Ereignisse zusammengefasst zu ....

Themen

Finden Sie hier Zusammenstellungen zu:

  • Allgemeine Informationen (Ortsname und Herkunft, Lage, Natur und Landschaft)
  • Ortsgeschichte (Erste Erwähnung, Mittelalter, Neuzeit und Moderne)
  • Bevölkerung und Gesellschaft (Lebensweise,  Traditionen, Bräuche, Alltag, Gemeinschaft,  Vereinsleben, Treffpunkte und Feste)
  • Wirtschaft und Infrastruktur (Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe,Einrichtungen wie Geschäfte oder Gaststätten)
  • Politik und Verwaltung (Verwaltungsgeschichte, wichtige Amtsträger)
  • Kultur und Bildung (Kirche und Religion, Schulen, Feste und Traditionen)
  • Bedeutende Persönlichkeiten
  • Bilder, Karten und Dokumente

Herkunft des Namens

Der Name des Dorfes bedeutet “Holzdorf”, d.h. ein Dorf im Gehölze, im kleinen Wald. Dabei hat sich der Name des Ortes häufig geändert, es hieß z.B. Hoittorp, Heydorpe, Holtdorf, Houtorf, oder Hutorp.

Quelle: Stadt Linnich

Die ursprüngliche Namensbedeutung „Holzdorf“ verweist auf die früher vorhandenen Gehölze der Jülicher Börde, insbesondere den Buchholzbusch, der sich bis Mitte des 19. Jahrhunderts noch nördlich bis Lövenich und Katzem erstreckte.

Quelle: Wikipedia

Erste Erwähnung

In Urkunden wird Hottorf im 14. und 15. Jahrhundert als Hoittorp erwähnt.

Die erste Erwähnung auf Karten erfolgt Ende des 16. Jahrhunderts (um 1570) auf spanischen Kriegskarten.

Geografische Lage

Hottorf liegt im Jülicher Land, charakterisiert durch seine landwirtschaftlich geprägte Umgebung.

Das Dorf liegt zwischen Gevenich und Kofferen im Westen und Ralshoven im Osten. Die Pfarrkirche St. Georg befindet sich am südlichen Ortsrand. Im Zentrum gruppieren sich die Häuser um einen „Maar“ genannten Dorfweiher mit einer von Bäumen dicht bewachsenen Insel. Diese Insel war einst eine Motte (Burg).

Zwischen Hottorf und der nördlichen Nachbargemeinde Lövenich lag bis zur vollständigen Rodung in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Buchholzbusch, der nach alten Buschordnungen seit dem Mittelalter gemeinschaftlich genutzt wurde.

Quelle: Wikipedia

Siedlung

Bereits zu Zeiten der Römer war die Gegend um Jülich besiedelt, worauf verschiedene Funde entlang der Römerstaßen hindeuten (link tbd).

Eine Dorfbesiedlung geht vermutlich auf die ehemalige Festung der Ritter zu Hottorf zurück, auf dessen Ursprung der aus dem 15. Jahrhundert zurückreichende der Turm in der Stiftstraße hinweist. Ende des 14. Jahrhunderts war die ursprüngliche Burgfeste durch Vererbungen auf drei adelige Höfe zerfallen.  Als viertes Gut kam der heute im Zentrum des Ortes gelegene Gutshof mit den zwei noch erhaltenen Türmen hinzu,  der ursprünglich den Rittern von Müntz gehörte.

Einwohner

In Hottorf:
1767:     364 Einwohner
1799:     325 Einwohner
1854:     540 Einwohner
1927:     495 Einwohner

In der Bürgermeisterei Hottorf:
1854:    4.130 Einwohner

Kirchengeschichte

Hottorf gehörte von alters her zur Pfarre Boslar. Der Aachener Stiftsherr Adam von Hottorf und sein Bruder Ritter Carsilius bauen 1340 eine Kapelle, Im Jahre 1415 wurde der hl. Georg erstmals als Pfarrpatron genannt. Das Kirchenpatronat ging 1420 zunächst an die Herren von Palant und Breitenbend und später an die Deutschordenskommende in Siersdorf.  Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche durch Kriegseinflüsse zerstört und mit Hilfe der Familie von Oidtman 1776/77 an gleicher Stelle neu errichtet.  Nach starken Beschädigungen im 2. Weltkrieg wurde die Kirche  bis 1949 wiederhergestellt. Der Baustil ist barock mit gotischen Einflüssen.

Bis 1804 gehörte Hottorf zur Pfarre Boslar. Dann erhob Bischof Mark Anton Berdolet die Filiale Hottorf zur Pfarre im Kanton Jülich. 1808 wurde Hottorf mit Müntz zu einer Pfarre vereinigt, aber ab 1837 ist Hottorf wieder selbständige Pfarre.

Schule

Volkschule an der Heerbahn bis 1969

Verwaltungsgeschichte

Mit der kommunalen Neugliederung wird Hottorf am  5. Januar 1972 ein Stadtteil von Linnich.
Davor war Hottorf  selbständige Gemeinde (seit 1815).

