig (von 1981 bis 1991). Siehe auch: Geistliche, die in Hottorf gewirkt haben
Nachruf der Stadt Linnich: Auf die Initiative von Konrad Philippen wurde im Jahr xxx die Dorfgemeinschaft Hottorf ins Leben gerufen. Siehe auch: Linfo 2024 Januar, Seite 8
| Bitte um Mitarbeit | Der Chronist möchte in dieser Online-Dorfchronik noch weiteren Personen, die sich in besonderer Weise für den Ort eingesetzt haben, ein angemessenes digitale Andenken zukommen lassen. Wer kommt da in Frage? Zum Beispiel: Ortvorsteher wie Erich von Meer, Heidelberg, Vorsitzende von Vereinen oder Organisationen wie Karnevalsgesellschaft, HSV, Ortsbauenschaft z.B. Martin Lemm, Theaterverein, Frauengemeinschaft z.B. Grete Havlena, Grete Honold. Daher hier in besonderer Weise die Bitte zur Mitarbeit und Zulieferung von existenten "Nachrufen" oder relevanten Informationen zu möglichen Personen.
Auch wenn die Online-Dorfchronik zum Dorfest 2025 veröffentlicht wird, sind weitere Ergänzungen in Arbeit bzw. geplant. Was ist für den Teil der Kirchenchronik noch zu aktualisieren oder zu ergänzen: aus dem Diözesanarchiv, z. B. Gründungsurkunde der Bruderschaft Sichtung der Pfarrbriefe ab 1997 weitere Ereignisse ab 2005 wie veränderte Strukturen wie KgV, VWZ, GdG, KIM oder Gebäude wie Verkauf Pfarrhaus, Umbau/Anbau Pfarrheim, Restaurierung Orgel, Restaurierung Kirchturm oder Gemeindeleben wie z.b "vorest letzte" Erstkommunion in Hottorf Was für den Teil der Dorfchronik noch zu ergänzen ist: aus den beiden Festschriften der Feuerwehr, aus der Festschrift des Sportvereins (wer hat diese vorliegen?) und von anderen Vereinen (welche gibt es?) Schulchronik (aus dem Archiv in Linnich) Bodenfunde in und um Hottorf - Kontakt zum LVR ist bereits hergestellt Themen aus Rurblumen (aus dem Archiv in Jülich) wie zur Hottorfer Mühle oder zu Hottorfer Webern Ereignisse um die Dorfgemeinschaft: Gründung, Vereinsgründung, Dorffest, ... weitere Ereignisse aus den letzten 50 Jahren alte Fotos z.B. zu Feiern oder Ansichten von Häusern und Straßen (es wird auch noch eine Zuordnung der Hausnummern vor Einführung der Straßennamen gesucht) Geschichte und Bilder von Handels- und Gewerbetreibenden (wie Wirtschaften/Kneipen, Geschäfte, Handwerker) mehr zu Familiengeschichten (unter anderem Totenzettel für die Hottorfer-Sammlung)
| Online-Dorfchronik geht live| Seit 30 Jahren feiert die Dorfgemeinschaft ihr traditionelles Dorffest. Im Vorfeld berichten die Jülicher Nachrichten von der Erstellung der Dorfchronik.
| Neue kirchliche Strukturen nehmen Gestalt an | Nach Errichtung des pastoralen Raum Linnich/Titz zum 1. Januar 2025 hat der Bischof zum 1. Oktober die Leitung mit Pfarrer Heinz Philippen und Pastoralreferent Eric SougaOnomo besetzt. Pfarrer Marian Mertes wechselt nach Hückelhoven. Anfang November werden die Laien in den Rat des Pastoralen Raumes gewählt. Dieser ist das zentrale Planungs- und Entscheidungsgremium für die Kirche in Ihrem Pastoralen Raum. In diesem Gremium arbeiten Priester und Laien, Haupt- und Ehrenamtliche eng zusammen. Gemeinsam beraten und entscheiden sie über alle grundlegenden Fragen der Pastoral – mit dem Ziel, die Kirche in Zeiten des Wandels aktiv zu gestalten. Ebenso wurde im Oktober die Dekrete veröffentlicht, auf deren Grundlage zum 1. Januar 2026 die bisherigen Pfarreien und Kirchengemeinden aufgehoben und die neue fusionierte Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef Linich eingerichtet wird.