Übergeordnete Strukturen:

  • ab 1.1.1972 zum Regierungsbezirk Köln – Kreis Düren
  • ab 1816 zum Regierungsbezirk Aachen (Königliche Regierung zu Aachen) – (Landräthlicher) Kreis Jülich in der Rheinpovinz Preußen
  • ab 1815 Großherzogtum Niederrhein, Preußen
  • in der franz. Zeit bis 05.04.1815 zum Département Roër – Arrondissement Cologne – Canton Juliers mit zeitweise eigener “Mairie” (Bürgermeisterei)
  • im “alten Reich” unter pfalzbarischer Hoheit bis zum 04.11.1794 zum Herzogtum Jülich – Amt Boslar

Nachbarorte

Mehr für heimatgeschichtlich Interessierte in den benachbarten Linnicher Ortschaften unter:

Bürgermeister und Ortsvorsteher

Ortsvorsteher:

  • ab 2014 Heinz Josef Schiffer
  • 1984-2014: Konrad Philippen
  • ?
  • 1972 – Willi Heidelberg

Bürgermeister:

  • Erich von Meer
  • Meyers
  • Schiffer (um 1940)
  • Mühlfarth
  • Aretz
  • Frantzen
  • ab 1818 Rudolf Spengler (aus Tetz)
  • Johann Wilhelm Kaulhausen (aus Boslar)
  • Anton Josef Dillmann
  • Ferdinand Wilhelm von Oidtmann (ab 1801 bis  02/1816, Bürgermeister und Maire)

Standesämter

Mit dem Gesetz zur Bekundung des Personenstandes und der Eheschliesung vom 06.02.1875 werden die Register per Gesetz geführt. Noch als selbstständige Gemeinde wurden die standesamtlichen Register ab 01.04.1936 im Amt Körrenzig  und  dann ab 1946 im Amt Linnich geführt.

  • seit 1.5.1798: Hottorf (* An VIII)
  • Tetz (*An IX – X)
  • Hottorf (* An XI – 31.3.1936)
  • Körrenzig (1.4.1936-1945)
  • Linnich (seit 1945)

*Die Jahresangaben An VII bis XIV beziehen sich auf den französischen Revolutionskalender, der bis Ende 1805 gültig war

Landwirtschaft

Mit der Lage in der fruchtbaren Jülicher Börde wurde die Landwirschaft zunehmend prägend für Hottorf. Im Jahr 1940 waren 90% der Einwohner in der Landwirtschaft tätig.

Das südlich von Hottorf gelegene Land (Richtung  Hasselsweiler, Müntz, Hompesch, Boslar, Gevenich) wird wohl seit Menschengedenken als Ackerfläche benutzt.

Nördlich von Hottorf (Richtung Kofferen, Lövenich und Katzem) befand sich bis zum Jahre 1858 eine große zusammenhängende Waldfläche, der Buchholzbusch, welche für die landwirtschaftliche Nutzung gerodet wurde.

Siehe auch:

Handwerk

  • Weberei(en) bis ca. 1860
  • Krautfabrik (Dorfstr.)
  • Gewürz-Trockenanlage
  • Schreinerei Herbergs (Georgstr.)
  • Schreinerei Berger (Bergstr.)
  • Sattlerei- und Schusterei Flesch (Düsseldorferst.)
  • Schmiede (Georgstr.)

Gewerbe

Dienstleistungen:
  • Poststelle Lieven (Georgstr.) und Brack (Düsseldorferstr.)
  • Raiffeisenbank und Warenzentrale (Georgstr., später Filiale An der Maar)
Lebensmittelgeschäfte:
  • Krieger (mit Bäckerei) (Georgstr.)
  • Mütz/Lieven (Georgstr.)
  • Schiffer (mit Bäckerei) (Bergstr.)
Sonstige:
  • Elektro Brack (Düsseldorfer Str.)
Gastwirtschaften
  • Althoff/Wings (An der Maar)
  • Mütz/Hölscher/Krückel/de Haan (An der Maar)
  • Nöthlings (Bergstr. )

Kulturelles

Prägend für das kulturelle Leben im Ort sind die Organisationen und Vereine mit ihren Gremien und öffentlichen Veranstaltungen.

Ereignisse zu folgenden Schlagworten:

Brauchtum und Veranstaltungen

  • Hl. Dreikönige (Sternsinger)
  • Karneval (Sitzungen und Umzug)
  • Kartage und Ostern (Rasseln, Karfreitagprozession)
  • Kirmes (Frühjahr an St. Georg und im Herbst an Mariä Geburt)
  • Maibrauchtum (Maibaum, Versteigerung, Umzug, Maibilder)
  • Dreifaltigkeits- und Fronleichnahmsprozession
  • Ferienspiele
  • Dorffest am letzten Wochende im August
  • Sportfeste (Fussball, Schießverein, Reitfreunde)
  • Jubiläen und Feste von Vereinen, z.B. mit Festkommers oder von Privatpersonen (z.B. Goldene Hochzeit mit Fackelumzug, Polterabend)
  • Treibjagd
  • Erntedankfest
  • St. Martin Fackelumzug
  • Heiko und Adventsfenster

Erzählungen und Geschichten

Wovon man an langen Winterabenden erzählt…

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