Zum 50. Geburtstag von René Kuffner | Rund 350 Gäste feierten beim WDR 2 Steffis Kneipenquiz in HottorfIm großen, bayrisch dekorierten Festzelt von René Kuffner in Hottorf versammelten sich rund 350 Besucher zu einem ganz besonderen Event: Steffis Kneipenquiz von WDR 2. René Kuffner, der für seinen 50. Geburtstag eine Feier im Stil eines Oktoberfestes plante, hatte das Zelt eigens dafür aufgebaut. Bereits zwei Wochen vorher berichtete das WDR 2-Team vom Zeltaufbau auf der Wiese hinter Renés Haus. Daraus entstand die Idee, das schön geschmückte Zelt auch für ein öffentlichem Kneipenquiz zu nutzen. Unter der unterhaltsamen Leitung der beliebten WDR 2-Moderatorin Steffi Neu wurde der Abend zu einem kurzweiligen Treffen voller Wissensfragen und geselligem Miteinander. Das Konzept von Steffis Kneipenquiz ist einfach: In Teams werden Fragen aus den Bereichen Region, Gesellschaft, Musik und mehr gestellt, ergänzt durch witzige Challenges und Spaßaktionen. Dabei steht nicht der Wettkampf im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erlebnis, das Gäste aus Hottorf sowie umliegenden Gemeinden zusammenschweißt. Der Abend bot eine fröhliche Atmosphäre, bei der das Thema "Wissen" spielerisch und locker vermittelt wurde — passende Unterhaltung für eine Dorfgemeinschaft, die Zusammenhalt und kulturelle Aktivitäten schätzt. Das Event zog Gäste weit über die Stadtgrenzen Linnichs hinaus an. Für
| Eine schöne Tradition | Nach einigen Jahren Pause wurde wieder ein Seniorenkaffee im Pfarrheim veranstaltet. In den vergangenen Jahren hatte die Pfarrcaritas diese Treffen organisiert und damit regelmäßig Gelegenheit zu gemütlichem Beisammensein geschaffen. Nach der altersbedingten Auflösung der Gruppe war die Zukunft dieser beliebten Zusammenkünfte zunächst offen.Nun hat die Frauengemeinschaft die Initiative ergriffen und die Tradition neu belebt. Der Einladung zum ersten Seniorenkaffee folgten rund 40 Hottorferinnen und Hottorfer ab dem 65. Lebensjahr. In geselliger Atmosphäre verbrachten die Gäste einen unterhaltsamen Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und angeregten Gesprächen.Die Frauengemeinschaft hatte die Vorbereitung und Ausrichtung in bewährter Weise übernommen, sodass es an nichts fehlte. Für die Bewirtung kamen die Kosten dankenswerterweise aus der Kasse der Hottorfer Dorfgemeinschaft.Mit diesem gelungenen Auftakt wurde deutlich, wie sehr die beliebten Nachmittage geschätzt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hoffen nun, dass der Seniorenkaffee künftig wieder zu einem festen Bestandteil des Dorflebens wird.
| Chronist Josef Lieven für ehrenamtliches Engagement geehrt | Am 1. Dezember 2025 wurde auf dem Andreasmarkt beim Empfang der Stadt Linnich der Heimatpreis 2025 verliehen. Zu den Preisträgern gehört Josef Lieven, der für die Dorfgemeinschaft Hottorf eine Online-Dorfchronik erstellt und weiterentwickelt hat. Bedeutung des Heimatpreises Mit dem Heimatpreis ehrt die Stadt Linnich jährlich besonderes bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement, das das Heimatgefühl stärkt und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. Damit würdigt die Stadt, stellvertretend für viele, die sich ehrenamtlich engagieren, den Einsatz für lokale Kultur, Vernetzung und Traditionspflege. Die Preisträger 2025 Platz: In diesem Jahr wurde der Preis an „Nachtwächter Helmes“, alias Stefan Helm, vergeben, der als Nachtwächter überregionale Bekanntheit erlangt hat.Platz: Die Initiative „Klönovend“ der Pfarre St. Peter Körrenzig wurde für ihr lokales Engagement geehrt.Platz: Der dritte Preis ging an Josef Lieven für die Entwicklung und Pflege der Hottorfer Online-Dorfchronik, die einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation und Präsentation der lokalen Geschichte leistet. Dankesrede von Josef Lieven "Herzlichen Dank an den Rat der Stadt Linnich für diese Auszeichnung. Dieser Preis ehrt mich für mein ehrenamtliches Engagement, für viele lange Abende am Computer und etliche Nächte, in denen ich an der Online-Dorfchronik gearbeitet habe – meine Frau kann davon ein Lied singen. Über
| Beitrag in Arbeit!!!! | Ausführungen von Pfarrer Heinz Philippen im Pfarrbrief Dezember 2025: Liebe Mitchristen im Pastoralen Raum Linnich/Titz! „Gott ruft sein Volk zusammen.." - so singen und beten wir. Alle Getauften und Gefirmten gehören zum Volk Gottes, das sich regelmäßig an bestimmten Orten versammelt, um den Glauben zu feiern, zu bezeugen und zu verkünden. Verstand - und uns miteinander auf den Weg machen zu den orten, an der sich das Volk Gottes versammelt. Dazu lade ich alle herzlich ein. Mein aufrichtiger Dank gilt allen,- die sich im neuen „Rat im Pastoralen Raum" der wichtigen Aufgabe stellen wollen, die vielen „Orte von Kirche" in den Blick zu nehmen und zu vernetzen - die bisher in den Pfarreiräten und im GdG-Rat - oft über Jahrzehnte - tatkräftig mitgewirkt haben. Ich danke Pfarrer Norbert Glasmacher für seine Bereitschaft des priesterlichen Leitungsdienstes in den Titzer Pfarreien und wünsche ihm weiterhin Kraft für seinen Dienst als Regionalvikar und Pfarrer in Düren. Ich danke Gemeindereferentin Brigitte Salentin für ihren Einsatz in den Titzer Pfarreien und wünsche ihr für die neue Aufgabe im Pastoralen Raum Stolberg Gottes Segen! Ich danke Pfarrer Marian Mertens für seinen priesterlichen Dienst in den Linnicher und Titzer Pfarreien und wünsche